Fünf Gründe, warum Österreich beim PISA-Test seit 20 Jahren auf der Stelle tritt

By michael.bachner@kurier.at (Michael Bachner)

Experten analysieren, warum die Schule in Österreich teuer, aber trotzdem nur Mittelmaß ist.

Österreich gehört zu den reichsten Ländern der Welt und ist in der Bildung dennoch maximal Durchschnitt. Pro Schüler investiert nur Luxemburg mehr Geld in sein Schulsystem – und trotzdem sind die Ergebnisse, die Österreich schafft, bestenfalls Mittelmaß.

Das belegt einmal mehr der neue PISA-Test unter 79 Staaten (der OECD und ihrer Partner-Länder).

Österreichs Schüler treten in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften seit bald 20 Jahren auf der Stelle. Wenn fast ein Viertel aller Schüler extreme Leseschwächen hat, ist das ein wirkliches Alarmzeichen für ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Experten Andreas Salcher und Stefan Hopmann analysieren, warum das so ist und was wir von den Besten lernen könnten. Hopmann sagt: „Wir orientieren uns am Mittelmaß, daher kommt auch nur Mittelmaß heraus.“

Kurier/Jeff Mangione

Bildungsexperte und Autor Andreas Salcher

Verkrustetes Schulsystem

Das heimische Schulsystem krankt beispielsweise an zu wenig Leistungsanreizen für Lehrer. Die Lehrergewerkschaft bremst bei Versuchen, den Schulen mehr „Luft zum Atmen“ zu geben. Insgesamt ist das Schulsystem Österreichs hochgradig strukturkonservativ. Hopmann: „Wir unterrichten noch immer wie zu Zeiten von Maria Theresia. Es wird zu wenig differenziert nach Schwächen und Talenten der Schüler.“

Das Top-Ergebnis Chinas im neuen PISA-Test beeindruckt Hopmann nicht: „Das sind reine Drill-Anstalten, wo es nur ums Auswendiglernen geht. Kritische Fragen, Kreativität – das ist in China nicht gefragt.“ Andere Sieger-Länder wie Estland hätten sehr viel für die PISA-Vorbereitung getan, nur um bei dem Test besser abzuschneiden.

Teure, wertlose Reformen

In Österreich sind viele hundert Millionen Euro in „Bildungsreformen“ geflossen,

Source:: Kurier.at – Politik

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