Nachtslalom in Schladming: Clément Noël siegt, Feller Vierter

Der Olympiasieger aus Frankreich gewinnt erstmals seit Dezember 2021 wieder ein Weltcuprennen.

Er hatte schon von einem Fluch gesprochen: Clément Noël, Olympiasieger von Peking, wartete seit seinem Medaillengewinn in China auf einen Erfolg. Doch beim 26. Nightrace in Schladming meldete sich der 25-jährige Elsässer wieder zurück. Es war der erste Erfolg des Slalom-Asses vom Club des Sports de Val-d’Isère im Weltcup seit dem 12. Dezember 2021 und der zehnte insgesamt. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der Schweizer Ramon Zenhäusern (+0,07 Sekunden) und der norwegische Führende im Disziplinweltcup Lucas Braathen (+0,38).

„Es ist unglaublich“, sagte Clément Noël, „das ist vielleicht das beste Rennen der ganzen Saison mit all den Leuten hier. Ich bin sehr, sehr glücklich. Denn in dieser Saison war es für mich jetzt bisher doch sehr schwierig.“

APA/ERWIN SCHERIAU

Skifest am Fuße der Planai: Das 26. Nightrace in Schladming

Norwegischer Jammer

Manuel Feller konnte seine gute Ausgangslage nicht nutzen, doch anders als am vergangenen Sonntag, als er die Halbzeitführung in Kitzbühel mit einem Ausfall wegwarf, kam der beste ÖSV-Techniker nun immerhin noch nach dem zweiten Rang im ersten Versuch auf den vierten Platz (+0,45).

Der große Jammer gehörte Henrik Kristoffersen, der vor 40.000 Zuschauern mit einem fürchterlichen zweiten Lauf noch vom ersten auf den elften Rang zurückfiel. Damit wird es auch für den Titelverteidiger im Disziplinweltcup nicht einfacher, nachdem Lucas Braathen seinen Vorsprung  ausbauen konnte.

APA/GEORG HOCHMUTH / GEORG HOCHMUTH

Ein Auf und Ab: Manuel Feller

Wechselhafte ÖSV-Bilanz

Wie Manuel Feller („Es war schon brutal schwierig von den Spuren her“) konnten auch seine Teamkollegen im Finale nicht mehr zulegen – mit einer Tiroler Ausnahme: Fabio Gstrein nutzte seinen 16. Halbzeitrang für den Sprung auf den neunten Rang (+1,19), damit bestätigte der Ötztaler seine ansteigende Form, zu der er rechtzeitig vor der WM in Frankreich gefunden hat.

Auch Johannes Strolz schaffte es endlich wieder einmal ins Ziel.  Der leidgeprüfte Vorarlberger Kombi-Olympiasieger war nach fünf Ausfällen in den ersten sechs Saisonbewerben Neunter zur Halbzeit, fiel aber nach einem vogelwilden zweiten Lauf  auf Platz 16 (+2,59) zurück.

Kopfsache

Auch bei Marco Schwarz wirkten die Ereignisse vom vergangenen Sonntag noch nach. In Kitzbühel hatte der Kärntner die Qualifikation für den zweiten Lauf verpasst, nun ging es von Halbzeitrang zwölf („Es war eine sehr drehende Kurssetzung, vielleicht habe ich mich da ein bissl einschüchtern lassen“) weiter – und nach einem kapitalen  Ausrutscher  im Finale wieder retour auf Platz 25 (+7,13).

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