„Weinkrieg“ zwischen Italien und Kroatien flackert wieder auf

Die EU-Kommission will den kroatischen Begriff „Prosek“ genehmigen. Die Italiener sehen darin einen Anschlag auf ihren Prosecco.

Prosecco gegen Prosek: Der „Weinkrieg“ zwischen Italien und Kroatien flackert wieder auf. Die Europäische Kommission wird den Antrag der kroatischen Behörden auf Eintragung des traditionellen Begriffs „Prosek“ im Amtsblatt der EU veröffentlichen. Dies schrieb die EU-Kommission als Antwort auf eine dringende Anfrage der italienischen EU-Abgeordneten Mara Bizzotto.

„Verrückte Entscheidung“

„Angesichts dieser verrückten Entscheidung der EU sind wir bereit, auf die Barrikaden zu gehen, um den italienischen Prosecco auf jede Art und Weise zu verteidigen, denn es muss jedem klar sein, dass der einzig wahre Prosecco, der ist, der in unserem Norditalien hergestellt wird“, so Bizzotto in einer Presseaussendung am Montag.

In den nächsten zwei Monaten, in denen die Fristen für Einsprüche und Beschwerden vor der endgültigen Entscheidung der EU-Kommission laufen, kündigte Bizzotto, Parlamentarierin der Lega, einen „erbitterten Kampf“ an, „um die Qualität unseres Prosecco und die Arbeit von Tausenden von Unternehmen zu verteidigen“.

Zagreb hatte in Brüssel ein Verfahren zur internationalen Anerkennung des Namens seines dalmatinischen Süßweins Prosek gestartet. Kroatien hatte bereits nach seinem EU-Beitritt 2013 die Anerkennung des Begriffs „Prosek“ gefordert, was von Brüssel jedoch wegen der zu starken Ähnlichkeit zum italienischen „Prosecco“ abgelehnt wurde. Jetzt versucht es Kroatien neuerlich und zieht sich damit harsche Kritik aus Italien zu.

„Die Entscheidung der Europäischen Kommission über die Anerkennung der geschützten geografischen Angabe des kroatischen Weins Prosek ist falsch. Das Landwirtschaftsministerium hat sich bereits gegen diese Anerkennung ausgesprochen und wird alle zweckdienlichen Argumente anführen, um den von Kroatien gestellten Antrag auf Eintragung abzulehnen“, so das italienische Landwirtschaftsministerium in einer Stellungnahme.

Meistexportierter Wein

Luca Zaia, Präsident Venetiens, der norditalienischen Region, in der der Prosecco hergestellt wird, protestierte gegen die EU-Kommission. „Europa verteidigt die Identität seiner Gebiete nicht“, kritisierte Zaia.

Italien hat die Markenrechte für seinen Prosecco schon vor Jahren im europäischen Binnenmarkt geschützt. Damit

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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