Autovermieter Hertz meldet Insolvenz an – bereits tausende Jobs weg

Der Branchenriese aus den USA beantragte in der Coronakrise Gläubigerschutz. Das Auslandsgeschäft sei davon ausgenommen.

Der von der Coronakrise schwer gebeutelte Mietwagen-Riese Hertz hat in den USA und in Kanada Insolvenz angemeldet. „Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Nachfrage nach Reisen waren plötzlich und dramatisch, was zu einem starken Rückgang der Einnahmen des Unternehmens und künftiger Buchungen führte“, erklärte Hertz am Freitagabend (Ortszeit).

Die internationalen Ableger von Hertz in Europa, Australien und Neuseeland sind den Angaben zufolge nicht betroffen. Nach dem Auftreten des Coronavirus hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben umgehend gehandelt, um die Sicherheit von Angestellten und Kunden zu gewährleisten. Es bestehe jedoch „nach wie vor Ungewissheit über die Rückkehr der Einnahmen und die vollständige Wiedereröffnung des Marktes (…), was die heutigen Maßnahmen erforderlich machte“, hieß es in der Erklärung weiter.

Suche nach robusteren Finanzstruktur

Unter Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts kann ein Unternehmen umgebaut werden und mit seinen Gläubigern neu verhandeln. Das Unternehmen habe mehr als eine Milliarde Dollar (920 Millionen Euro) an Barbeständen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. „Die finanzielle Reorganisation wird Hertz den Weg zu einer robusteren Finanzstruktur ebnen, die das Unternehmen für die Zukunft am besten positioniert“, erklärte Hertz.

In der Mitteilung hieß es, zu den Maßnahmen die Hertz bereits eingeleitet habe, als sich die Krise im März abgezeichnet habe, gehöre, weltweit 20.000 Mitarbeiter zu beurlauben oder zu kündigen – rund die Hälfte aller Beschäftigten. Die Zahl der Fahrzeuge und Standorte werde verringert. Man beabsichtige dennoch, Kunden weiterhin die gleiche Qualität anzubieten und Lieferanten sowie Arbeitnehmer zu bezahlen. Auch Treueprogramme sollten weitergeführt werden.

Am 21. April hatte der mehr als 100 Jahre

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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