Brexit-Auswanderer: In diese europäischen Städte zieht es junge Briten

By Hannah Schwär

Brexit Protest

Wenn Großbritannien die Europäische Union tatsächlich verlässt, könnte der Insel eine massive Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Briten bevorstehen. Das geht aus einer Analyse der internationalen Online-Wohnungsbörse Housinganywhere hervor, die Business Insider vorliegt.

Die Suchanfragen für Wohnungen auf dem europäischen Festland sind demnach in der heißen Phase des Beinahe-Brexits im Frühjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt um mehr als 30 Prozent gestiegen. Für einzelne Metropolen wie München, Genf oder Helsinki hat sich das Interesse aus Großbritannien sogar verdoppelt oder verdreifacht.

Vor allem junge Briten aus den Metropolregionen wollen wegziehen

Grundlage für die Analyse sind die Suchanfragen von rund 130.600 Briten im Alter von 25 bis 34 Jahren. Die Mehrheit derjenigen, die sich nach Alternativen im Ausland umschauen, kommt aus den Metropolen London (43 Prozent), Manchester (2,1 Prozent) und Birmingham (2,0 Prozent).

Wie diese junge, urbane Generation mit dem Brexit umgeht, ist aus zwei Gründen entscheidend für Großbritannien: Zum einen waren sie es, die beim knappen Brexit-Referendum im Juni 2016 mehrheitlich gegen den EU-Austritt gestimmt haben. Mit ihnen würden also vor allem die Europa-Befürworter die Insel verlassen. Zum anderen sind sie die Fach- und Führungskräfte von morgen. Wenn sie auswandern, kommt das einem Brain Drain gleich.

Deutschland steht hoch im Kurs

Im Falle eines Brexits könnte vor allem Deutschland vom Exodus junger Talente von der Insel profitieren. Mit München als Spitzenreiter und Frankfurt sind gleich zwei deutsche Städte in den Top 10 der Suchinteressen.

Bemerkenswert: Die britischen Young Professionals scheinen sich stärker für einen Umzug nach Nord- und Mitteleuropa zu interessieren. Die sonnigen Mittelmeerländer stehen dagegen nicht so hoch im Kurs. Das dürfte wohl auch daran liegen, dass die Jobchancen in Deutschland oder der Schweiz deutlich höher sind als beispielsweise in Spanien, wo die Jugendarbeitslosenquote bei 34 Prozent liegt.

Das gesteigerte

Source:: Business Insider.de

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