Neolithische Symbiose

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Potsdam/Wien. Der Übergang des Menschen vom Dasein als Jäger und Sammler hin zum sesshaften Leben als Bauer war ein besonders bedeutender Schritt in der Menschheitsgeschichte. Dachte man bisher, dass es sich dabei um völlig unterschiedliche Populationen handelte, belehren uns Forscher nun eines Besseren. Denn Jäger und Sammler sowie Bauern lebten Seite an Seite, durchmischten sich und brachten gemeinsame Kinder zur Welt, berichtet ein Forscherteam um den deutschen Evolutionsbiologen Michael…

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Fünf Orcas in Neuseeland gestrandet

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Wellington. An einem Strand in Neuseeland sind fünf Killerwale verendet. Die Tiere – auch Orcas oder Schwertwale genannt – waren aus ungeklärter Ursache am Strand von Cape Runaway auf der Nordinsel des Pazifikstaats ins seichte Wasser geschwommen, wie die Naturschutzbehörde DOC am Donnerstag mitteilte. Dort starben sie dann. Ein einziger Wal aus der Gruppe von insgesamt sechs Tieren konnte von Helfern zurück ins Meer befördert werden. Die toten Orcas sollen nun mit Unterstützung von…

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Heimliche Mitbewohner: Wie Mikroben eine neue Klinik besiedeln

US-Forscher haben die Besiedlung einer neuen Klinik durch Mikroorganismen dokumentiert. In dem Krankenhaus sei vor der Eröffnung eine relativ geringe Vielfalt an Bakterien gefunden worden. „Als allerdings Patienten, Ärzte und Pfleger einzogen, übernahmen die Bakterien ihre Haut.»

Das sagte Jack Gilbert, Direktor des Mikrobiom-Zentrums an der Universität von Chicago. Die Aufnahme jedes einzelnen Patienten änderte zudem die Zusammensetzung der beobachteten Mikroorganismen in dessen Zimmer, wie die Wissenschaftler um Gilbert im Fachblatt „Science Translational Medicine» schreiben.

Das Team nahm über einen Zeitraum von zwölf Monaten immer wieder Proben in einer neu eröffneten Klinik. Jedes Jahr infizieren so genannte Krankenhauskeime weltweit Millionen Menschen, teilweise mit tödlichen Folgen. Die Ergebnisse der neuen Untersuchung könnten dabei helfen, gefährliche Keime, die in Krankenhäusern im Umlauf sind, einzudämmen.

Die US-Forscher untersuchten, welche Faktoren die Zusammensetzung der Mikroben in der Klinik beeinflussen, wie diese sich über die Zeit entwickelt und wie sich die mit bloßem Auge nicht erkennbaren Lebewesen ausbreiten.

Die Universität von Chicago eröffnete 2013 ein neues „Center for Care and Discovery». Dort fanden die Forscher ideale Bedingungen für ihre Arbeit vor: Sie konnten schon zwei Monate vor Aufnahme des Klinikbetriebs mit ihren Untersuchungen beginnen. Die Wissenschaftler nahmen über einen Zeitraum von zwölf Monaten mehr als 10.000 Proben – in zehn Patientenzimmern, einer Pflegestation für Krebskranke und einer für Patienten der Chirurgie.

Die Biologen und Mediziner machten Abstriche von den Händen, aus der Nase sowie den Achseln der Patienten ebenso wie von den Oberflächen, welche sie wahrscheinlich berührt hatten – dazu gehören die Bettgitter und die Armaturen in den Bädern. Hinzu kamen Proben vom Boden der Zimmer und den Luftfiltern. Auch das Pflegepersonal wurde gründlich untersucht.

Dabei stellten die Forscher fest, dass sich unmittelbar nach Beginn des Klinikalltags Mikroben wie Corynebakterien, Staphylokokken und Streptokokken ausbreiteten. Die Aufnahme jedes neuen Patienten veränderte zudem die

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Beute wird im Notfall geteilt: Der Gemeine Vampir kann auf seine Freunde bauen

Im Notfall greifen Gemeine Vampire ihren Freunden unter die Flügel. Fledermausweibchen, die verhältnismäßig viele Freundschaften außerhalb ihrer Familie pflegen, kommen demnach nach dem Verlust einer nahen Verwandten besser klar als Artgenossinen ohne solche Kontakte.

Das berichten Forscher um Gerry Carter vom Smithsonian Tropical Research Institute (Panama) im Fachmagazin „Biology Letters» der britischen Royal Society.

Bei den Gemeinen Vampiren (Desmodus rotundus) ist es üblich, dass weibliche Tiere Blutmahlzeiten, die sie ihrer Beute ausgesaugt haben, wieder hochwürgen und mit Töchtern und Müttern teilen. Stirbt ein Familienmitglied, fehlt eine wichtige Nahrungsquelle im Familienverband.

Die Forscher beobachteten über vier Jahre eine in Gefangenschaft gehaltene Kolonie von etwa 30 Gemeinen Vampiren. Dabei nahmen sie Weibchen aus der Kolonie und ließen sie 24 Stunden lang hungern. Kurz bevor das Tier zurückgebracht wurde, entfernten die Forscher zusätzlich einen Hauptnahrungslieferanten aus der Familie des Weibchens. Anschließend beobachtete sie, wie das ausgehungerte Tier versorgt wurde. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass Weibchen mit mehr Freundschaften auch mehr Nahrung bekamen.

Gemeine Vampire kommen in Süd- und Mittelamerika vor und leben in Gruppen von bis zu 5000 Tieren in hohlen Bäumen und in Höhlen.

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Ungeplanter Außeneinsatz: Astronauten tauschen defekten Computer an der ISS aus

Zwei US-Astronauten haben am Dienstag erfolgreich einen Computer an der Außenseite der Internationalen Raumstation (ISS) repariert. Nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa in Houston dauerte der ungeplante Außeneinsatz 2 Stunden und 46 Minuten.

Dabei tauschten die ISS-Kommandantin Peggy Whitson und ihr Kollege Jack Fischer ein defektes Computerteil aus. Außerdem installierten sie Antennen, die bei künftigen Arbeiten außen an der Station die Kommunikation verbessern sollen.

Der Computer hatte den Angaben nach am Samstag den Geist aufgegeben. Er ist unter anderem für die Solaranlage und die Kühlung zuständig. Er steuert auch einen Roboterarm, mit dem bis zu 25 Mini-Satelliten ausgesetzt werden sollten. Diese Aktion musste wegen der Computerpanne vorläufig verschoben werden.

Für Whitson war es der zehnte Einsatz im offenen Weltraum. Sie ist damit nach Angaben der Nasa nicht nur Rekordhalterin bei den Frauen, sondern liegt auf Platz drei der Raumfahrerliste.

Neben den beiden Amerikanern arbeiten derzeit der Franzose Thomas Pesquet sowie die Russen Oleg Nowizki und Fjodor Jurtschichin auf der ISS, die in etwa 400 Kilometer Entfernung um die Erde kreist.

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