Forscher haben im Herzen unseres Sonnensystems etwas entdeckt, das eigentlich nicht existieren dürfte

By Business Insider Deutschland

Merkur

Einige Planeten sind von einer Art Staubring umgeben — so auch Venus und Erde, um die herum sich kosmische Materie befindet. Einige andere Planeten besitzen diesen Ring hingegen nicht — dazu zählte bisher auch der Merkur. Wissenschaftler nahmen an, dass der Merkur zu nah an der Sonne ist, damit Staub — also Überreste von Asteroiden und Kometen — dort überdauern könnte. Wie sich nun herausstellte, lag die Wissenschaft mit dieser Annahme aber falsch.

Wie eine im „Astrophysical Journal“ veröffentlichte Studie nun aufzeigt, hat der Merkur nämlich durchaus eine enorme Spur von feinem kosmischen Staub in seiner Umlaufbahn und formt damit einen Ring, der fast 15 Millionen Kilometer breit ist. Wie es aussieht, ist diese Menge von alter Materie dreimal so groß wie der Merkur an sich und besteht wahrscheinlich schon seit Milliarden von Jahren, blieb bisher aber unendeckt.

Forscher dachten, Staub könnte in der Umlaufbahn des Merkurs nicht existieren

„Die Menschen dachten, dass der Merkur, anders als die Erde oder die Venus, zu klein und auch zu nah an der Sonne ist, um einen Staubring haben zu können“, so Guillermo Stenbog, Co-Autor der Studie und Solarwissenschaftler am Naval Research Laboratory. „Es wurde erwartet, dass Sonnenwinde und die magnetischen Kräfte der Sonne jeglichen überschüssigen Staub in der Umlaufbahn des Merkurs wegblasen würden.“

Stenborg und sein Kollege Russel Howard, Solarwissenschaftler am gleichen Labor, kamen per Zufall zu ihrer Erkenntnis. Tatsächlich hatte das Team nämlich nach einem staubfreien Raum in der Nähe der Sonne gesucht und wollte daher wissen, wie Staub sich in der Gegend des Sonnensystems verhält. Da Staub jedoch die unmittelbare Sicht verdunkelte, konnten die beiden Wissenschaftler keine staubfreien Räume zwischen Erde und Sonne erkennen — dafür aber gleich zwei Arten von Licht: Das Licht von der leuchtenden Außenatmopshäre namens Corona und das Licht,

Source:: Business Insider.de

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