Meteorit schlug auf „Blutmond“ ein

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Bogota. Während der Mondfinsternis am 21. Jänner haben Amateurastronomen und Profis rund um den Globus einen besonderen Moment eingefangen: Für den Bruchteil einer Sekunde konnte man mit entsprechenden Teleskopen einen Meteoriten auf der Mondoberfläche einschlagen sehen. Eine erste Analyse vieler dieser Bilder ergab nun, dass das Objekt etwa 20 bis 100 Kilogramm schwer war und einen Durchmesser von 30 bis 50 Zentimeter besaß. Die Studie von Forschern der Universität von Antioquia in Kolumbien…

Source:: Wiener Zeitung – Wissen

350 Meter hoch: Riesiger Hohlraum unter Antarktis-Gletscher entdeckt

In Rekordgeschwindigkeit wächst unter einem Gletscher in der Antarktis ein riesiger Hohlraum. Er sei zehn Kilometer lang und vier Kilometer breit und damit so groß wie zwei Drittel der Fläche von Manhattan.

Der größte Teil des Eises sei innerhalb der letzten drei Jahre geschmolzen, der entstandene Hohlraum sei 350 Meter hoch, schreiben Forscher des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-Raumfahrtbehörde Nasa im Fachmagazin „Science Advances». Das sei eine verstörende Entdeckung, teilte die Nasa mit. Nun müsse erforscht werden, wie der Schmelzvorgang den Meeresspiegel beeinflusse.

Der Hohlraum, der einmal 14 Milliarden Tonnen Eis gefasst hat, befindet sich unter dem Thwaites-Gletscher in der Westantarktis. Das Gestein unter dem Gletscher liegt hier deutlich tiefer als der Meeresspiegel. Der größte Teil des Eises sei innerhalb der letzten drei Jahre durch eindringendes Meerwasser geschmolzen, schreiben die Forscher.

„Wir haben jahrelang vermutet, dass Thwaites nicht fest mit dem Untergrund verbunden ist», sagt Ko-Autor Eric Rignot. Mit neuen Satelliten sei es nun erstmals möglich gewesen, die Veränderung des Gletschers und das Ausmaß des Hohlraums genau zu messen. Seit 2010 beobachten Nasa-Satelliten den Gletscher mit hochauflösendem Radar.

„Die Größe der Höhle unter dem Gletscher spielt eine wichtige Rolle beim Schmelzvorgang», sagt Erstautor Pietro Milillo. „Wenn mehr Wärme und Wasser unter den Gletscher gelangen, schmilzt er schneller.» Der gesamte Thwaites-Gletscher ist so groß wie Florida und derzeit für 4 Prozent des Anstiegs des Meeresspiegels verantwortlich.

Würde der gesamte Gletscher wegschmelzen, könnten die Weltmeere um etwa 65 Zentimeter ansteigen, heißt es in der Nasa-Mitteilung. „Zu verstehen, wie das Meer diesen Gletscher schmilzt, ist unerlässlich um zu berechnen, welchen Einfluss das auf den Meeresanstieg in den kommenden Jahrzehnten hat», sagt Rignot.

Source:: Stern – Wissen

Traum eines jeden Schülers: Der Mensch kann auch im Tiefschlaf lernen

Der Mensch kann selbst im Tiefschlaf lernen. Schweizer Forscher haben gezeigt, dass Menschen komplexe Informationen wie Worte und Bedeutungen im Schlaf unbewusst aufnehmen und im Wachzustand wieder abrufen können. Sie veröffentlichten ihr Ergebnis im Fachjournal „Current Biology».

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, Peter Young, spricht von einer bahnbrechenden Studie. „Dies ist eine neue Dimension des Verständnisses von Schlaf», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Forscher hätten gezeigt, dass das Gehirn im Schlaf ohne Bewusstsein assoziativ Dinge lernen könne.

Psychologieprofessorin Katharina Henke und ihre Kollegen Marc Züst und Simon Ruch von der Universität Bern haben 41 Schlafende über Kopfhörer mehrfach mit Fantasiewörtern beschallt, denen sie jeweils unterschiedliche Bedeutungen zuordneten. Eine Versuchsperson hörte etwa „Guga – Vogel», eine andere „Guga – Elefant». Nach dem Aufwachen wurden sie befragt: ist Guga ein großer oder kleiner Gegenstand, passt es in eine Schuhschachtel oder nicht?

Wenn das zweite Wort des Wortpaares in einer bestimmten Schlafphase bei den Menschen ankam, identifizierten die Versuchspersonen nach dem Aufwachen 60 Prozent der Fantasiewörter korrekt als etwas Großes oder Kleines – so, wie sie es im Schlaf gehört hatten. Wichtig war es, die „Up-state» genannte Schlafphase zu treffen. Dabei handelt es sich um Phasen, in denen alle Gehirnzellen gemeinsam aktiv sind. Sie dauern nur eine halbe Sekunde und wechseln sich ab mit passiven Phasen („Down-State») ohne Aktivität. In welcher Phase sich das Gehirn gerade befindet, lässt sich mit einem EEG-Gerät bestimmen, das die elektrische Aktivität des Gehirns misst.

Gedächtnisbildung sei also sowohl im bewussten als auch unbewussten Zustand möglich, sagte Mitautor Züst der dpa. „Wir wollten zeigen, dass man auch in unbewusstem Zustand lernen kann.» Daraus lasse sich aber nicht die Empfehlung ableiten, sich generell nachts mit Informationen berieseln zu lassen in der Hoffnung, dass etwas hängen bleibe.

Source:: Stern – Wissen

Lernen im Tiefschlaf

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Bern. Die Zeit des Schlafens wird meistens als ziemlich unproduktive Zeit wahrgenommen. Dass diese Annahme nicht der Tatsache entspricht, haben nun Schweizer Forscher herausgefunden. Ihnen zufolge kann der Mensch selbst im Tiefschlaf lernen. In Experimenten konnten sie zeigen, dass Menschen komplexe Informationen wie Worte und Bedeutungen im Schlaf unbewusst aufnehmen und im Wachzustand wieder abrufen können, berichten sie im Fachblatt „Current Biology“. Die Schlafenszeit könnte demnach -…

Source:: Wiener Zeitung – Wissen

Krankheitsverlauf von Typ-1-Diabetes rekonstruiert

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at Zürich. Ein Forscherteam der Universität Zürich hat untersucht, was bei der Entstehung von Typ-1-Diabetes in der Bauchspeicheldrüse abläuft. Im Anfangsstadium fanden sie dabei noch eine erstaunlich hohe Zahl der Insulin-produzierenden Beta-Zellen. Sie sähen zwar anders aus als normal und produzierten weniger Insulin, wären aber womöglich noch zu retten, so die Wissenschafter im Fachblatt „Cell Metabolism“. Am lebenden Menschen lässt sich kaum im Detail untersuchen, was in der Bauchspeicheldrüse…

Source:: Wiener Zeitung – Wissen

1 15 16 17 18 19