Voestalpine: Drahterzeugung mit 400 km/h

Das vollautomatisierte Drahtwalzwerk in Donawitz sorgt für internationale Aufmerksamkeit.

Es war sogar dem Wall Street Journal eine Meldung wert: das neue Drahtwalzwerk der Voestalpine in Donawitz. Als Donald Trump auf die Idee kam, Zölle auf Stahl und Aluminium einzuführen um Arbeitsplätze in der US-Stahlindustrie zu schaffen, zeigte das Beispiel aus Österreich die Realitätsferne des US-Präsidenten. Moderne Stahlwerke benötigen fast keine Mitarbeiter mehr, es läuft fast alles automatisch ab.

Keine Handarbeit

140 Millionen Euro hat die Voestalpine vor drei Jahren in die 800 Meter lange Anlage investiert, die jährlich 450.000 Tonnen Draht produziert. „Der Unterschied zu anderen Anlagen ist, dass kein Mitarbeiter hier noch etwas händisch macht. Wir haben einen zentralen Leitstand, auf dem drei Mitarbeiter pro Schicht die ganze Anlage bedienen“, sagt Franz Kainersdorfer, Vorstand der Voestalpine und Leiter der Division Metal Engineering.

Das ist nur durch einen sehr hohen Digitalisierungsgrad möglich. Mehr als 2.000 Sensoren sind in der Anlage eingebaut, die den Draht von der Entnahme bis zur Bundbildung verfolgen, Produktions- und Steuerinformationen aufnehmen und in einzelne Automatisierungssysteme einschleusen. Mit einer entsprechenden Steuerung wird die Drahtstraße vollautomatisch betrieben.

Drähte wie Stäbe

Mit bis zu 400 km/h rast der Draht durch die Anlage. Große Stahlbolzen werden immer dünner gewalzt, es können Drähte mit einem Durchmesser von fünf bis 50 Millimeter hergestellt werden. „Bei den dickeren handelt es sich fast schon um so etwas wie einen Stab“, erklärt Kainersdorfer. Die Drähte werden für verschiedene Industriesegmente produziert.

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Durch die Digitalisierung wurden nicht Jobs vernichtet, sondern hochwertige geschaffen, sagt Voestalpine-Vorstand Franz Kainersdorfer (re).

„Die Aufgabe der Mitarbeiter hier ist Überwachung und Regulierung. Das beschränkt sich darauf, nur dann einzugreifen, wenn es zu Störungen kommt“, sagt Kainersdorfer. Mitarbeiterabbau gab es durch die Automatisierung keinen, stattdessen

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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