EU-Kommission leitet Vorermittlung gegen Google und Facebook ein

Die EU-Kommission hat Vorermittlungen gegen die US-Konzerne Google und Facebook zu deren Umgang mit Nutzerdaten eingeleitet.

Die EU-Kommission hat eine Vorermittlung gegen die US-Internetgiganten Google und Facebook zu deren Umgang mit Nutzerdaten eingeleitet. Dazu schickte die Kommission nach Angaben einer Sprecherin vom Montag Fragebögen an die beiden Konzerne. Die Ermittlungen beziehen sich auf das Vorgehen der Unternehmen beim Sammeln von Nutzerdaten sowie bei der Verarbeitung, Verwendung und Monetarisierung.

Facebook-Kommunikationschef Nick Clegg nahm bei einer Konferenz in Brüssel zunächst nicht direkt Stellung zu den Vorermittlungen. Gegen das Unternehmen werde in vielen Ländern derzeit ermittelt, sagte er. Er appellierte an die Regulierungsbehörden, sich auf Vorschriften zu begrenzen, die dem Umgang mit Daten im digitalen Zeitalter entsprechen.

Google erklärte, Nutzerdaten zur Verbesserung seiner Dienstleistung und treffender Werbung einzusetzen. Nutzer hätten bereits heute die Möglichkeit, ihre Daten zu „verwalten, zu löschen und zu übertragen“. Der Konzern will jedoch das Gespräch mit Brüssel suchen.

„Europäische Spielregeln einhalten“

Politiker des Europäischen Parlaments begrüßten das Untersuchungsverfahren. „Europäische Spielregeln müssen auch für US-amerikanische Tech-Giganten gelten“, sagte Birgit Sippel, die innenpolitische Sprecherin der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament, der „Welt“ vom Dienstag. „Mit Unternehmen wie Google und Facebook haben sich einige wenige Technologie-Giganten den europäischen Datenmarkt unter sich aufgeteilt. Dabei geht es um handfeste ökonomische Interessen.“

Die von der Kommission eingeleitete Untersuchung sei da ein wichtiges Signal. „Datenschutz als Schutz von Grundrechten und -freiheiten ist besonders gefährdet, wo es enorme Marktkonzentrationen und kaum Alternativen zu einem bestimmten Dienst gibt“, sagte die SPD-Politikerin. „Es ist deshalb richtig, neben dem Datenschutzrecht auch auf das Schwert des Wettbewerbsrechts zurückzugreifen.“

„Eine absolut richtige Entscheidung“

Lob für

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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