Nasa-Erkenntnisse: Der Mond schrumpft und die Auswirkungen sind spürbar

By Alexandra Hilpert

Nasa Mond

Auf dem Mond gibt es mehr Bewegung, als wir bisher gedacht haben. In einer kürzlich erschienenen Studie werteten Forscher über 50 Jahre alte seismographische Daten der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa aus, die während der Apollo-Projekte der USA in den Jahren 1969 bis 1972 gesammelt wurden.

Dass der Mond seit ein paar Millionen Jahren ständig schrumpft, wurde bereits wissenschaftlich belegt. Grund hierfür, dass der Mond immer weiter auskühlt, wodurch er sich zusammenzieht. Für das menschliche Auge wird dieser schleichende Prozess nur beim Betrachten der Mondoberfläche erkennbar. Denn hier findet man – ähnlich wie bei vertrocknenden Trauben – kleine „Falten“, die mithilfe von Satellitenbildern erkennbar werden. Diese Falten sind Überschiebungen der Mondkruste, die durch das Zusammenziehen des Himmelskörpers entstehen.

Erdbeben an der Mondoberfläche könnten durch die Überschiebungen erklärt werden

Thomas Watters, Forscher am Center for Earth and Planetary Studies des Smithsonian National Air and Space Museums in Washington, wies in einer Forschungsarbeit nach, dass es in den Gegenden solcher Überschiebungen deutlich häufiger zu Erdbeben kommt als an anderen Orten auf dem Mond. In den Jahren 1969 bis 1972 erfassten die Seismografen insgesamt 28 Erdbeben. Bisher war nicht geklärt, ob diese durch tektonische Bewegungen an der Oberfläche des Mondes, durch Meteoriteneinschläge oder durch Vorgänge tief im Inneren des Mondes hervorgerufen werden.

Mithilfe eines mathematischen Algorithmus gelang es Watters und seinem Team, die Beben zu lokalisieren: Acht fanden in 30 Kilometer großen Umkreisen der Überschiebungen statt und könnten daher durch die tektonischen Aktivitäten des Mondes ausgelöst worden sein. Wer hätte gedacht, dass auf diesem grauen Kraterfeld noch immer so viel los ist?

Die Wissenschaftler machten auch zeitliche Berechnungen und stießen auf ein sich wiederholendes Muster: Sechs der acht Beben fanden dann statt, als sich der Mond in der Position befand, an der er am weitesten von der Erde entfernt ist.

2024 könnte

Source:: Business Insider.de

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