Ketchup-Macher Spak stöhnt über hohe Tomaten-Preise

By simone.hoepke@kurier.at (Simone Hoepke)

Die Grundrohstoffe für die wichtigsten Spark-Produkte haben sich empfindlich verteuert. Die Gründe liegen auch in China

Tomaten-Ketchup im großen Stil zu produzieren war auch schon einmal leichter, weiß Peter Spak, dessen gleichnamiges Unternehmen auf Ketchup, Mayonnaise und diverse Saucen spezialisiert ist. Produziert wird im niederösterreichischen Gallbrunn (Schwerpunkt Mayonnaise) sowie in Tschechien (Ketchup), geliefert an Handel wie Gastronomie. Rund 200 Mitarbeiter (50 davon in Österreich) arbeiten für den Betrieb, die meisten davon in der Produktion.

Doch dort hat man es immer schwerer, genügend Rohstoffe zu bekommen, sagt Firmenchef Spak. „Wichtige Rohstoffe, wie Rapsöl oder Paradeiser, sind teilweise schwer verfügbar und um bis zu 60 Prozent im Preis gestiegen.“ Zur Größenordnung: Spak verarbeitet rund 2.000 Tonnen zweifach konzentriertes Tomatenmark im Jahr.

Höhenflug der Tomate

Für die angespannte Situation bei Tomaten gibt es eine ganze Reihe von Gründen, viele davon haben ihre Wurzeln in China. „Dort steigt der Wohlstand und der Inlandskonsum, es werden weniger Tomaten nach Europa exportiert“, erläutert Spak-Geschäftsführer Alexander Müller. Außerdem habe chinesische Ware zunehmend ein Imageproblem bei europäischen Konsumenten, weshalb viele Verarbeiter nun lieber in Europa einkaufen. Kurz: Ware aus Europa wird knapp.

Spak/Daniela Klemencic

Die Firma Spak ist zu 100 Prozent in Familienhand. Hauptprodukte sind Ketchup und Mayonnaise. Die Grundzutaten haben empfindlich verteuert

Das spürt auch Spak. Das 1935 gegründete Traditionsunternehmen hat immer in Europa eingekauft, Tomaten zuletzt zu 100 Prozent in Italien. Dort wird sechs bis acht Wochen im Jahr geerntet und an die Tomatenmark-Produzenten geliefert, die die Ware haltbar machen und als konzentriertes Tomatenmark übers Jahr hinweg verkaufen. Derzeit sind sie allerdings so gut wie ausverkauft, ist zu hören. Dazu kommt, dass diverse Stärke- und Konservierungsmittel teuer geworden sind, da sie aus China und Indien angekarrt werden müssen und die Frachtraten explodiert sind. Genauso wie die Energie- und Verpackungsmaterialpreise. Allein Aluminium ist um bis zu 40 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.