Gewerkschaft: Billig-Airlines sollen künftig Fairnesszuschlag zahlen

Jene Airlines, die ihr Personal regelwidrig entlohnen, sollen wieder die volle Ticketsteuer berappen. Das fordert vida-Chef Roman Hebenstreit.

Am frühen Mittwochnachmittag sind die Betriebsversammlungen der Bord-Belegschaft von AUA und von den Billig-Airlines Eurowings, Laudamotion/Ryanair und Level am Wiener Flughafen zu Ende gegangen. Die AUA hatte vorsorglich 24 Flüge gestrichen bzw. umgeleitet. Weitere Beeinträchtigungen gab es anscheinend nicht.

„Keine Wartezeiten, es war alles sehr ruhig“, bestätigt AUA-Sprecherin Tanja Gruber dem KURIER. Der reibungslose Ablauf war auch dem Umstand geschuldet, dass zum Beispiel AUA-Bordmitarbeiter ihre Pausen nutzten, um die Betriebsversammlung zu besuchen.

Grund für diese Versammlungen ist der ruinöse Preiskampf vor allem der Billig-Airlines am Standort Wien, der laut Verkehrsgewerkschaft vida auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird. Während bei der AUA der Einstiegsgehalt für Flugbegleiter 1.700 Euro Brutto im Monat beträgt, sollen diese laut Gewerkschaft bei Billig-Airlines wie Wizz und Level nicht einmal 1.500 Euro verdienen.

Kurier/Juerg Christandl

vida-Chef Roman Hebenstreit

Solidarität gefragt

„Es gibt eine hohe Betroffenheit, weil alle erkennen, was sich in der Luftfahrt derzeit abspielt. Dadurch wächst auch der Zusammenhalt“, sagt vida-Chef Roman Hebenstreit zum KURIER. „Einzelne Airlines am Standort Wien sind nicht bereit, einer Flugbegleiterin 1.500 Euro brutto zu zahlen.“ Diese Flugbegleiter könnten weder von ihrem Lohn leben noch können sie wegen der nicht fixen Arbeits- und Urlaubseinteilung ihr Leben planen.

„Hier ist die Politik gefordert, die rührt aber bisher kein Ohrwaschel“, sagt der Gewerkschafter. Einerseits wollen die Personalvertreter mit einem Branchenkollektivvertrag neue Rahmenbedingungen schaffen; andererseits sollen Airlines, die Lohn- und Sozialdumping betreiben, zur Kasse gebeten werden.

Sanktionen gefordert

„Wer sich nicht an die Regeln hält und die Mitarbeiter nicht fair behandelt, soll in Zukunft einen Fairnesszuschlag zahlen“, fordert Hebenstreit. Von diesen Airlines

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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