„Feminismus hat heute mehr Witz“

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Neues Design, neue Preisstatue – und natürlich neue Sieger: Der Hauptpreis des Österreichischen Kabarettpreises (gesponsert von HDI Versicherung, Stadt Wien, VOR-Magazin, Wiener Volkshochschulen und Grätzlhotel) geht heuer an Lukas Resetarits (aktuelles Programm: „70er – leben lassen). Den Förderpreis bekommt das Duo Antonia Stabinger und Ulrike Haidacher alias Flüsterzweieck („Stabile Eskalation“), das mit feministischen Ansagen auf sich aufmerksam gemacht hat. Auch den Programmpreis bekommt…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

Unliebsamer Regisseur: Kirill Serebrennikow in Moskau verhaftet

Der prominente russische Theaterregisseur Kirill Serebrennikow (47) ist unter Betrugsverdacht festgenommen worden. Das teilte das Staatliche Ermittlungskomitee am Dienstag in Moskau mit. Der Leiter des Moskauer Gogol-Theaters stehe im Verdacht, zwischen 2011 und 2014 staatliche Gelder von 68 Millionen Rubel (knapp eine Million Euro) veruntreut zu haben.

Serebrennikow ist ein international anerkannter Theatermacher und steht der russischen Führung kritisch gegenüber. Er sollte im September in Stuttgart die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ inszenieren.
Die Behörden hatten…Lesen Sie den ganzen Artikel bei mz-web

Source:: MZ – Kultur

Gitarrenrock: The Sherlocks bringen ihr Debüt heraus

<img width="150" src="https://image.stern.de/7588808/3×2-480-320/3438c35ad856484b336dc4e8592f522b/dH/22dpastarlineimageslargeurnnewsmldpacom2009010117072799413955large43jpg-3804861ac8530091.jpg“>

Was sich wie ein kleines modernes Märchen anhört, ist nach eigenen Aussagen genau so passiert: bei einem Ständchen zu Weihnachten hörten die Brüder Kiaran und Brandon Cook im Nachbarhaus in einem Viertel in Sheffield plötzlich Gitarrenmusik.

Da sie wussten, dass nebenan ebenfalls zwei Brüder wohnten, war die Kontaktaufnahme schnell geschehen. Viele gemeinsame Stunden mit Fußball, Musik und Jamsessions später waren „The Sherlocks» entstanden. Mit ihrem frischen Gitarrenrock, der vor allem ein jüngeres Publikum anspricht, tingelten sie seit ihrer Gründung 2010 durch kleine Bars und Clubs in ihrer Heimatstadt. Erst mit Cover-Songs ihrer Helden („Arctic Monkeys», „The Libertines», „The Stone Roses») später dann mehr und mehr mit eigenen Kompositionen wussten die vier Jungs zu überzeugen.

Der Durchbruch gelang schließlich, als sie als Support für eben jene Bands fungierten, deren Songs sie selbst noch in ihren ersten Sessions spielten: mit den „Libertines» oder den „Kings of Leon» spielten sie in Großbritannien und wurden so einem größerem Kreis bekannt.

Schließlich bekamen sie 2016 bei Infectious Music ihren ersten Plattenvertrag. Das Label, bei dem auch Indie-Größen wie Alt-J, Blocparty oder RY-X in Lohn und Brot stehen, hat sich durch die Förderung junger, aufstrebender Bands einen Namen gemacht. Mit „Live for the Moment» haben die „Sherlocks» nun ihren Erstling vorgelegt, bei dem der Name Programm ist.

Die Stücke, betitelt mit „Will you be there?», „Last Night», „Candlelight» oder „Live for the Moment» greifen das Lebensgefühl der Millennials auf, das vor allem durch Themen wie Erste Liebe, Gemeinschaft und Orientierung geprägt ist. Natürlich dürfen Partys und Freiheit als Ausdruck jugendlicher Lebensart nicht fehlen. So gesehen, deckt das Album thematisch eine breite Basis ab, was den Erfolg der Band gerade bei jungen Menschen erklärt.

Musikalisch changieren „The Sherlocks» zwischen den Helden des britischen Indie-Rock und einer Schülerband. Der Sound ist klar und sauber, die Stücke sind glatt und eingängig.

Source:: Stern – Kultur

Einer, der viel zu sagen hat

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Wien. „Es freut mich, dass ich auf meine alten Tage einen Preis für mein neuestes Programm bekomme“, sagte Hauptpreisträger Lukas Resetarits anlässlich der Bekanntgabe der Österreichischen Kabarettpreise am Dienstag. Am 20. November werden neben ihm Flüsterzweieck (Förderpreis), BlöZinger (Programmpreis) und Stefanie Sargnagel (Sonderpreis) ihre Auszeichnungen in der Wiener Urania entgegennehmen. „Als Kabarettist, der viel zu sagen hat“ wird Lukas Resetarits für sein gesellschaftspolitisches…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

Edel-Quatsch: «Ein katastrophaler Theaterabend» begeistert die Hamburger

<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.stern.de/kultur/edel-quatschein-katastrophaler-theaterabendbegeistert-die-hamburger-7588720.html?utm_campaign=kultur&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ ><img width="150" src="https://image.stern.de/7588722/3×2-480-320/f2dea9ee13b5a20aa49495584209b385/aE/222009010117082299736281large43jpg-df3d6e3d272061b0.jpg“>

Hamburg (dpa) – Easy-Listening-Sound der 1960er Jahre: Die Bühne zeigt eine typisch englische Schlosshalle mit Marmorkamin und Lederchaiselongue sowie an den Wänden Hundegemälde und ein Wappen samt Schwertern. Doch die Idylle währt nicht lange.

Schon bald kracht die Umrahmung vom Kamin, so dass die beiden Silberleuchter von der hinter der Wand sitzenden Inspizientin gehalten werden müssen. Mehrfach kippt das Wappen nach unten, schlägt dabei diverse Darsteller k.o.. Und auch die Akteure selbst, die ihre Texte nicht beherrschen und mit den Requisiten nicht zurechtkommen, hauen aufeinander ein. Halbtote Kollegen entsorgen sie mal eben in der Standuhr. Nicht zuletzt erschüttern funkenschlagende Kurzschlüsse das immer wüster wirkende Tollhaus.

„Ein katastrophaler Theaterabend» eben, der eigentlich kaum zu beschreiben ist. So lautet denn auch der deutsche Untertitel der britischen Krimifarce „The Play That Goes Wrong» von Henry Lewis, Jonathan Sayer und Henry Shields, die am Montagabend Premiere in Hamburgs privatem St. Pauli Theater gefeiert hat – unter Lachsalven und tosendem Applaus des Publikums. Ein deutlich von Größen wie Monty Python und Agatha Christie inspiriertes Nonsens-Werk, das in der Inszenierung von Dominik Flaschka („Spamalot») zum perfekt getimten Feuerwerk schwarzen Humors geraten ist. In der Koproduktion mit dem Zürcher Theater am Hechtplatz, wo das Stück 40 Mal lief, verkörpern neun teils hochakrobatische Darsteller eine Laientruppe, die einen klassischen „Who dunnit?» aufführen will.

Theater im Theater also. Und wie erwähnt – nichts klappt. Dabei sind das Stück und die Inszenierung ein extrem gewitztes Spiel mit Genre-Stereotypen, das die Fallstricke des Lebens an sich aufs Korn nimmt. Pfeiferauchend, im karierten Anzug und intellektuell hochmütig gibt etwa Peter Zgraggen – zugleich als Regisseur der unbegabten Crew – einen Inspektor Carter, der überdeutlich an Sherlock Holmes erinnert. Er soll den Mord an Schlossbesitzer Charles (Lavdrim Dzemailji) aufklären – macht aber das sich quasi pausenlos abspulende Desaster (im Bühnenbild von Simon Schmidmeister) nur noch schlimmer.

Source:: Stern – Kultur

1 2 3 97