L. Karasek: Tippt die noch ganz richtig?: Der Krebs kuschelt immer mit

<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.stern.de/wirtschaft/job/laura-karasek/laura-karasekder-krebs-kuschelt-immer-mit-7470900.html?utm_campaign=wirtschaft&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ >

Es ist schön und seltsam, Kranke zu umarmen.

Einerseits hat die Umarmung eine besondere Innigkeit, eine Festigkeit, man drückt wie beim Krafttraining, die Umarmung wird zum Liebessport, man krallt sich fest, klammert, presst, stemmt, als würde die Heftigkeit, die Stärke der Umarmung den Menschen auf der Erde halten oder die Liebe wiederspiegeln.

Andererseits ist die Umarmung auch schwer, erdrückend, erdrosselnd, die Glieder sind angespannt von der Schwere des kranken Körpers und vom Gewicht der Traurigkeit. Die Gebrechlichkeit des einen verdeutlicht die Asymmetrie, den Lebenssaft des andern.

Manchmal möchte ich kurz zurückweichen, einatmen, raus aus der Umschlingung, der eine Mensch riecht nach Verfall, warum ist seine Haut plötzlich so weiß, fast schuppig, warum ist alles voller Geschwüre, Tumore.

Es ist, als würde man den Krebs umarmen. Der Krebs kuschelt immer mit.

Ich schämte mich für meine anfänglichen Berührungsängste. Dass ich ihm und seinem Krebs nicht zu nah kommen wollte. Natürlich wusste ich, dass er nicht ansteckend war. Ich wusste, dass ich weder heilen noch schwächen konnte mit meiner Berührung. Aber mir war trotzdem seltsam, als ich zum ersten Mal einen todkranken Menschen in den Armen hielt. Und dieser Mensch war mein Vater, der stärkste Mann in meinem Tochterleben.

Wie fühlt sich jemand, der weiß, dass er gerade stirbt?

<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.stern.de/wirtschaft/job/laura-karasek/7280352.html?utm_campaign=wirtschaft&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>kurzbio karasekDiese Frage ging mir den ganzen Tag durch den Kopf.

Er atmete schon schwerer. Das Alter hatte ihn befallen wie ein Ausschlag, nein: überfallen. Überall sah man den Krebs, dabei wütete er doch unterirdisch in seinen Innereien, im Untergrund, er buddelte sich seine Bahnen, grub sich durch die Organe, ein Krebs, ein Maulwurf, ein Marder und Mörder.

Es ist komisch, denn der Krebs war so lange unsichtbar, bis er tödlich wurde, bis es zu spät war.

Und seit der Diagnose konnte man ihn sehen, hören, förmlich riechen, wie Ungeziefer wuchs er, wie ein Attentäter, so hinterhältig und heimtückisch

Source:: Stern – Wirtschaft

Nur vereinzelt Skepsis: Volkswirte sehen deutsche Wirtschaft in Top-Form

Viele Ökonomen sehen die deutsche Wirtschaft in Top-Form und rechnen weiter mit einem stabilen Aufwärtstrend. Dafür sprächen nicht nur die Erholung der Weltkonjunktur und die damit verbesserten Exportchancen für die Industrie.

Auch Risiken im Zusammenhang mit dem Brexit oder der Politik von US-Präsident Donald Trump hätten sich abgeschwächt, erklärten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Konjunktur läuft immer besser, die Unternehmen werden immer optimistischer», sagt Allianz-Volkswirt Rolf Schneider. „Was sich derzeit bei der Konjunktur zeigt, geht über unsere Erwartungen hinaus.» Ifo-Experte Felix Schröter pflichtete ihm bei: „Wir gehen durchaus von einer aufwärts gerichteten Entwicklung aus.»

Optimistisch zeigte sich auch DZ-Bank-Ökonom Michael Holstein, der für 2017 mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft um 1,7 Prozent rechnet. Das liege etwa an wichtigen Exportmärkten: Ob in den USA, Europa oder China – in vielen Ländern sei eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Für Commerzbank-Konjunkturexperte Eckart Tuchtfeld kommt hinzu, dass inzwischen in vielen Chefetagen die Sorge vor einer Abschottung des US-Marktes nur noch eine untergeordnete Rolle spiele.

Vor überzogener Zuversicht warnt indes Stefan Kipar, Volkswirt bei der Landesbank Bayern LB. „Wir sind viel pessimistischer, als es die Unternehmensstimmung derzeit anzeigt», sagte er mit Blick auf das ungewöhnlich positive Ifo-Geschäftsklima. „Im Moment widersprechen die Daten zu Auftragseingängen und zur Produktion der Euphorie.» Es sei aber möglich, dass sich das in den kommenden Monaten noch ändere.

Einig sind sich die Fachleute darin, dass sich die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt fortsetze. Vor der Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten für den Mai deute vieles darauf hin, dass die Zahl der Arbeitslosen im Jahresschnitt 2017 deutlich stärker zurückgehen werde als erwartet. Die Ökonomen rechnen mit einer Erwerbslosenzahl um die 2,5 Millionen.

Trotz des guten Gesamttrends können die Entwicklungen in einzelnen Alters- und Bevölkerungsgruppen aber sehr unterschiedlich ausfallen. Die „Passauer Neue

Source:: Stern – Wirtschaft

Zoff am Bodensee: Deutsche lassen Schweizer Schiffe blechen

Ein deutsches Schifffahrts-Unternehmen brummt der Schweizer Konkurrenz Gebühren auf: Das Anlegen in Konstanz oder Meersburg kostet neu bis zu 54'000 Franken.

Für Schweizer Kursschiffe wird es teuer, wenn sie auf der deutschen Seite des Bodensees anlegen wollen. Die deutsche Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB) verlangt neu umgehend Gebühren, wie das „St.Galler Tagblatt» schreibt.

So muss die Schweizerische Bodensee Schifffahrt (SBS) in der Saison 2017 rund 22’000 bis 54’000 Euro zahlen, wenn sie in den Häfen von Konstanz, Unterhuldingen und Meersburg einfahrt. Die Höhe hängt davon ab, ob die Schiffe via Gangway oder einer beweglichen Treppe anlanden.

Für SBS-Oberkapitän Erich Hefti ist das unverständlich: Es sei unangebracht und nicht förderlich für die Kooperation, sagt er gegenüber der Zeitung. Die beiden Betriebe sind zusammengeschlossen im Verband der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU).

Bisher waren nie Gebühren fällig

Ausserordentliche Gebühren sind ein Novum. „So etwas hat es noch gar nie gegeben, nie in all den Jahrzehnten, in denen die vier hiesigen Schifffahrtsgesellschaften unterdessen zusammenarbeiten», sagt Hefti.

Die deutsche BSB begründet die Erhebung der Gebühr mit den anfallenden Kosten für den Hafenmeister und der Nutzung ihrer Infrastruktur, für die sie aufkommen muss. Hefti vermutet aber noch einen anderen Grund: „Es ist auffällig, dass die Massnahmen zeitgleich zur Einführung unseres Kurses in Kraft treten sollen.» Neu fährt die SBS auch Konstanz an. Dabei bringe man so ja Gäste nach Konstanz, was förderlich für den Tourismus sei.

Laut Hefti ist für die BSB die Erhebung der Anlandegebühr beschlossene Sache. Die SBS will nun eine eigene Anlandekontrolle führen und so die anfallende Gebührenabrechnung kontrollieren. Selber gebühren erheben werden sie nicht. Dafür aber aus dem VSU austreten. (bsh)

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

Während Brexit-Verhandlungen: «Schlagzeilen-Risiko» belastet Pfund bei Brexit-Gesprächen

<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/waehrend-brexit-verhandlungenschlagzeilen-risikobelastet-pfund-bei-brexit-gespraechen-7470648.html?utm_campaign=wirtschaft&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ ><img width="150" src="http://image.stern.de/7470650/3×2-480-320/190968b9e8e88e80575aec247d1030c4/MS/272009010117052799617301large43jpg-0e093a0c3847ecb5.jpg“>

Die Brexit-Verhandlungen werden das britische Pfund nach Einschätzung eines Experten weiter auf Berg- und Talfahrt schicken. „Das „Schlagzeilen-Risiko» (headline risk) ist sehr hoch für das Pfund», sagte James Athey, Top-Manager beim Vermögensverwalter Aberdeen Asset Management.

Die zu erwartende Mischung aus euroskeptischen Aussagen, harten Verhandlungsankündigungen und beschwichtigenden Tönen werde den Kurs des Sterlings durcheinanderwirbeln. „Aber auf lange Sicht erwarte ich viel Positives und daher einen Kursanstieg des Pfunds.» Die britische Währung war seit dem Brexit-Votum im Juni 2016 um rund 20 Prozent zum Euro eingebrochen.

Die vorgezogene Neuwahl in Großbritannien am 8. Juni hingegen werde kaum Auswirkungen auf den Kurs haben, sagte Athey. Die Märkte hätten einen klaren Erfolg von Regierungschefin Theresa May und ihrer konservativen Partei bereits in die Kurse eingepreist. „Viel wichtiger für das Pfund sind die Wirtschaftsdaten, inwiefern die Inflation weiter steigt, inwiefern die Gehälter nicht mit der Inflation mithalten.» Derzeit würden die Arbeitsmarktdaten darauf hinweisen, dass das Jobwachstum „in angemessenem Tempo» andauere. So seien in den vergangenen drei Monaten in Großbritannien rund 122 000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.

Mit Blick auf die britische Wirtschaft zeigte sich Athey zuversichtlich. „Etwa 95 Prozent der Unternehmen im Vereinigten Königreich exportieren nicht in die EU», sagte der Manager mit Blick auf alle Betriebe im Land. „Es ist eine sehr London-zentrierte Sicht, die Veränderungen wegen des Brexits durch die Augen globaler Konzerne zu sehen, die viel anfälliger sind für globale Probleme.» Vielmehr werde die breite Mehrheit der britischen Firmen keine Veränderung erleben. Die „sehr flexible und sehr offene» britische Wirtschaft sehe bereits jetzt ein größeres Wachstum im Handel mit Ländern außerhalb der EU als mit der Gemeinschaft.

Zugleich räumte Athey ein, dass Großbritannien bisher keine ausbalancierte Wirtschaft habe – zu abhängig von Konsum und Importen. Dadurch sei ein großes Außenhandelsdefizit entstanden, das wiederum zu „einem Stück weit Verletzlichkeit und Instabilität» geführt

Source:: Stern – Wirtschaft

Immer weniger können sich Wohnungseigentum leisten

By Andreas Anzenberger

Auch wegen der hohen Immobilienpreise ist der Anteil der Eigentümer rückläufig.

Eigentumswohnungen in Ballungszentren sind nur für jene leistbar, die hohe Geldbeträge am Konto haben. In einigermaßen guter Lage müssen in Wien mindestens 4000 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Das macht bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung insgesamt 320.000 Euro. Bei einem Monatsgehalt von 3000 Euro netto müsste der Käufer inklusive Finanzierungskosten deutlich über zehn Jahre lang sein gesamtes Einkommen für den Wohnungskauf ausgeben. Das wird nicht passieren. Das Käuferpotenzial für teure Eigentumswohnungen ist also begrenzt.

„Die Eigentumsquote in Ostösterreich ist ohnehin deutlich niedriger als im EU-Schnitt“, verweist Mathias Mühlbacher von der Immobilienrendite AG auf die Statistik. In osteuropäischen Ländern wie Rumänien, der Slowakei oder Ungarn wohnen laut Eurostat mindestens 90 Prozent in den eigenen vier Wänden. Nach dem Ende des kommunistischen Regimes begann dort die große Privatisierung. Aber auch Länder wie Spanien, Portugal, Finnland oder Belgien kommen noch auf über 70 Prozent Eigentumsquote.

Schlusslicht Wien

Österreich kam 2015 auf 57 Prozent Eigentumsquote – doch es gibt ein starkes Ost-West-Gefälle. In Wien sind es nur 18 Prozent, so Mühlhofer. (Aber es gibt auch nirgendwo so viele Sozialwohnungen.) 2007 lag der Prozentsatz quer durch Österreich noch bei 60 Prozent.

Da es immer schwieriger wird, für große Eigentumswohnungen Käufer zu finden, baut Mühlhofer nun verstärkt Wohnungen mit 30 oder 40 Quadratmetern. Denn Eigentumswohnungen um die 100.000 Euro sind leichter zu verkaufen.

Die Zahl der neu gebauten Eigentumswohnungen allein sagt nicht viel aus. Eigentumswohnungen werden nämlich auch von Investoren gekauft und dann weitervermietet. Insgesamt steigt die Zahl jener, die in ihrer Eigentumswohnung leben, zwar. Die Bevölkerung insgesamt wächst durch die Zuwanderung aber rascher. Damit sinkt der Anteil der Eigner.

Deutschland

In Deutschland ist die Lage ähnlich. Auch dort sind die Immobilienpreise deutlich gestiegen. Immer weniger können sich Eigentumswohnungen leisten. „Bald nur noch Mieter in Deutschland“ , titelte daher wallstreet-online.de.

„Die Eigentumsquote könnte sinken“, lautet die

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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