Das Mädchen, der Mechaniker

By Diana.dauer@kurier.at (Diana Dauer)

Technische Berufe sind immer noch oft männlich konnotiert. Im KURIER-Gespräch erzählt eine Mechatronikerin, über Gegenwind bei der Lehrstellensuche und was sie zur Besten macht.

In Österreich scheint es in den Köpfen mancher Menschen noch, gelinde gesagt, genaue Vorstellung darüber zu geben, für welchen Beruf Männer oder Frauen geeignet oder eben nicht geeignet seien. Vor allem technische Berufe sind vornehmlich männlich dominiert, während soziale Berufe (manchmal nicht einmal) unter vorgehaltener Hand als „typische Frauenberufe“ bezeichnet werden. Das sollte im 21. Jahrhundert schon lange kein Thema mehr sein. Ist es aber. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es gleich mehrere Initiativen gibt, die versuchen, Mädchen und Frauen in MINT- Berufe ( Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu bekommen. Um mit veralteten Strukturen aufzuräumen und das Potenzial einer Gesellschaft, nicht eines Geschlechts zu fördern.

Dennoch: Unter den Top-50-Lehrausbildungen, die am häufigsten von Mädchen gewählt werden, findet sich 2019 erst auf dem achten Platz ein technischer. Die Metalltechnik. Diese Ausbildung wurde 2019 von 1.077 Mädchen gewählt. Das sind drei Prozent aller Lehrlinge für dieses Fach in diesem Jahr. Bei der Mechatronik-Lehre waren sogar nur 0,9 Prozent weiblich.

Jennifer Oberegger ist 22 Jahre alt.Ausgebildete Mechatronikerin und so gut in dem, was sie tut, dass sie 2020 eigentlich für das Team Austria zu den EuroSkills2020 gefahren wäre und um den Titel der besten Fachkraft bei der Europameisterschaft gekämpft hätte (Veranstaltung Covid-bedingt auf unbestimmte Zeit verschoben).

Mit dem KURIER hat sie darüber gesprochen, dass der Traum, als Mädchen Mechanikerin zu werden, „kein Witz ist“ und was es braucht, um in der Technik meisterhaft zu sein.

AustrianSkills

KURIER: Frau Oberegger, sie sind mittlerweile Lehrlingsausbilderin im Fach Mechatronik für die Firma Infineon in Kärnten, wo Sie selbst Ihre Lehrausbildung gemacht haben. Wieso haben Sie sich für dieses Fach entschieden?

Jennifer Oberegger: Das war eigentlich Zufall. In der Hauptschule habe ich mich einmal getraut

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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