Chef der Werteunion: „Auch in der CDU ist eine Doppelspitze denkbar“

By Tobias Heimbach

Ist sie noch die richtige? CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer steht nach der Europawahl in der Kritik.

Alexander Mitsch ist Chef der Werteunion, einem Zusammenschluss von Mitgliedern aus CDU und CSU. Sie fordern einen konservativen Kurswechsel und eine Abkehr der Politik von Angela Merkel. Bevor sich die Werteunion am Samstag zu ihrer Jahresversammlung trifft, sprach Business Insider mit Mitsch.

Business Insider: Die Union diskutiert über ihren künftigen Kanzlerkandidaten. Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat in dieser Woche Annegret Kramp-Karrenbauer bereits als Kanzlerkandidatin ausgerufen. Was sagen Sie dazu?

Alexander Mitsch: „Es war ein Fehler von Ralph Brinkhaus, die Kandidatenfrage jetzt per Befehl von oben lösen zu wollen. Diese Frage muss breit von den Mitgliedern diskutiert und entschieden werden. Schließlich sind sie es, die am Ende den Wahlkampf führen. Und sie müssen hinter dem Kandidaten stehen. Deswegen wollen wir eine Urwahl.“

BI: Fraktionsvize Carsten Linnemann hat gesagt, womöglich sei eine Urwahl gar nicht möglich, weil CDU und CSU zwei Parteien sind. War Ihre Idee unbedacht?

Mitsch: „Ich halte das nicht für ein zwingendes Argument. Wenn wir das wirklich wollen, bekommen wir das hin. Da darf man sich nicht hinter Statuten verstecken. Zur Not muss man die Urwahl des Kanzlerkandidaten nur bei der CDU, also ohne die CSU machen, oder bei beiden getrennt.“

BI: Bisher war es in der Union immer klar, dass der oder die Vorsitzende den Erstzugriff auf die Position des Kanzlerkandidaten hat. Warum begehren Sie gegen diesen Grundsatz auf?

Mitsch: „Die Diskussion ist aufgekommen, weil es der Union nicht gelungen ist, den jahrelangen Abwärtstrend zu stoppen. Wir haben bei der Europawahl viele Stimmen verloren, die Union liegt in Umfragen auf Rekordtief. Ein Weiter-So darf es nicht geben. Eine Urwahl könnte einen Ruck geben für die Mitglieder und ein starkes Signal an die Wähler erzeugen.“

BI: Also sind Sie gegen eine Kandidatur von Annegret Kramp-Karrenbauer?

Mitsch: „Die Vorsitzende kann sich natürlich auch um die Kandidatur bewerben. Einen Automatismus sollte es aber nicht geben. Wir müssen mit alten Gewohnheiten

Source:: Business Insider.de

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