Menschheit könnte aus Europa stammen

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Tübingen/Wien. Wenn die These stimmt, wird sie Geschichte schreiben. Bei Madelaine Böhme liefen jedenfalls am Dienstag die Drähte heiß: Zusammen mit internationalen Kollegen entwirft die Professorin am Senckenberg Centre for Human Evolution der Universität Tübingen ein neues Szenario zur frühesten Menschheitsgeschichte. Demnach steht ihre Wiege nicht in Afrika, sondern am Balkan: Die ersten bekannten Frühmenschen stammten aus Europa und wanderten in Richtung Süden. Heute ist der Schimpanse der…

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Funde auf dem Balkan: Der älteste Vormensch könnte aus Europa statt Afrika stammen

Die Abstammungslinien von Menschen und Menschenaffen trennten sich möglicherweise schon einige Hunderttausend Jahre früher als bisher angenommen. Dies könnte zudem in Europa und nicht wie nach der gängigen Theorie vermutet in Afrika passiert sein.

Diese Idee stellt ein Forscherteam um Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Paleoenvironment (HEP) in Tübingen im Fachmagazin „PLOS One» vor. Die Wissenschaftler hatten zwei Fossilfunde neu untersucht und die damaligen Umweltbedingungen an den Fundorten charakterisiert.

Wann und wo sich die ersten Vormenschen entwickelten, ist bislang nicht abschließend geklärt. Der Schimpanse ist heute der nächste Verwandte des Menschen. Viele Experten gehen davon aus, dass sich die Entwicklungslinien der Schimpansenvorfahren und der menschlichen Linie vor etwa fünf bis sieben Millionen Jahren in Afrika trennten.

Das Team um Böhme untersuchte nun die beiden einzigen Funde des Hominiden Graecopithecus freybergi. Zu den Hominiden gehören der Mensch samt seiner ausgestorbenen Verwandten und die Menschenaffen. Es handelt sich bei den Fossilien um einen in Griechenland gefundenen Unterkiefer und einen Zahn aus Bulgarien.

Detaillierte Untersuchungen lassen die Forscher vermuten, dass es sich bei Graecopithecus um eine bislang unbekannte Vormenschenart handelt. So seien die Zahnwurzeln weitgehend verschmolzen gewesen – ein charakteristisches Merkmal des Menschen und seiner ausgestorbenen Verwandten. Bei Menschenaffen liegen die Zahnwurzeln üblicherweise getrennt vor. „Wir waren von unseren Ergebnissen selbst überrascht, denn bislang waren Vormenschen ausschließlich aus Afrika südlich der Sahara bekannt», sagte Jochen Fuss, einer der beteiligten Wissenschaftler.

Über Analysen der Sedimente, aus denen die Fossilien geborgen worden waren, datierten die Forscher den Unterkiefer auf ein Alter von 7,175 Millionen Jahren, den Zahn auf 7,24 Millionen Jahre. Die Funde seien damit älter als der bisher älteste aus Afrika bekannte Vormensch Sahelanthropus mit einem Alter von sechs bis sieben Millionen Jahren. Daraus folgern die Forscher, dass die Abspaltung der Entwicklungslinien von Vormenschen und Schimpansen

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Virales Video: Seelöwen: ziemlich niedlich – potenziell tödlich

By Ilona Kriesl

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So viel vorab: Dem Mädchen geht es gut. Es dürfte lediglich einen riesigen Schrecken erlitten haben. Doch wer das Video, das derzeit auf YouTube millionenfach geklickt wird, gesehen hat, weiß: Der Vorfall, der sich am Steveston Fisherman’s Wharf in Richmond, Kanada, zugetragen hat, hätte auch tragisch ausgehen können. Was war geschehen?

Eine Reisegruppe steht am Uferbecken und beobachtet einen Seelöwen, der im Hafenbecken schwimmt. Die umstehenden Menschen wundern sich über die Größe des Tieres, füttern es und stellen fest, dass es „riesig“ ist. Die Atmosphäre ist entspannt, man lacht. Jemand sagt: „Wow!“

Im Hintergrund kichert ein kleines Mädchen und zieht damit plötzlich die Aufmerksamkeit des Tieres auf sich. Der Seelöwe nähert sich dem Beckenrand und schnellt aus dem Wasser. Das Mädchen kann dem Tier ausweichen, schreckt zurück und lacht.

Mensch trifft auf Seelöwe: eine potenziell tödliche Begegnung

Gorilla-Zoo-Artikel 15.31Doch dann begeht es einen entscheidenden Fehler: Es setzt sich auf die Kante des Beckens – und damit in Reichweite des Tieres. Der Seelöwe schießt erneut aus dem Wasser, beißt in das Kleid des Mädchens und reißt das Kind unter Wasser. Der Körper des Mädchens klappt von der Wucht der Beschleunigung zusammen, Arme und Beine fliegen nach vorn. Die umstehenden Menschen schreien. Ein älterer Herr springt sofort ins Wasser und zieht die Kleine aus dem Becken. Es ist Glück im Unglück: Beide kommen mit dem Schrecken davon und bleiben unverletzt.

Was hat das Tier dazu bewogen, das Mädchen unter Wasser zu ziehen? War es Neugier, wie Delaney Chambers von National Geographic, vermutet? Oder handelte das Tier doch aus anderen Absichten, etwa weil es in dem Mädchen ein potenzielles Beuteopfer sah?

Klar ist: Der Vorfall hätte für das Mädchen in beiden Fällen tödlich enden können. Selbst wenn das

Source:: Stern – Wissen

Das himmlische Auge

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

„Götter eignen sich nicht mehr, die Entstehung von Welten zu schildern“, schreibt Raoul Schrott in seinem neuen Buch, „Erste Erde“, in dem er Wissen vom Urknall bis hin zum Menschen prosaisch vermittelt. Anders als vor Jahrhunderten erzählen heute weder Mythen noch Sagen noch Religionen die Geschichte der Welt, sondern die Wissenschaft. Oder wie es der US-Physiker Richard Feynmann es formuliert: „Es zeigt sich, dass die Fantasie der Natur weit, weit größer als die Fantasie des Menschen ist…

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Einsatz von Insektengiften: Sorge um Schwalben: Es mangelt an Nahrung und Nistplätzen

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Schwalben waren einst als Frühlings- und Glücksboten für Haus und Hof nicht wegzudenken – seit Jahren aber bringen Futtermangel und fehlende Nistplätze die geselligen Vögel zunehmend in Bedrängnis.

Besonders schlecht bestellt sei es um die Mehlschwalbe, sagte Lars Lachmann vom Naturschutzbund (Nabu) der Deutschen Presse-Agentur. „2016 hatten wir nur noch 60 Prozent des Bestandes von 2006», erklärte er mit Verweis auf Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel», einer bundesweiten Vogelzählaktion.

Bei der Rauchschwalbe sei in diesem Zeitraum zwar auch ein leichter Rückgang beobachtet worden, dieser sei aber bisher statistisch nicht gesichert. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands sind sowohl Rauch- als auch Mehlschwalben der Kategorie „gefährdet» zugeordnet.

Problematisch ist für die Flugakrobaten der weit verbreitete Einsatz von Insektengiften. Dadurch gebe es für die Schwalben weniger Insekten als Nahrungsquelle, sagte Lorena Heilmaier vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern.

Source:: Stern – Wissen

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