Ende der 5G-Auktion: Von diesen Vorteilen könntet ihr bald profitieren

By dpa

Telefonmast

Nach dem Ende der längsten deutschen Mobilfunkauktion rechnen Fachleute und Politiker mit positiven Folgen für Verbraucher. Diese seien letztlich ein Gewinner der Versteigerung. Schließlich gebe es durch den Einstieg von Drillisch als vierter deutscher Netzbetreiber künftig mehr Wettbewerb am Markt.

„Durch den vierten Netzbetreiber am Markt wird sich der Wettbewerb verschärfen, was dem Verbraucher zu Gute kommen kann, etwa wenn Handyverträge wegen des Konkurrenzkampfes billiger angeboten werden als bisher“, sagte der VWL-Professor Vitali Gretschko von der Denkfabrik ZEW.

Nach mehr als 12 Wochen war am Mittwoch die Auktion von Mobilfunkfrequenzen zu Ende gegangen. Die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch zahlen insgesamt knapp 6,6 Milliarden Euro. Neueinsteiger als Netzbetreiber ist Drillisch — künftig wird es in Deutschland also Funkmasten von vier und nicht nur von drei Unternehmen geben.

Niedrigere Preise und eine bessere Infrastruktur

„Drillisch könnte dem deutschen Markt mit modernen, kundenorientierten Preismodellen neue Impulse geben – eine gute Nachricht für Verbraucher“, sagt Jens-Uwe Theumer vom Preisvergleichsportal Verivox. Auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Sitta wertete den Ausgang der Versteigerung positiv: „Es ist sehr erfreulich, dass es einen weiteren Mobilfunkanbieter geben wird, denn mehr Wettbewerb führt zu niedrigeren Preisen und einer besseren Infrastruktur für die Verbraucher.“

Auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) begrüßte, dass mit Drillisch ein weiterer Netzbetreiber antreten wird. „Denn Wettbewerb belebt das Geschäft und sorgt für günstige Preise“, sagte vzbv-Chef Klaus Müller der „Rheinischen Post“. „Damit der neue Anbieter dann auch wirklich wettbewerbsfähig sein wird, müssen die drei etablierten Netzbetreiber ein faires Angebot für die Nutzung der Netze auf dem Land machen.“

Kritische Töne gibt es mit Blick auf die Staatseinnahmen. Fachleute waren im Vorfeld der Auktion zwar nur von Einnahmen von drei bis fünf Milliarden Euro ausgegangen, und nun sind es mit knapp 6,6 Milliarden Euro sogar deutlich mehr. Das hinterlasse aber einen „faden Beigeschmack“, denn die Milliarden fehlten dem Mobilfunkmarkt

Source:: Business Insider.de

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