Hinter den Kulissen: Was macht ein Regieassistent?

By nina.oberbucher@kurier.at (Nina Oberbucher)

Georg Mayrhofer sorgt seit mehr als 30 Jahren dafür, dass Film- und Seriendrehs reibungslos ablaufen. Nun hat er ein Buch über die Arbeit am Set geschrieben – und einen neuen „Tatort“.

Wenn ein Drehtag nach Plan läuft, dann ist Georg Mayrhofer zufrieden – denn dann hat man „etwas richtig gedacht“.

Mayrhofer ist seit mehr als 30 Jahren als Regieassistent für Film und Fernsehen tätig. Anders als die Berufsbezeichnung vielleicht vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um einen Zwischenschritt auf dem Weg zur Regie: Die Regieassistenz ist eine Art „Drehachse“, die in ständigem Austausch mit den anderen Departments beim Film steht, erklärt der gebürtige Wiener. „Man muss die künstlerischen Intentionen verstehen, andererseits muss man auch recht handfest und bodenständig sein, weil es beim Film auch um faktische Dinge wie abgesperrte Straßen, schlechtes Wetter oder die Verfügbarkeit von Schauspielern geht.“

Verfolgungsjagden

Seine Arbeit beginnt in der Regel mehrere Wochen vor dem Dreh mit dem Lesen des Drehbuchs. „Der Regieassistent ist der erste, der feststellt: Aha, in dieser Szene haben wir eine Autoverfolgungsjagd, also werden wir wahrscheinlich Stuntleute, Autos und eine Straßengenehmigung brauchen. Dafür muss man die notwendigen Besprechungen organisieren.“

Das Erstellen des Drehplans, die Organisation der Komparserie und Drehortbesichtigungen gehören ebenfalls zu seinem Job. Beim Dreh achtet Mayrhofer darauf, dass der Plan eingehalten wird, macht Setansagen („Ruhe, wir drehen!“) oder weist noch einmal freundlich auf Zeitvorgaben hin: „Es ist auch gut, wenn man dann noch mal sagt: ,Ihr könnt’s euch eh erinnern, um zwölf sperrt diese Kirche zu und dann müssen wir alle Szenen haben, in denen die Schauspieler rein- und rausgehen!‘“

Zuletzt große Aufmerksamkeit hat der Beruf des Regieassistenten nach dem tödlichen Schussunfall am Set des US-Western „Rust“ bekommen. Der dortige First Assistant Director hat später angegeben, dass er die Waffe nicht überprüft hatte. Ob er dafür überhaupt zuständig war, wird nun diskutiert. Hierzulande gehöre das

Source:: Kurier.at – Kultur

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