Aktion scharf gegen die Fußballer-Berater

By guenther.pavlovics@kurier.at (Günther Pavlovics)

2019 verdienten Agenten 550 Millionen, die FIFA will nun die Provisionen begrenzen.

Berater Mino Raiola soll im Jahr 2016 für den Transfer von Paul Pogba von Juventus Turin zu Manchester United 49 Millionen Euro bekommen haben. Und Ronaldo-Berater Jorge Mendes soll laut Wirtschaftsmagazin Forbes 2018 fast 90 Millionen Euro verdient haben.

Das mögen Ausnahmefälle sein. Das sind zwei der schillerndsten Spielerberater. Ein dritter ist der Israeli Pini Zahavi, der auch David Alaba berät. Der 65-Jährige machte sich bei den Bayern und deren Fans noch unbeliebter als der österreichische Kicker. Ex-Teamspieler Dietmar Hamann sagte: „Wenn du dir einen Berater wie Zahavi holst, der kein Verhältnis zum Spieler hat, der zum Verein kein Verhältnis hat, der den letzten Euro aus dem Verein herauspressen will, dann passiert das, was jetzt passiert ist.“

Undurchsichtige Deals

Das Transferwesen ist ein Wildwuchs, unübersichtlich und ohne Regeln. Weder Beteiligungen an Ablösesummen noch an Gehältern werden kontrolliert und schon gar nicht dokumentiert. Das will der Weltverband nun ändern, um Korruption, Geldwäsche und Steuerflucht zu verhindern. FIFA-Präsident Gianni Infantino: „Die EU sagt uns seit Jahren, dass wir im Transferwesen aufräumen sollen. Als Spieler musst du den Überblick haben: Wer ist dein Agent? Wer ist der des Klubs? Was wird für wen bezahlt? Es muss transparent sein. Sonst hat man immer das Gefühl, dass etwas Zwielichtiges läuft.“

Die FIFA befindet sich derzeit in der dritten und abschließenden Konsultationsrunde mit allen beteiligten Parteien. „Wir wollen wieder ein System installieren, das finanzielle Transparenz sicherstellt, und einen Standard an Grundversorgung einführen“, sagte James Kitching, FIFA-Direktor Football Regulatory. Die FIFA will, dass Agenten maximal drei Prozent (statt acht bis zehn Prozent wie bisher) des Jahreslohnes eines Spielers bekommen – und höchstens zehn Prozent der Ablöse.

Ein Beispiel: Spieler X wechselt für zehn Millionen Euro zu Klub Y und verdient eine Million pro Jahr. Agent A vom abgebenden Klub erhält

Source:: Kurier.at – Sport

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