Jamie Oliver räumt unternehmerische Fehler ein

Prioritäten des TV-Kochs haben sich verschoben: „Business ist am Ende des Tages Bullshit“

„Wir haben viele Fehler gemacht.“ Das räumte der britische TV-Koch,
Kochbuchautor und Unternehmer
Jamie Oliver
am Sonntag in der Ö3-Sendung
„Frühstück bei mir“ in Bezug auf die Krise seiner Restaurant-Kette „Jamie’s
Italian“ ein.

Zwölf „Jamie’s Italian“-Restaurants in Großbritannien und ein
Restaurant
in
Australien mussten zusperren. „Die Restaurants, die wir geschlossen haben,
haben wir in einer Zeit eröffnet, als wir sehr zuversichtlich waren“, sagte
der 43-Jährige im Gespräch mit Claudia Stöckl. Langfristige Verträge über
teure Mieten und das Prinzip, in seinen Restaurants hochwertige Produkte zu
verwenden, hätten Kosten verursacht, die durch Einnahmen nicht zu decken
gewesen seien.

„Für mich war das ganze Jahr mit den Restaurants extrem hart, aber zur
selben Zeit, in den anderen Bereichen meiner Welt, wo es um Medien geht,
Bücher und Fernsehen, hatten wir das produktivste, glücklichste und auch
erfolgreichste Jahr überhaupt“, sagte Oliver, für den sich die
Prioritäten

nach eigenen Angaben in den letzten eineinhalb Jahren durch Krankheits- und
Todesfälle in seiner Familie und im Freundeskreis stark verschoben haben.
„Das waren schon existenzielle Erlebnisse, die meine Perspektiven verändert
haben, zum Besseren. Ich meine, das Business ist am Ende des Tages
Bullshit, meine Frau Jools und ich haben darüber gesprochen: Wenn mein
ganzes Geschäft morgen weg wäre, dann würde ich eben wieder in irgendeiner
Restaurant-Küche arbeiten.“

Jamie Oliver hat 40 Millionen Kochbücher verkauft, seine TV-Show wird in 50
Ländern ausgestrahlt. Als Ziel nannte der Brite die Weiterführung seiner
Mission: „Der einzig wahre Grund, warum ich arbeite, ist, dass wir die
Anzahl der fettleibigen Kinder bis 2030 halbieren wollen.“

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

Schwerverkehr: Immer mehr Sicherheitsmängel bei LKW

Ein Polizist kontrolliert einen Lastwagen anlässlich einer Car- und Schwerverkehrskontrolle der Kantonspolizei Zürich. (Archiv)

An den Schweizer Grenzen fallen immer mehr Lastwagen mit Sicherheitsmängeln, fahruntüchtigen Chaffeuren oder Verstössen gegen die Ruhezeiten auf. Aber auch im Landesinnern ahndet die Polizei jedes Jahr Tausende Verstösse.

Die Anzahl der Verstösse gegen die Sicherheitsvorschriften, welche die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) an Schweizer Grenzen beim Schwerverkehr registriert hat, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Zählte die EZV im Jahr 2010 noch 17’997 Gesetzesverletzungen im Schwerverkehr, waren es 2017 bereits 32’967, wie aus den offiziellen Zahlen de EZV hervorgeht.

Dies entspricht einer Zunahme um 83 Prozent, wie die „SonntagsZeitung» berichtet. Doch auch im Landesinnern würde die Polizei jährlich tausende LKW-Chauffeure ahnden. Dies zeigen bisher unveröffentlichte Zahlen des Bundesamt für Strassen, die auch der Nachrichtenagentur sda vorliegen.

24’464 Bussen und Anzeigen mussten im letzten Jahr ausgestellt werden. Fast Zehntausend davon, weil Lenker Gewicht oder Masse nicht einhielten. Geahndet wurden auch Verstösse gegen die Arbeits- und Ruhezeitbestimmung (4’477) , die Gefahrgutvorschriften (245) oder die Alkohol-Bestimmungen (100).

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

Erste Firmen nehmen im Iran keine Aufträge mehr an und lösen ihre Büros dort auf: Schweizer kuschen vor Trump

By Thomas Schlittler

Der Drohfinger der USA zeigt bereits Wirkung. Erste Unternehmen nehmen im Iran keine Aufträge mehr an und lösen Büros auf. Letzte Hoffnung sind Schutzmassnahmen der EU. Die Schweiz könnte sich diesen anschliessen.

Sharif Nezam-Mafi (48) klingt enttäuscht, fast wütend. Als Präsident der Iran-Switzerland Chamber of Commerce (ISCC) hat er sich jahrelang für die Inte-ressen der Schweizer Unternehmen im Iran eingesetzt. Mühsam versuchte er, die Wirtschaftsbeziehungen der beiden Länder zu stärken – und nun sieht es so aus, als sei all das umsonst gewesen.

Nach der Reaktivierung der Wirtschaftssanktionen durch US-Präsident Donald Trump seien die Schweizer Firmen im Iran verunsicherter denn je, sagt Nezam-Mafi: „Die neuen Sanktionen sind deutlich gefährlicher als alle anderen zuvor. Denn die Regierung Trump handelt ideologisch motiviert und wird Firmen, die mit dem Iran Geschäfte machen, konsequent und knallhart bestrafen – egal, wo sie ihren Sitz haben.»

Der amerikanische Drohfinger zeigt bereits Wirkung. Auch bei Schweizer Unternehmen. Vergangenen Samstag fand in der iranischen Hauptstadt Teheran ein Treffen der Handelskammer ISCC statt. Nezam-Mafi: „Dabei haben mehrere Schweizer Firmenvertreter gesagt, dass sie im Iran per sofort keine Aufträge mehr entgegennehmen. Einige haben sogar bereits Massnahmen eingeleitet, um ihre Büros im Iran zu schliessen.»

Bei den anwesenden Firmen handelt es sich um bekannte Grössen der Schweizer Wirtschaft wie ABB, Bühler, Novartis, Roche, Stadler Rail, Swisslog sowie die Genfer Grosskonzerne SGS (Warenprüfung) und MSC (Reederei). Welche Firma welche Massnahmen angekündigt hat, behält Nezam-Mafi für sich.

Bühler will „nicht ins Detail gehen»

Bekannt ist einzig, dass die Reederei MSC keine neuen Aufträge mehr annimmt. Das hat das Unternehmen diese Woche in einer Nachricht an seine Kunden mitgeteilt. Die anderen Firmen wollen sich nicht in die Karten schauen lassen. Der Ostschweizer Technologiekonzern Bühler etwa, der im Iran seit über 40 Jahren mit einem Produktionsstandort aktiv ist und dort 100 Mitarbeitende beschäftigt, schreibt auf

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

Umstrittene Postenbesetzung bei der Wiener Zeitung

By andrea.hodoschek@kurier.at (Andrea Hodoschek)

Im Prozess um die Umfärbung der Geschäftsführung tauchte ein bemerkenswertes Telefonprotokoll auf.

Seit fünf Jahren kämpft der ehemalige Geschäftsführer der staatlichen Wiener Zeitung,


Karl Schiessl
, gegen seinen Abgang. Die Gleichbehandlungskommission attestierte dem ehemaligen ÖVP-Manager, dass er „auf Grund der Weltanschauung“ bei der Neu-Ausschreibung des Postens 2013 diskriminiert wurde. Auf österreichisch: Er hatte das falsche Parteibuch.

Schiessl leitete das Medienunternehmen der Republik 15 Jahre lang, sein Vertrag war ausgelaufen. Nachfolger wurde


Wolfgang Riedler
, Beamter und ehemaliger Chef der Grazer SPÖ. Die Wiener Zeitung (WZ) ist politisch Chefsache, der Bundeskanzler hieß Werner Faymann.

Vor dem Arbeitsgericht klagte Schiessl knapp 600.000 Euro ein. Bei der letzten Verhandlung legte er nun ein handschriftliches
Telefonprotokoll vor, mit dem sich das Gericht noch länger beschäftigen wird.

Verfasser des Protokolls ist ein Manager des Verlages. Er notierte am 15. März 2013, 12 Uhr, in Stichworten sein Telefonat mit dem für die WZ zuständigen (und inzwischen pensionierten) Beamten im


Bundeskanzleramt
.

Angeführt sind die Namen einiger Bewerber samt Bemerkungen. Bei Riedler ist vermerkt „von Matzka !!!


SPÖ
, Graz“. Der inzwischen pensionierte SPÖ-nahe Manfred Matzka war der Chef der Präsidialsektion im Bundeskanzleramt, einer der einflussreichsten Beamten der Republik.

Weiters ist festgehalten, Matzka wolle, dass eine „Kommission“ entscheidet. Bei der Zusammensetzung der Kommission steht der Hinweis auf eine Personalberaterin: „Wentner, Matzka will Beeinflussbaren“.

Starker Tobak. Der Manager wird dazu befragt, beruft sich auf Erinnerungslücken. Er sei parteifrei und wolle nur in Ruhe arbeiten. Er wird auch zu einem Mail befragt, das er zwei Wochen später an Schiessl geschickt hatte und in dem wieder die Namen von Bewerbern angeführt sind. Sein

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

Duisburg: Nachtschicht am Hochofen 8 – die Angst vor dem Ende in der Stahlsparte von Thyssenkrupp

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Ein flüchtiger Kuss für Ehefrau Andrea, dann wirft Holger Reupke den Rucksack über die Schulter und macht sich auf in die Abenddämmerung. Wenn andere müde werden, kommt er auf Touren. Zumindest, wenn eine Nacht voller sprühender Sterne vor ihm liegt. Eine Schicht am Hochofen bei Thyssenkrupp, zusammen mit Männern wie ihm, Stahlkochern – den letzten ihrer Art in Deutschland, deren über Generationen gewachsene Welt bedroht wird von Überkapazitäten, Fusionen und Zollentscheidungen in Washington.

Die Vorbereitung lief „wie immer“: ein Nickerchen auf der braunen Ledercouch, eine Folge „Die Ruhrpottwache“, dann die Sat1-Nachrichten. Um 22 Uhr beginnt seine Arbeit. Holger wird eine Stunde früher da sein. Auch „wie immer“. Mit den Kumpels noch einen Kaffee trinken, reden. „Dat hat sich so eingebürgert“, sagt der Mann im karierten Freizeithemd. Am Gartentor winkt ihm ein Plastikfrosch nach, der im Beet kauert.

Thyssenkrupp will Stahlsparte loswerden

Holger wohnt im Städtchen Voerde am Niederrhein in einer rot geklinkerten Doppelhaushälfte. Davor parkt sein Mazda-SUV. Zur Arbeit fährt er am liebsten den Rhein entlang. Durch den Duisburger Stadtteil Walsum, wo das mächtige Kohlekraftwerk qualmt. Durch Marxloh, das Viertel mit dem Ruf der Bronx. Es gibt keine Dunkelheit im Pott. Weiße, gelbe, rote Industrielichter brennen, in deren Schein behelmte Menschen schuften und Dieselloks Güterwaggons umherschieben. Duisburg ist die Stadt, die niemals schläft. Hier wurde Holger geboren, er ist stolz darauf: „Ich bin im Hinterhof aufgewachsen.“<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.stern.de/wirtschaft/job/7986726.html?utm_campaign=wirtschaft&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>3

Am Horizont schimmert das Werk Bruckhausen von Thyssenkrupp, sein Ziel. „Fast fünfmal so groß wie Monaco“, sagt er. Eisenkochen ist seine Leidenschaft. Diese 1500 Grad heiße Suppe, die im Hochofen brodelt und beim Abstich mit einem Feuerwerk in die Rinne schießt. „Hömma“, sagt Holger, „dat is richtig schön. Wie hundert Silvester auf einmal. Auch wenn du dat schon tausendmal gesehen hast.“

39 Jahre lang empfand er sein Arbeitsleben als das große Los. Der Hochofen: Heimat. „Schon mein Vadda

Source:: Stern – Wirtschaft

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