Branchendebatte: „Ruhe vor dem Sturm“ bei Filmförderung

Bei Konferenz der Filmwirtschaft auch ORF-Chef Weißmann und ÖVP-Medienministerin Raab vertreten.

Am 1. Jänner trat die Neuaufstellung der Fimförderung mit deutlich höheren Geldmitteln in Kraft. Bei der gut besuchten CIMIx-Konferenz in der Wirtschaftskammer in Wien stand das Thema am Donnerstag prominent auf der Agenda. Auch die Politik ließ sich beim Besprechen positiver Themen gerne sehen – in Person von Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) und Medienministerin Susanne Raab (ÖVP).

Es kam dabei auch zu einem Treffen von Raab und ORF-Chef Roland Weißmann, nachdem Raab medial Einsparungen beim ORF eingemahnt hatte.

Weißmann lachte mit, als Raab sich darüber freute, „einmal etwas Positives“ besprechen zu können. Auch in die allgemeine Freude über das Filmanreizmodell stimmte er ein. Streaming sei auch für den ORF ein großes Thema – auch die Kooperationen mit ServusTV strich er hervor. 

Weißmann betonte, dass der ORF im Vorjahr 106 Mio. Euro in die Filmwirtschaft investiert habe. Auf einen Appell von Gastgeber Alexander Dumreicher-Ivanceanu (WKO) hin, dass der ORF ein finanziell unabhängiger, starker Partner bleiben soll, antwortete Raab, dass sie „vor vielfältigen Herausforderungen“ stehe und mit Weißmann in „sehr engem und wertschätzenden Austausch“. 

Diskussion über Deckel

Danach wurden die neuen Förderschienen ÖFI+ und FISA+ im Detail diskutiert. Auch ein Vertreter von Netflix saß im Publikum.

Es kam die Frage auf, ob die fürs erste Jahr veranschlagten 15,5 Mio. für ÖFI+ (20 Mio. bei FISA+) als Deckelung zu verstehen seien. Werner Zappe vom Österr. Filminstitut (ÖFI) wies auf das Bekenntnis der Regierung hin, bei Bedarf diese Zahlen zu überschreiten. Auch  Wirtschaftsminister Martin Kocher hatte zuvor in einer Videobotschaft erneut betont, dass der Vorteil des Filmanreizmodells darin bestehe, dass es nicht strikt gedeckelt sei.

Gefragt nach den Einreichungen der ersten Tage sprach Zappe von einer „Ruhe vor dem Sturm“.

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