„Steirerkreuz“: Ein Chefinspektor ist keine politisch korrekte Figur

Hary Prinz über den neue Landkrimi „Steirerkreuz“ (20.15, ORF1) und die Arbeit mit Star-Regisseur Oscar Roehler.

„So ein Schas“, flucht Chefinspektor Sascha Bergmann (Hary Prinz) und schmeißt zornig die ungeliebte E-Zigarette in den Wald. Mitten im Nirgendwo der nächtlichen Steiermark gab es einen Aufschlag auf der Auto-Front. Vor ihm und Co-Ermittlerin Sandra Mohr (Miriam Stein) liegt eine tote Wildsau. „Ich dachte, wir sollten einen Mord aufklären?“, meint Mohr spitz. „Das nächste Mal fahr wieder ich.“

Mit einer Niederlage, wieder einmal, beginnt für den Chefinspektor „Steirerkreuz“ (20.15, ORF1), der dritte Landkrimi nach einem Roman von Claudia Rossbacher: Unweit des Pilgerwegs nach Mariazell wurde ein Mitglied der reichen, skrupellosen und streng katholischen Holz-Dynastie Fürst ermordet. Der Matriarchin (Gisela Schneeberger) wird schnell klar, dass das LKA nicht wie zuvor beschrieben „zwei ziemlich Blinde“ entsandt hat.

ORF/Stefan Haring

Sehr verdächtig für Sandra Mohr (Miriam Stein) und Sascha Bergmann (Hary Prinz) ist Veit Schindler (Julian Weigend, re.)

Macho-Schmäh

Wobei die Ermittler höchst unterschiedlich sind, wie Hary Prinz erläutert: „Bergmann ist ein Hedonist, dem der Beruf mehr oder weniger passiert ist. Er verfügt aber über viel Erfahrung und gute Menschenkenntnis. Sandra ist eine fähige, junge Kriminalistin, die mit Machos umgehen kann. Sie respektieren einander für das, was sie können.“

Mehr wird da aber nicht, obwohl es Bergmann, wie bei anderen Frauen, immer wieder, aber ohne Ehrgeiz, probiert. „Er hat gemerkt, dass es einen Altersunterschied gibt – und nicht nur den.“

Offenkundig wird’s, als Sohn Daniel (Johannes Nussbaum) plötzlich dasteht, der Sandra deutlich näher ist. Trost spendet Gerichtsmedizinerin Eva Merz (Eva Herzig), die genau weiß, was sie tut. „Ich kann in dir lesen wie in einem offenen Schundroman“, setzt

Source:: Kurier.at – Kultur

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