Coronavirus: Vorarlberger Geschäftsmann zeigte Handelsketten an

Weil diese nicht nur lebensnotwendige Waren verkaufen. Wirtschaftskammer
ortet „Lücke in der Verordnung“.

Ein Vorarlberger Geschäftsmann hat die großen Handelsketten bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch angezeigt, weil diese in der Coronakrise auch Waren abseits der Grundversorgung verkaufen, während er sein Geschäft geschlossen halten muss. Das ist seiner Ansicht nach nicht erlaubt, berichtete der ORF Vorarlberg am Freitag unter Berufung auf den Händler, der laut Rundfunk anonym bleiben will.

Seit zwei Wochen dürfen zur Eindämmung des Coronavirus nur der Lebensmittelhandel, Apotheken, Tankstellen usw. geöffnet halten, andere Handelsunternehmen sind geschlossen. Die großen Ketten verkaufen aber nicht nur lebensnotwendige Waren, sondern auch Spielzeug, Elektrogeräte oder Gartenartikel.

Ungerecht

Ein Feldkircher Spielwarenhändler sieht das als ungerecht an und erstattete nun laut dem ORF-Bericht Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch. Es könne nicht sein, dass kleine Händler das Nachsehen haben, während die großen Handelsketten von der Krise profitierten, so seine Begründung. Für Spielwarengeschäfte sei das Ostergeschäft enorm wichtig, es mache bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes aus.

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg sah eine „Lücke in der Verordnung“, es fehle eine klare Richtlinie des Ministeriums. „Es braucht eine rechtliche Klarstellung des Ministeriums, die wir hoffentlich bald haben“, so Michael Tagwerker, Geschäftsführer der Sparte Handel in der WKV.

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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