Zuckerbergs Monster: Warum Facebook endlich zerschlagen werden muss

By Johannes Kaufmann

Facebook, Instagram, Whatsapp

Kommentar

Mark Hughes fühlt sich in diesen Tagen wohl wie Doktor Frankenstein, der sein eigenes Monster nicht mehr kontrollieren kann. Sonst hätte nicht ausgerechnet er, der Mitgründer von Facebook, gefordert, eben jenes Unternehmen zu zerschlagen. Seine Argumentation: Durch die Übernahme des Messengers Whatsapp und der Fotoplattform Instagram hat der Konzern eine Monopolstellung erlangt, die jeglichen Wettbewerb bei sozialen Medien erstickt.

Diese Meinung vertreten auch die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Elizabeth Warren, der New Yorker Marketingprofessor Scott Galloway und die Tech-Journalistin Kara Swisher. Damit haben die vier eine öffentliche Debatte entfacht, in der sie eine klare Position vertreten: Nur wenn die drei Marken Instagram, Whatsapp und Facebook wieder voneinander getrennt werden, könne ein gesunder Wettbewerb unter sozialen Netzwerken entstehen und Facebooks demokratiegefährdendes Monopol verhindert werden, lautet ihre Botschaft.

Und sie haben Recht. Viel zu lange schon schaut die US-Politik dem wettbewerbs- und demokratieschädlichen Treiben des Konzerns tatenlos zu. Mit seinen drei Plattformen beherrscht Facebook fast die gesamte Internet-Kommunikation der westlichen Welt. 2,7 Milliarden Menschen nutzen Facebook, Instagram, Whatsapp oder den Facebook Messenger, 2,1 Milliarden davon jeden Tag. Das ist, als würde die Deutsche Telekom die gesamten Telefonnetze Europas, der USA und Indiens kontrollieren.

Über den News-Feed bestimmen allein Facebook-Algorithmen und Kuratoren darüber, welche Nachrichten die Nutzer sehen und welche gelöscht werden. Ein einziges gewinnorientiertes Unternehmen entscheidet also großteils darüber, welche Nachrichten für 2,1 Milliarden Menschen jeden Tag wichtig und akzeptabel sind. Das kann nicht im Sinne freier Demokratie und Marktwirtschaft sein.

Und die Nutzerzahlen steigen weiter. Trotz russischer Einflussnahme bei der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2016. Obwohl Facebook ermöglicht hat, dass diese Wahl durch die Datenanalysefirma Cambridge Analytica zugunsten von Donald Trump beeinflusst wurde. Dass Facebook eine PR-Firma beauftragt hat, um Kritiker wie den Tech-Investor George Soros und

Source:: Business Insider.de

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