Handke in Zitaten: „Den Nobelpreis sollte man endlich abschaffen“

2014 äußerte sich Handke noch sehr ablehnend über den Literaturnobelpreis. Der Ausnahmeschriftsteller war schon immer für markante Aussagen gut.

Der frisch ernannte Literaturnobelpreisträger Peter Handke stand dauerhaft im Widerstreit zwischen totalem Rückzug und öffentlichkeitswirksamen Aussagen. Ein Überblick über ein öffentliches Leben als Autor in Zitaten der vergangenen Jahre.

Zum Selbstverständnis:

„Habt keine Angst vor mir. […] Ich bin ein epischer Mensch im Sinne Tolstois. […] Ich habe den Traum und habe die Kraft, universal zu sein.“ (Bei der Verleihung des Würth-Preises 2016)

„Ich habe nie Aktuelles behandeln können – im Gegensatz zu anderen Stückeschreibern. Es ist mehr ein präziser Tiefentraum vom Menschsein. Aber natürlich, wenn dieser Traum nicht auch das Aktuelle zumindest streift und zum Schwingen und zum Ondulieren bringt, hat es auch keinen Sinn.“ (Im APA-Interview 2016)

„Ich bin immer so größenwahnsinnig, dass ich denke: Mein Problem ist nicht nur meines. Sonst würde ich ja nicht schreiben.“ (ebendort)

„Einer meiner Lieblingssprüche ist: Lass Dich überraschen! Überrascht mich! Oder: Der ist für eine Überraschung gut. Das ist meine Ethik.“ (ebendort)

„Ich bin ein Eckensteher, ein Winkelsteher – aber nicht zur Strafe, sondern auch zum Sehen.“ (ebendort)

„Früher hab ich ab und zu etwas Provokantes gesagt“, aber es gebe auch „Provozieren im guten Sinn“. (Im ORF-Interview 2007)

„Zum Glück bin ich in vielem ein nicht gerade gespaltener Mensch, habe aber die Möglichkeit, mich aufzuspalten – um das Wort „schizophren“ zu vermeiden. Sonst wäre ich auch kein Theaterautor geworden.“ (APA-Interview 2012)

„Ich bin kein Extremfall. Nur dadurch, dass ich eben der und der bin mit meiner Arbeit, wirkt es manchmal extrem. Aber im Grunde bin ich relativ normal – im Vergleich zu den meisten anderen Leuten. Kommt mir vor.“ (ebendort)

Zum Kulturverständnis:

„Es gibt nur eine Kultur. Das Schöne ist: Diese eine Kultur hat unendlich viele Varianten – ob das die islamische Kultur oder die christliche ist.“ (APA-Interview 2016)

„Ich habe

Source:: Kurier.at – Kultur

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