Tv-Tipp: Das Gift der Mafia

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Reggio Calabria ist die größte Stadt in Kalabrien. Diese Provinz ist ein schöner Landstrich mit viel Küste und einigen Bergen, im Süden von Italien gelegen – an der Spitze des Stiefels, kurz vor Sizilien.

Doch die Postkartenidylle trügt – seit den 1980er Jahren wird hier im Meer viel Müll entsorgt, darunter auch angereichertes Uran. Die Mafia benutzt das Mittelmeer als Deponie für allerhand Abfälle, die größtenteils stark giftig sind – da spielen Fischfang und Tourismus so gut wie keine Rolle. Um diese üblen Machenschaften geht es in der Dokumentation „Das Gift der Mafia», die am Dienstag (20.15 Uhr) auf Arte zu sehen ist.

1989 wurden im Ort Santa Domenica Talao in der Provinz Cosenza gut 60 Tonnen Krankenhausmüll entdeckt, die illegal in einem Firmenofen verbrannt werden sollten. Außerdem sollen über 100 Schiffe mit unterschiedlichen Sorten von Giftmüll an Bord vor der italienischen Küste versenkt worden sein – darunter die „Rosso». Lange Zeit wurde darüber eisern geschwiegen, und die Beamten in den Behörden schauten lieber weg, weil sie selbst von der Mafia abhängig sind, oder weil sie schlicht um ihr Leben fürchten. Aussteiger, die mit der Polizei kollaborieren, gibt es kaum. Und so konnte die ‚Nrangheta – wie die Mafia hier genannt wird – nach Belieben schalten und walten. Doch in jüngster Zeit intensivieren kalabrische Staatsanwälte und die Parlamentarische Anti-Ökomafia-Kommission in Rom ihre Ermittlungen im illegalen Müllgeschäft.

Der deutsch-italienische Journalist Sandro Mattioli macht sich in Deutschland, Frankreich und Italien auf Recherche, gemeinsam mit den Filmemachern Christian Gramstadt und Patrizia Venditti. Bei ihrer investigativen und verdienstvollen Spurensuche kommen der unkenntlich gemachte Ex-Mafioso Francesco Fonti und ein ebenso nicht zu erkennender Schifffahrtsexperte zu Wort. Ein Physiker und diverse Aktivisten berichten von furchtbaren Umweltgiften, die bei vielen Menschen schwere Erkrankungen bis hin zu tödlichem Krebs

Source:: Stern – Kultur

Konzert-Tipp: Balkan-Kultband beehrt Wien

By mod

Die Belgrader Live-Attraktion S.A.R.S. ist am Mittwoch in der Ottakringer Brauerei zu sehen und hören.

Das hört sich ziemlich gruselig an. Der Name „Frisch amputierte Hand Satrianis“ („Sveze amputirana ruka Satriania“) lässt eine Band vermuten, die sich in den Niederungen des Dark Metal bewegt. Spätestens dann wenn man die einleitenden Töne des Songs „Rakija“ (Anm.: Schnaps auf Serbisch) gehört hat, weiß man, dass der morbide Name mit der Grundausrichtung der Band rein gar nichts zu tun hat.

Die 2006 in Belgrad gegründete siebenköpfige Truppe S.A.R.S. (Kurzform von „Sveze amputirana ruka Satriania“) hat sich in relativ kurzer Zeit zu einer der angesagtesten Bands auf dem Balkan gemausert. Die Mischung aus Ska, Reggae und Hip Hop, angehaucht mit einer Brise von Ethno-Klängen macht S.A.R.S. zu einer Live-Attraktion, die vor allen Hallen in den Ländern Südosteuropas regelmäßig füllen lässt. Da stört es kaum einen, dass der charismatische Sänger Žarko Kovačević Žare die Lieder ausschließlich in Serbisch vorträgt. Die Energie der Band spricht eine universale Sprache.

Zu sehen und hören ist S.A.R.S. am Mittwoch, dem 25.10., in der Ottakringer Brauerei. Einlass ist 19:30 Uhr. Erfreulich: Der Tag danach ist ein Feiertag.

Weitere Infos unter: www.sarsbend.com
Tickets: www.oeticket.com

Source:: Kurier.at – Kultur

Premiere ohne große Störungen: Umstrittener Film «Matilda»: Uraufführung in St. Petersburg

<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.stern.de/kultur/film/premiere-ohne-grosse-stoerungen-umstrittener-filmmatilda-urauffuehrung-in-stpetersburg-7671840.html?utm_campaign=kultur&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ ><img width="150" src="https://image.stern.de/7671842/3×2-480-320/918ec5033be828a85c3e813622bdd677/io/23dpastarlineimageslargeurnnewsmldpacom2009010117102399571708large43jpg-07e1427fe6a930c8.jpg“>

Der umstrittene russische Historienfilm „Matilda» mit dem deutschen Schauspieler Lars Eidinger in der Hauptrolle ist am Montag in St. Petersburg offiziell uraufgeführt worden.

Obwohl Monarchisten und orthodoxe Splittergruppen seit einem Jahr gegen den Film mobil gemacht hatten, verlief die Premiere im Mariinski-Theater ohne größere Störungen. Lediglich ein paar Dutzend Menschen demonstrierten vor dem Theater. Eidinger hatte aus Angst vor Angriffen eine Reise nach St. Petersburg abgesagt.

Der Film von Regisseur Alexej Utschitel erzählt von der Affäre des künftigen Zaren Nikolaus II. mit der Ballerina Matilda Kschessinskaja. Weil die russische Kirche den 1918 ermordeten letzten Zaren heiliggesprochen hat, störten sich konservative orthodoxe Christen an der Handlung. Sie drohten Kinobetreibern mit Brandstiftung und zündeten in Moskau zwei Autos an. Die zwei größten russischen Kinoketten erklärten zeitweilig, den Film nicht ins Programm zu nehmen.

Am kommenden Donnerstag soll der Film in den russischen Kinos anlaufen. In Deutschland wird er unter dem Titel „Mathilde» am 2. November in die Kinos kommen.

Source:: Stern – Kultur

Dario Fo: Am Ende fand der Clown seine Königin

By Peter Pisa

Das letzte Werk des Theatermachers galt einer Frau, die „unmöglich“ war wie er.

Dario Fo trat der Macht immer mit Lächeln entgegen. Mit spöttischem Lächeln.

In Berlusconi sah er einen Berufskomiker, einen Kollegen (aber einen unguten), denn Fo selbst – Autor von fast 100 Volkstheaterstücken, Regisseur, Schauspieler, Satiriker –wollte immer Clown sein, nie den Hamlet spielen.

1997 bekam er den Literatur-Nobelpreis, und das ärgerte die Mächtigen, die ihm den Mund verbieten wollten und ihn als „Possenreißer“ verächtlich machten.

Freiheit

Im Vatikan schäumte man, Dario Fo konterte: Erinnere dich, liebe Kirche, wie viele ,Possenreisser‘ du hast aufhängen lassen!“

Von seiner Ehefrau und genialen Theater-Partnerin Franca Rama war zu hören gewesen: „Gott existiert und er ist Kommunist.“

Als der Norditaliener 90-jährig starb, beweint vom wenig mächtigen, aber dafür riesengroßen Italien, hieß es in einem Nachruf: Er sei nicht einfach ein freier Mensch gewesen, sondern die personifizierte Freiheit.

Sein letztes Werk ist soeben im Wiener Hollitzer Verlag erschienen. Es ist ein Text, ein Roman mit Dokumenten und Erfindungen, über Christina von Schweden (1626 – 1689). Dario Fo fand sie äußerst sympathisch.

Denn sie war selbstbewusst, rebellisch … sie war „unmöglich“. Trug Hosen. War lesbisch. Hatte als Sechsjährige den Thron von ihrem Vater Gustav II. Adolf übernehmen müssen und trotz kriegerischer Zeiten Sinn für Theater, Ballett, bildende Kunst – und für Ironie. Womit Königin und Harlekin fast zum Paar werden: „Lachen ist das Bewusstsein des Menschen“ (Dario Fo).

Dario Fo:
„Christina von Schweden“
Übersetzt von
Johanna Borek. Nachwort von Ulf Birbaumer. Hollitzer Verlag.
159 Seiten.
21,90 Euro.

KURIER-Wertung: ****

Source:: Kurier.at – Kultur

Berühmte Familie: AC/DC-Produzent George Young ist tot

Der australische Rockmusiker und AC/DC-Produzent George Young ist tot. Der Bruder der AC/DC-Gründer Malcolm und Angus Young sei im Alter von 70 Jahren gestorben, teilten die Band und seine Plattenfirma am Montag mit. „Mit schmerzendem Herzen müssen wir den Tod unseres geliebten Bruders und Mentors George Young verkünden“, erklärte AC/DC. „Ohne seine Hilfe und Beratung hätte es kein AC/DC gegeben.“

<a target="_blank" rel="nofollow" title="Von Adele bis Mozart: Britische Studie: Bei diesen Songs lässt sich am besten entspannen" href="https://www.stern.de/gesundheit/von-adele-bis-mozartdie-10-entspannendsten-lieder-der-welt-7501574.html?utm_campaign=kultur&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Entspannungs-Lieder 15.33Young habe sich als „Musiker, Songschreiber, Produzent, Berater und vieles, vieles mehr“ verdient gemacht, hieß es weiter. George Young war Koproduzent bei einigen AC/DC-Alben, darunter „Let There Be Rock“ und „High Voltage“. Als Jugendlicher war er mit seiner Familien aus dem schottischen Glasgow nach Australien ausgewandert.

George Young entzückte Australien – und dann die Welt

Schon vor seiner Arbeit für AC/DC hatte George Young in der australischen Musikszene einen Namen. In den 60er Jahren gehörte er als Gitarrist der populären Band The Easybeats an. Nach dem Auseinanderbrechen der Gruppe konzentrierte er sich mit seinem langjährigen Kollegen Harry Vanda auf das Schreiben von Rock- und Popsongs für andere Künstler, die bei Albert Productions erschienen. Dazu zählten Klassiker wie „Love is in the Air“ und „Friday on my Mind“.“George war ein Pionier, der mit seinen engen Freunden Harry Vanda und Ted Albert einen neuen Sound für die australische Musikindustrie geschaffen hat“, erklärte der Chef von Albert Productions, David Albert, anlässlich von Youngs Tod. „Wir werden ihn vermissen.“

Source:: Stern – Kultur

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