Eklat um Kollegah und Farid Bang: Wer sitzt im Echo-Beirat – und was sind seine Aufgaben?

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Nun auch Marius Müller-Westernhagen. Immer mehr bekannte Musiker geben aus Protest gegen den Echo ihre Trophäen zurück. Auslöser für die Debatte ist die Vergabe des Musikpreises an die Deutsch-Rapper Kollegah und Farid Bang, die in einem ihrer Tracks getextet hatten, ihr Körper sei „definierter als von Auschwitzinsassen“.

mamue-echo_16.40Speziell diese Zeile war bereits im Vorfeld der Preisverleihung auf große Kritik gestoßen – und deshalb vom Ethik-Beirat des Echo geprüft worden. Das siebenköpfige Gremium hatte jedoch keine grundsätzlichen Bedenken: „Den Ausschluss des Albums ‚JBG3‘ von einer etwaigen Zuerkennung eines Preises empfiehlt der Beirat jedoch mehrheitlich nicht“, hieß es im Statement des Beirats. „Nach sorgfältiger Befassung mit dem Gesamtprodukt ‚JBG3‘ von Kollegah & Farid Bang hat der Echo-Beirat mehrheitlich entschieden, dass im Song ‚0815‘ der Bonus-EP ‚§ 185‘ die künstlerische Freiheit nicht so wesentlich übertreten wird, dass ein Ausschluss gerechtfertigt wäre – auch, wenn es sich um einen Grenzfall handelt.“

Das ist die Aufgabe des Echo-Beirats

Das Gremium kann nicht selbst aktiv werden, sondern wird vom Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie eingeschaltet, der Veranstalter des Echo ist. Der Beirat muss immer eine Abwägung vornehmen zwischen dem Verstoß gegen gesellschaftliche Normen und der Kunstfreiheit. In diesem Fall fiel die Entscheidung zugunsten des Letzteren aus.

Hätte das Gremium damals anders entschieden, wäre dem vom Bundesverband Musikindustrie vergebenen Preis wohl viel Ärger erspart geblieben. Und möglicherweise werden sich auch die sieben Mitglieder des Ethik-Rats Kritik anhören müssen. Derzeit setzt sich der Echo-Beirat aus den folgenden Personen zusammen:

  • Wolfgang Börnsen, Leiter des Instituts (PKM) für Parlaments-, Kultur- und Medienberatung
  • Prof. Kurt Mehnert, Rektor der Folkwang Universität der Künste
  • Klaus-Martin Bresgott, Stellvertreter der Kulturbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
  • Dr. Peter Hasenberg, Geschäftsführer der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Referat Film und medienpolitische Grundsatzfragen im Sekretariat der deutschen

    Source:: Stern – Kultur

Kurier Digital mit neuem Reichweitenrekord

Kurier.at ist laut ÖWA-Plus-Messung nun das viertgrößte Online-Nachrichtenmedium Österreichs.

Laut der am Dienstag veröffentlichten neuen ÖWA-Plus-Studie des vierten Quartals 2017 erreichte das digitale Angebot von KURIER (mit kurier.at, motor.at, events.at, film.at und futurezone.at) bei den österreichischen Internetnutzern eine Reichweite von 32 Prozent. Das ist eine Steigerung von 18,1 Prozent zum Vergleichszeitraum. In absoluten Zahlen erreicht das Angebot nun 2.074 Millionen Nutzer pro Monat, das ist eine Steigerung von 375.000 Lesern.

Das Einzelangebot kurier.at kommt auf eine Reichweite von 28 Prozent, damit konnte man eine Steigerung von 30 Prozent verbuchen. Damit ist kurier.at eine der am stärksten wachsenden Onlinemarken unter den heimischen Medienangeboten und nach orf.at, standard.at und krone.at bereits auf Platz vier. 74% der Kurier Digital LeserInnen nutzen die Kurier Angebote bereits mobil.

Kurier Digital Chefredakteur
Stefan Kaltenbrunner
: „Wir freuen uns sehr über den Zuwachs und fühlen uns von unseren Leserinnen und Lesern darin bestätigt, dass wir mit unseren Multimedia-Dossiers und unserem Videocontent von Schau-TV hochqualitativen Inhalt bieten.“

Telekurier-Geschäftsführer Martin Gaiger: „Dass auch die Werber mit unserem Erfolg so mitziehen, ist besonders erfreulich. Brand-Safety,
Ad Viewability
, Transparenz, präzise Zielgruppenansprache und professionelles Ad Management vom Kurier Digital Team sind und bleiben ein Garant für erfolgreiche Online-Werbung.“

Source:: Kurier.at – Kultur

Marius Müller-Westernhagen: Sänger gibt seine Echos zurück

Die Echo-Debatte schlägt weiterhin hohe Wellen: Nachdem sich zahlreiche Künstler, Prominente und Politiker wie Tote-Hosen-Frontmann Campino (55) oder Außenminister Heiko Maas (51) kritisch über den Musikpreis und die Auszeichnung der Rapper Farid Bang (31) und Kollegah (33) geäußert haben, haben mittlerweile mehrere Musiker angekündigt, ihre Auszeichnungen zurückgeben zu wollen – darunter jetzt auch der deutsche Rockstar Marius Müller-Westernhagen (69, „Freiheit“).

„Mit großem Interesse habe ich von Südafrika aus die peinlichen Vorkommnisse bei der diesjährigen ECHO-Verleihung und die darauf entstandene Debatte verfolgt“, schreibt Westernhagen auf seinem Facebook-Profil und geht nicht nur mit dem Preis, sondern auch mit der gesamten Musikindustrie hart in Gericht. „Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität um jeden Preis demotiviert die Kreativen und nimmt dem künstlerischen Anspruch die Luft zum Atmen“. Eine „neue Stufe der Verrohung“ sei erreicht.

Farid Bang und Kollegah keine Antisemiten?

„Ich bin nicht der Meinung, dass die mit dem Echo ausgezeichneten Rapper Antisemiten sind. Sie sind einfach erschreckend ignorant. Money makes the world go round“, schreibt Westernhagen weiter. Farid Bang und Kollegah gewannen den Echo in der Kategorie „Hip-Hop/Urban National“, obwohl einzelne Textstellen der Rapper als antisemitisch gewertet werden. So heißt es in einer Textzeile des Albums „Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ etwa: „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“. Der Ethikrat beschäftigte sich zwar damit, gab am Ende aber grünes Licht. Für Westernhagen sei es „lächerlich“, sich „hinter künstlerischer Freiheit zu verstecken oder kalkulierte Geschmacklosigkeiten als Stilmittel zu verteidigen“, denn „Provokation um der Provokation willen ist substanzlos und dumm.“

Weiter bezeichnet er die Musikindustrie als „skrupellos und korrupt“, weil diese „ohne moralische und ethische Bedenken Menschen mit rassistischen, sexistischen und gewaltverherrlichenden Positionen nicht nur toleriert, sondern unter Vertrag nimmt und auch noch auszeichnet“. Kulturell sei der Echo ohnehin noch nie relevant gewesen.

Zurück an den

Source:: Stern – Kultur

Krimi TV-Tipps: Krimi-Tipps am Dienstag

20:15 Uhr, ZDFneo, Nord Nord Mord: Clüver und die fremde Frau

Sylt. Eine tote Frau wird aus dem Meer geborgen: Name unbekannt. Sie wurde gefesselt und dann lebendig ins Meer geworfen. Ihr Körper weist Blutergüsse auf, sie wurde vor ihrem Tod misshandelt. Nach und nach gelingt es Clüver (Robert Atzorn), Feldmann (Oliver Wnuk) und Ina (Julia Brendler), die Tatverdächtigen einzukreisen. Dabei geraten sie mitten hinein in die dunklen Machenschaften von Erbschleichern, die sich auf Sylt bereichern wollen und dabei nicht einmal vor Mord zurückschrecken.

20:15 Uhr, BR, Tatort: Großer schwarzer Vogel

Ein Junge tollt durchs Treppenhaus, seinem Fußball hinterher. Der plumpst auf einen Briefumschlag, in dem eine Bombe versteckt ist – ein grauenvoller Unglücksfall. Ritter (Dominic Raacke) und Stark (Boris Aljinovic) finden heraus, dass eigentlich der bekannte Berliner Radiomoderator Nico Lohmann (Florian Panzner) und seine schwangere Freundin Anne (Klara Manzel) die Opfer der Briefbombe werden sollten. Sie recherchieren zuerst unter den Anrufern von „Nicos Nacht“ und stoßen auf Petra Piwek (Karina Plachetka), die ihren gewalttätigen Mann auf Nicos Anraten hin verlassen hat.

22:00 Uhr, NDR, Tatort: Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes

An der Kieler Förde wird eine verwirrte Frau aufgefunden. Ihre Äußerungen lassen befürchten, dass der berüchtigte Frauenmörder Kai Korthals (Lars Eidinger) wieder aufgetaucht ist. Kommissarin Brandt (Sibel Kekilli) informiert ihren Kollegen Borowski (Axel Milberg) über den Serienkiller, mit dem sie einst selbst Traumatisches erlebt hat. Borowski kommt der neue Fall ungelegen. Er ist frisch verliebt und möchte heiraten. Doch als seine Braut spurlos verschwindet, muss er sich fragen, ob der Mörder seinetwegen zurückkehrt ist.

22:10 Uhr, WDR, Die Füchsin: Spur auf der Halde

Nachdem die Ex-Stasi-Spionin Anne Marie Fuchs (Lina Wendel) und der Im- und Exporthändler Youssef El Kilali (Karim Cherif) ihren ersten gemeinsamen Fall erfolgreich gelöst haben, will Youssef ein

Source:: Stern – Kultur

Eklat um Kollegah und Farid Bang: Marius Müller-Westernhagen gibt alle seine Echos zurück

Ein paar Tage hat er geschwiegen und sich die Debatte aus der Ferne angeschaut. Nun hat Marius Müller-Westernhagen von Südafrika aus ein Statement rausgehauen, das sich gewaschen hat. Der 69-Jährige gab am Dienstag per Instagram bekannt, sämtliche Echos zurückzugeben, die er in seiner Karriere bekommen hat. In seiner Begründung rechnete er gründlich mit der Branche ab.

Westernhagen, der sich zurzeit in Südafrika aufhält, schrieb: „Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität um jeden Preis demotiviert die Kreativen und nimmt dem künstlerischen Anspruch die Luft zum Atmen.“ Künstler haben seiner Auffassung nach eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Der würden nicht alle gerecht: „Sich hinter künstlerischer Freiheit zu verstecken oder kalkulierte Geschmacklosigkeiten als Stilmittel zu verteidigen, ist lächerlich. Provokation um der Provokation willen ist substanzlos und dumm“, schrieb er mit Blick auf Kollegah und Farid Bang, die getextet hatten, ihr Körper sei „definierter als von Auschwitzinsassen“.

Marius Müller-Westernhagen kritisiert die Branche

Gleichzeitig bekam auch die Musikindustrie ihr Fett weg, die „ohne moralische und ethische Bedenken Menschen mit rassistischen, sexistischen und gewaltverherrlichenden Positionen nicht nur toleriert, sondern unter Vertrag nimmt und auch noch auszeichnet“, was Westernhagen „skrupellos und korrupt“ nennt.

Der 1948 in Düsseldorf geborene Musiker sieht das Grundproblem darin, dass der Echo ausschließlich nach Verkäufen vergeben wird – für ihn eine „inhaltliche Fehlkonstruktion“, die zur Folge hat, dass der Echo in der kulturellen Welt nie relevant gewesen sei.

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„Zerfall einer kultivierten Gesellschaft“

In seiner Abrechnung geht Westernhagen jedoch über die Kritik an der Musikindustrie hinaus und nimmt das große Ganze ins Visier: „Es geht im Kern um den Zerfall einer kultivierten Gesellschaft, der zunehmend der innere moralische Kompass abhanden kommt, und dem sehen wir schon viel zu lange zu, ohne genügend Widerstand zu bieten.“

Aus diesem Grund gibt Müller-Westernhagen sämtliche Echos zurück, die er im Laufe seiner langen Karriere

Source:: Stern – Kultur

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