Filmkritiken der Woche: Jenseits von Oz mit Judy Garland

By alexandra.seibel@kurier.at (Alexandra Seibel)

Renée Zellweger spielt Judy Garland, Daniel Craig wechselt von Bond zum Privatdetektiven und chinesische Politik fordert ihre Opfer.

Alle anderen Mädchen werden Hausfrau, Kassiererin oder Mutter. Nur Judy Garland nicht. Sie ist anders. Sie hat diese wunderbare Stimme – und sie wird Weltstar.

Der mächtige Filmstudioboss Louis B. Mayer spricht klare Worte zu Judy Garland, die in seiner Großproduktion „Der Zauberer von Oz“ die Hauptrolle spielt: Wer ein Star werden will, muss leiden.

Garland ist gerade 17 und möchte gern ein ganz normaler Teenager sein. Doch Hamburger essen ist verboten, das macht dick. Schwimmen geht auch nicht, das schadet der Frisur. Statt Hamburger gibt’s Appetitzügler, zum Einschlafen Schlaftabletten.

Schlaflosigkeit und Tablettensucht wird sie ihre ganzes Leben begleiten.

Renée Zellweger ist nicht Judy Garland, aber eine tolle Version davon. Sie verschwindet nicht völlig in der Rolle, sondern verschmilzt sie kongenial mit ihrer eigenen Star-Persona.

Constantin

Sehr beeindruckend: Renée Zellweger als angegriffene Judy Garland

Desaströs

Zellweger ist Zellweger ist Garland in ihrem letzten Lebensjahr 1969, wo sie in London eine Serie von – oft desaströsen – Konzerten gibt.

Zu diesem Zeitpunkt hat die Sängerin schwere Geldsorgen. Sie muss für schlecht bezahlte Auftritte durch die Provinz tingeln, kann ihren zwei jungen Kindern – ihre älteste Tochter Liza Minnelli ist bereits erwachsen – kein stetes Zuhause bieten, ficht einen Scheidungsprozess aus und trinkt zu viel. In Amerika ist ihr Stern am Sinken, aber die Briten lieben sie. Die Konzerte in London sollen ihr auf die Beine helfen.

Nun gibt es kaum einen erbärmlicheren Anblick, als wenn ein betrunkener Star auf die Bühne taumelt, das Publikum beschimpft und dann zu Boden stürzt. Typischerweise werden Frauen solche

Source:: Kurier.at – Kultur

(Visited 6 times, 1 visits today)