Rapper Dame kämpft gegen gängige Rap-Klischees

Der Salzburger erklärt im KURIER-Interview, warum er lieber poetisch als diskriminierend rappt.

„Da reimt einer superwitzige Sachen, die sein Gegenüber total intelligent verarschen, aber keiner im Publikum reagiert. Dann kommt zurück: ,Du hast einen kurzen Schwanz‘ und alle applaudieren und johlen. Ich dachte immer: Wieso? Der erste Reim war doch viel kreativer, lustiger und cooler!“

Im KURIER-Interview erinnert sich Rapper Dame, der gerade sein achtes Album „Zeus“ veröffentlicht hat, an die Zeit, als er sich als Teenager bei Open-Mike-Sessions und Rap-Battles herumtrieb. Heute hält der als Michael Zöttl geborene Salzburger bei 200 Millionen Clicks für seine YouTube-Videos und hat sich im gesamten deutschsprachigen Raum als eine Szene-Größe etabliert. Und das, obwohl er sich seit dieser Zeit bei den Battles konsequent weigert, sich gängigen Hip-Hop-Klischees zu beugen. „Ich habe zwar gesehen, dass die primitiven Reime viel besser ankommen. Aber ich dachte, nein, auf dieses Niveau will ich mich nicht begeben. Da muss es einen anderen Weg geben. Den bin ich dann gegangen.“

Seither setzt der 29-Jährige auf poetische Raps, die ohne Schimpfworte und Diskriminierung von Frauen auskommen, und hält in seinen Aussagen auch auf „Zeus“ wieder Werte wie Familie, Freundschaft und Zusammenhalt hoch. Musikalisch mischt er wie immer Hip-Hop und Pop, baut viel Melodie ein, weil er auch gerne singt und nicht einsieht, warum er das nicht tun sollte.

Damestream Records

Denen, die ihn anfänglich dafür kritisierten, erteilt er mit dem „Zeus“-Einstiegstrack „Herrscher des Olymp“ eine Absage. „Als ich anfing, war die Szene nach melodischen Anfängen mit Leuten wie Absolute Beginner von den harten Sounds des Labels Aggro Berlin geprägt. Deshalb habe ich damals häufig gehört: ,Das ist nicht Hip-Hop, das ist nicht Gangsta, das ist Pop und verträgt sich nicht mit dem Image!‘ Heute gibt es

Source:: Kurier.at – Kultur

(Visited 2 times, 2 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.