ÖBB rechnen heuer mit 800 Mio. Euro Umsatzausfall wegen Corona

Personenverkehr mit Fahrgasteinbruch von bis 40 Prozent. Auch Güterverkehr
leidet.

Die Coronakrise trifft die Österreichischen Bundesbahnen massiv. „Wir rechnen heuer mit etwa 800 Millionen Euro Umsatzverlust in Folge von Covid“, sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Dabei komme der größere Teil aus dem Personenverkehr mit knapp 450 Mio., im Güterverkehr erwarte man rund 300 Mio. Umsatzverlust und in der Infrastruktur kleinere Einbußen.

„Das ist mehr als eine Delle“, so der Bahn-Chef. Unterm Strich erwarten die ÖBB heuer statt wie ursprünglich geplant über circa 170 Mio. Euro Gewinn bei 4,6 Milliarden Umsatz nun einen operativen Verlust (EBT) von rund 50 Mio. Euro. „Vielleicht wird’s noch eine Spur besser“, will Matthä die Hoffnung nicht ganz aufgeben.

Trotz der Einbußen denkt man bei den ÖBB nicht an Kündigungen. „Wir stecken mitten in einer Pensionswelle“, jährlich verliere man in die Pension mehr als 1.500 Mitarbeiter.

Der Personenverkehr der Bundesbahnen war am Höhepunkt der Coronakrise bis zu 90 Prozent eingebrochen. Inzwischen beträgt der Rückgang bei den Fahrgästen immer noch 30 bis 40 Prozent.

Dass jetzt viel weniger Leute in die Züge einsteigen, sei auf drei Faktoren zurückzuführen: Mehr Arbeitslose und Kurzarbeiter, mehr Teleworking im Homeoffice, sowie Fahrgäste, die aus Angst vor einer Ansteckung im Zug auf das Auto umgestiegen sind. Jeder Faktor steuere rund ein Drittel zum Passagierverlust bei.

Dabei betont der Bahnchef, dass das Zugfahren sicher sei: Neben der Maskenpflicht auch am Sitzplatz, deren Nichteinhaltung mit Strafen geahndet werde, gebe es auch verstärkte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen.

Die Klimaanlagen arbeiten mit Frischluftzufuhr. Die Bahn plane daher auch eine Kampagne, um den Leuten die Angst zu nehmen und die Lust am Bahnfahren zu steigern. Und schließlich hoffe man auf eine Impfung, ein wirksames Medikament und Schnelltests. „Gegen den Klimawandel gibt es keine Impfung“, erinnert Matthä, dass Bahnfahren gegenüber dem Auto und dem Lkw deutlich umweltfreundlicher und CO2-emissionsärmer ist.

Der Güterverkehr leidet ebenfalls

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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