Erst Facebook, dann Angelobung: Kurz spricht von „Resignation und Wut“

By johanna.hager@kurier.at (Johanna Hager)

Seit Montag ist Kurz nicht mehr Kanzler, vor der Angelobung entschuldigt er sich bei seinen Unterstützern.

Wenige Stunden ehe Sebastian Kurz sich der Öffentlichkeit in seiner neuen Rolle – als Klubchef der ÖVP im und dem Parlament präsentieren wird – lässt er Donnerstagmorgen via Facebook die vergangenen Tage Revue passieren.

Geht es nach Kurz und seiner knapp fünf minütigen Rede in einer Bürokulisse mit Spiegel und Topfpflanze, so war es „für viele in unserem Land eine emotionale Achterbahnfahrt“.

„Achterbahnfahrt“

Der ÖVP-Chef könne Gefühle wie „Enttäuschung, Resignation, Wut sehr gut nachvollziehen“… und „um ehrlich zu sein, für mich hat es sich genauso angefühlt“.

Der 35-Jährige bedankt sich bei seinen Unterstützern, die ihm Kraft gegeben hätten. Nun gehe es allerdings darum, „dass Österreich eine stabile Regierung hat“. 

Diese wird seit Montag von Alexander Schallenberg geführt. Der Kanzler ist heute auf seiner ersten Auslandsreise in Brüssel und wird daher nicht anwesend sein, wenn der ÖVP-Chef, mit dem er eng zusammenarbeiten will, weil „alles andere demokratiepolitisch absurd wäre, von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka angelobt werden wird. 

Kurz habe „einen Schritt zur Seite gemacht und Alexander Schallenberg als Bundeskanzler vorgeschlagen. Damit er und das ganze Regierungsteam für unser Land arbeiten kann und nicht eine Vierer-Koalition aus Rot-Grün-Neos und der FPÖ vielleicht für chaotische Zustände gesorgt hätte“, wie er in seinem Facebook-Statement sagt. 

Dann wiederholt der ÖVP-Chef, was er bereits auf Twitter wissen ließt: „Klar ist, ich bin kein Schattenkanzler.“ Er werde „als Bundesparteiobmann und Klubobmann alles tun, um Alexander Schallenberg und das Regierungsteam bestmöglich zu unterstützen, damit all das auch umgesetzt werden kann, was wir uns im Regierungsprogramm vorgenommen haben. Und mit dem Beschluss von Steuerreform und Budget gehen wir genau diesen Weg“.

Nachdem Sebastian Kurz erklärt wofür das „türkise System“ steht – politisch nämlich („Wir stehen für die Entlastung der arbeitenden Menschen in diesem Land.“ u.a.) spricht er die Chatprotokolle an, die schlussendlich zu

Source:: Kurier.at – Politik

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