Ein umstrittenes Gesetz soll dafür sorgen, dass Tech-Giganten wie Twitter, Uber und Co. Obdachlose unterstützen

By Melissa Neu

san francisco

Bei den US-Wahlen konnten die Bürger in San Francisco auch über einen besonderen Gesetzesvorschlag abstimmen. Laut dem „Handelsblatt”, ging es um eine Zusatzsteuer für die reichsten Unternehmen der Stadt, um die Obdachlosigkeit zu bekämpfen, die inzwischen zu einem massiven Problem geworden ist.

In der Metropole des Silicon Valley haben 60 Prozent für eine neue Steuer für die Großkonzerne gestimmt. „Proposition C” zufolge würden Umsätze oberhalb von 50 Millionen Dollar (43 Millionen Euro) dann mit etwa 0,5 Prozent besteuert und in verschiedene städtische Programme gegen die zunehmende Wohnungsnot umgelenkt. Die Initiatoren hoffen, dass damit weitere 300 Millionen Dollar jährlich zusammenkommen, um Unterkünfte für Menschen ohne Obdach sowieso andere Hilfen zu finanzieren.

Twitter spricht sich gegen die Besteuerung aus

Die Besteuerung ist umstritten — nicht zuletzt bei den großen Tech-Unternehmen, die sie bezahlen sollen. Während Unternehmen wie „Salesforce” unter der Leitung von Marc Benioff die Initiative öffentlich in Form von Spendengeldern unterstützen, agumentiert Twitter-Chef Jack Dorsey gegen die Besteuerung. Auf Twitter schrieb er, dass er nicht glaube, dass das neue Gesetzt der richtige Weg sei, um Obdachlosen zu helfen.

Das öffentliche Kundtuung der unterschiedlichen Meinungen auf Twitter eröffnete einen Streit zwischen Benioff und Dorsey. Benioff warf dem Twitter-Chef vor, sein Geld zu horten. Er würde von der Steuererleichterung durch die Stadt profitieren, jedoch zu wenig für sozial benachteiligte Menschen tun.

Dorsey argumetierte, indem er sich auf San Fransiscos Bügermeisterin London Breed stützte. Sie hatte sich zuvor gegen die Besteuerung ausgesprochen. Grund dafür sei das Gesetz, welches nicht genügend Klarheit schaffen würde. So sei beispielsweise unklar, ob die 300 Millionen Dollar überhaupt nötig sind, um das Problem der Stadt zu bekämpfen.

Derzeit leben rund 7.500 Obdachlose im Freien

Vor Jahren hatte San Fransisco viele Startups mit großen Steuerrabatten angelockt. So wurde die Stadt

Source:: Business Insider.de