Nach Autogipfel: Bund will bis Ende der Woche Klarheit für sauberere Diesel

Millionen Diesel-Besitzer sollen bald Klarheit über neue Maßnahmen gegen Fahrverbote wegen zu schmutziger Luft in deutschen Städten bekommen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte nach einem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Chefs der deutschen Hersteller am Sonntag in Berlin: „Wir wollen sehr zeitnah Entscheidungen treffen.» Oberste Priorität habe dabei die Flottenerneuerung – also Anreize, damit mehr Besitzer alte Diesel abgeben und sich ein saubereres Auto kaufen. Für Lieferdienste und Handwerker soll es ein Förderangebot für Umbauten an Motoren geben. Die SPD beharrt auf solchen Hardware-Nachrüstungen auch für Pkw.

Scheuer sprach nach dem Treffen mit der Autobranche vom „gemeinsamen Willen», eine Lösung für den Diesel und die Mobilität in Innenstädten zu erarbeiten. Auch über Hardware-Nachrüstungen sei geredet worden. Nun werde es weitere Gespräche in der Bundesregierung und mit den deutschen Herstellern geben. Bis Ende der Woche ist dann „eine Konkretisierung der Maßnahmen und Pläne über die Gesamtthematik» vorgesehen. Am 1. Oktober soll sich der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD unter anderen mit diesem Thema befassen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr.

Die SPD dringt dafür weiter auf Hardware-Nachrüstungen für Pkw. „Ich hoffe, es haben jetzt alle Beteiligten bei der Union und in den Chefetagen der Automobilhersteller verstanden, dass die technische Nachrüstung von Euro 5 und Euro 6 Dieselfahrzeugen kommen muss», sagte Fraktionsvize Sören Bartol der dpa. Sonst drohten Fahrverbote, das Vertrauen in den Diesel sinke weiter, Arbeitsplätze seien in Gefahr. Wer nur auf den Verkauf von Neuwagen und die technische Nachrüstung von Fahrzeugen von Handwerkern und Lieferdiensten setze, springe zu kurz. „Wir dürfen die vielen Pendler nicht vergessen.»

In den monatelangen Koalitionsstreit war nach dem jüngsten Urteil zu Fahrverboten in Frankfurt am Main im nächsten Jahr Bewegung gekommen. <a target="_blank" rel="nofollow" title="Angela Merkel: Angela Merkel" href="https://www.stern.de/politik/deutschland/themen/angela-merkel-4540550.html?utm_campaign=wirtschaft&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard"

Source:: Stern – Wirtschaft

Bahntechnologie: Auf dem Weg zum „gläsernen Zug“

By thomas.pressberger@kurier.at (Thomas Pressberger)

Voestalpine tüftelt an neuen Entwicklungen mit 3-D-Druck, Sensorik und Künstlicher Intelligenz.

Praktisch jeder Teil eines Zuges und der Infrastruktur kann überwacht werden. Virtual Reality (VR), Künstliche Intelligenz (KI), Infrarot und Akustik machen das möglich. Zwei Sachen haben Franz Kainersdorfer, Vorstand der Metal Engineering Division des Technologiekonzerns


voestalpine
, bei der diesjährigen internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik in Berlin, der Innotrans, überrascht: Wie sehr Sensorik und Digitalisierung in der Bahntechnologie Einzug genommen haben und welche Rolle Additive Manufacturing, also 3-D-Druck, in diesem Bereich mittlerweile spielt. „Man kann sagen, dass sich die Digitalisierung und die Bahn gefunden haben“, sagt Kainersdorfer. Immer mehr Unternehmen seien in diesem Bereich tätig, wie die Messe gezeigt habe.

Komponenten

Und der 3-D-Druck helfe inzwischen, wichtige Komponenten optimal zu gestalten. Etwa das Herzstück einer Weiche – jene Stelle, wo in der Schiene ein kleines Loch für den Spurkranz bleiben muss, damit der Zug je nach Stellung der Weiche in die eine oder die andere Richtung fahren kann. Auch Designlösungen zur Befestigung der Schiene an der Schwelle werden durch 3-D-Druck verbessert. Um im schärfer werdenden Wettbewerb mithalten zu können, hat die

voestalpine ihre Bereiche Schiene und Weiche im neuen Bereich Railway Systems zusammengefasst. „Der Bedarf des Kunden geht in Richtung Systemangebot. Man muss als Gesamtanbieter auftreten“, sagt Kainersdorfer.

Ein neuer Trend ist, mittels Sensoren den Zustand der Komponenten zu erfassen und mit Algorithmen und


Software
dem Kunden die Infos auf den Bildschirm zu liefern. „Damit erkennt er den Zustand der Strecke und weiß genau, wann, wo und was instandzusetzen ist“, so Kainersdorfer. Das spart Kosten, denn statt zyklischer Instandsetzung kann diese nun punktgenau erfolgen, was zum Beispiel Verschleiß spart, der bei unnötigem Schleifen einer Schiene entstehen würde.

Weichen, Schienen, Schwellen,

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

Geldwäscherei: EU will Untersuchung zu Danske Bank

Dänemarks grösstes Kreditinstitut Danske Bank steht im Zentrum eines mutmasslichen riesigen Geldwäschereiskandals mit einem möglichen Umfang von bis zu 200 Milliarden Euro. (Archivbild)

Brüssel – Die EU-Kommission fordert eine Untersuchung zum Geldwäschereiskandal bei Dänemarks grösstem Kreditinstitut, der Danske Bank. Dabei solle untersucht werden, welche Versäumnisse bei der Bankenaufsicht zu dem Skandal geführt haben könnten.

Dies sagte Kommissionssprecher Christian Wigand am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel. Wigand bestätigte damit einen Bericht der britischen Zeitung „Financial Times».

Dem Sprecher zufolge hat die EU-Kommission einen Brief an die derzeit in London ansässige Europäische Bankenaufsicht adressiert und die EU-Institution gebeten, ihre Befugnisse „vollständig zu nutzen», um zu untersuchen, was bei der Überwachung der estnischen Filiale der Dankse Bank schief gelaufen ist. Bei dem Skandal, der am Mittwoch zum Rücktritt von Danske-Bank-Chef Thomas Borgen geführt hatte, geht es um Geldwäscherei bei der Tochter der Bank in Estland.

Laut „Financial Times», die nach eigenen Angaben den Brief der EU-Kommission einsehen konnte, verlangt die Brüsseler Behörde absolute Dringlichkeit bei der Untersuchung des Vorfalls. Dem Kommissionssprecher zufolge will die zuständige EU-Kommissarin Vera Jourova den Fall am 2. Oktober bei einem EU-Finanzministertreffen in Luxemburg auf die Tagesordnung setzen. Sie wolle dabei auch Vorschläge zur Verhinderung von Geldwäscherei vorlegen.

Laut der Danske Bank, die einen unabhängigen Bericht zu dem Fall angefordert hatte, hat die estnische Filiale zwischen 2007 und 2015 Transaktionen im Umfang von rund 200 Milliarden Euro über Konten von 15’000 nicht-estnischen Kunden vorgenommen. Ein Teil dieser Ein- und Auszahlungen gilt als verdächtig, ein Grossteil davon könnte aus Russland stammen.

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

Diesel-Gipfel: Noch keine Einigung bei Diesel-Spitzentreffen

Die Pressekonferenz nach dem Dieselgipfel vor gut einem Jahr war fast vorbei, da ließ der damalige VW-Chef Matthias Müller die Katze aus dem Sack. Software-Aktualisierungen seien akzeptabel, doch technische Umrüstungen von Diesel-Fahrzeugen zur Senkung des Schadstoffausstoßes halte die Industrie „im Grunde genommen für ausgeschlossen“. Diese Haltung haben die Konzerne lange durchgehalten, mit Rückendeckung der Bundesregierung. Dabei war von Anfang an klar, dass es zur Abwendung von Fahrverboten nicht ausreichen wird, auf die Bordcomputer lediglich eine neue Software aufzuspielen. Jetzt sollen die Hersteller vermutlich doch dazu gezwungen werden, ältere Diesel mit modernen Katalysatoren nachzurüsten.

Bis zum 1. Oktober will die Regierung nun Maßnahmen konkretisieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Chefs der deutschen Autokonzerne am Sonntagnachmittag zu einer ersten Runde ins Kanzleramt geladen, um den seit über einem Jahr schwelenden Streit endlich beizulegen. Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), einer der eifrigsten Unterstützer der Autoindustrie, nahm an dem Treffen teil. Nach einem Bericht des Magazins Spiegel hat sich Merkel festgelegt, ältere Fahrzeuge mit Stickoxid-Katalysatoren nachrüsten zu lassen. Sie habe Scheuer zur Vorlage einer gesetzlichen Lösung aufgefordert, damit umgerüstete Wagen der Euro-5-Klasse in mögliche Fahrverbotszonen fahren dürfen. Das ist bisher nicht möglich.

Umrüstung zu kompliziert und zu teuer

Die CDU-Vorsitzende wolle das lästige Thema vom Tisch haben, nachdem sich ihr Minister ständig quergelegt habe, heißt es. Merkel handle auch auf ausdrücklichen Wunsch des im Wahlkampf…Lesen Sie den ganzen Artikel bei mz-web

Source:: MZ – Wirtschaft

Erster deutscher Hersteller verzichtet: Porsche fährt in Zukunft ohne Diesel

Ein Porsche Cayenne mit Diesel-Motor bei einem Händler in Viersen (Deutschland). (Archivbild)

BERLIN –
Porsche steigt als erster deutscher Autokonzern aus dem Diesel aus. Von Porsche werde es künftig keinen Diesel mehr geben, sagte Porsche-Vorstandschef Oliver Blume.

Der Stuttgarter Sportwagenbauer wolle sich künftig auf das konzentrieren, was er besonders gut könne, sagt Porsche-Vorstandschef Oliver Blume der „Bild am Sonntag». Das seien emotionale, leistungsstarke Benziner, Hybride und ab 2019 würden es auch reine Elektrofahrzeuge sein.

Der Rückzug der VW-Tochter ist eine Reaktion auf die Dieselkrise. „Wir haben nie selbst Dieselmotoren entwickelt und produziert. Dennoch hat das Image von Porsche gelitten. Die Dieselkrise hat uns viel Ärger bereitet», sagte Blume.

Als weiteren Grund für den Ausstieg nannte Blume die Schärfung des sportlichen Markenkerns. „Für uns ist schon wichtig, dass sich Motoren sportlich fahren lassen», so Blume. „Einen Benziner kann man da ganz anders auslegen. Porsche wird in Zukunft noch mehr Porsche sein als in der Vergangenheit. Stark auf Leistung und Effizienz getrimmt. Der Diesel zielt auf andere Fahreigenschaften ab.»

Verdacht auf manipulierte Motoren

Seine bisherigen Diesel-Kunden will der Sportwagenbauer weiter betreuen. „Halter von Porsche-Diesel-Fahrzeugen müssen sich um den Service keine Sorgen machen», so Blume. Porsche hat fast zehn Jahre Diesel-Fahrzeuge angeboten.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelte bei Porsche wegen Betrugs zuletzt gegen drei Beschuldigte, darunter den amtierenden Entwicklungsvorstand Michael Steiner. Ein ehemaliger Motorenchef des Stuttgarter Autobauers kam vorübergehend in Untersuchungshaft.

Porsche entwickelt zwar selbst keine Dieselmotoren, soll dem Verdacht zufolge aber manipulierte Motoren der VW-Tochter Audi wissentlich übernommen haben. (SDA)

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

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