US-Rockstar: Bob Dylan holt Literaturnobelpreis in Stockholm ab

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Aufatmen bei der Nobel-Jury: US-Rocksänger Bob Dylan nimmt am Wochenende in Stockholm den Literaturnobelpreis entgegen. Der Musiker ist am Samstag und Sonntag für zwei Konzerte in der schwedischen Hauptstadt zu Besuch.

Darüber, ob er bei dieser Gelegenheit auch seine Auszeichnung abholt, hatte er die Schwedische Akademie bis vor wenigen Tagen im Dunkeln gelassen. Erst am Mittwoch war klar: Bei einer kleinen Feier ohne Presse darf die Jury ihm den Nobelpreis überreichen. Auf Dylans Wunsch sind nur Mitglieder der Schwedischen Akademie und der Preisträger selbst dabei.

Damit ist die Geheimniskrämerei um den Rockstar und seinen Nobelpreis aber noch nicht zuende. Denn Details zur Preisverleihung wollte die Akademie kurz vor der Feier nicht verraten. „Wir können keine Informationen darüber geben, wo oder wann das Treffen stattfinden wird», schrieb ein Sprecher in einer E-Mail an die Deutsche Presse-Agentur. Der schwedische Rundfunk wollte am Freitag erfahren haben, dass die Mitglieder der Akademie Dylan vor seinem ersten Konzert am Samstagabend in einem Stockholmer Kongresszentrum aufsuchen werden, um ihm die Auszeichnung zu überreichen.

Die Schwedische Akademie hatte dem Songschreiber den Nobelpreis im Oktober für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition zuerkannt. Daraufhin hatte sich der Preisträger zunächst wochenlang nicht gemeldet, was für Unmut in der Jury gesorgt hatte.

Auch bei der Preisverleihung an Alfred Nobels Todestag im Dezember in Stockholm fehlte Dylan, weshalb er den Preis nun nachträglich entgegennimmt. Um ihn behalten zu dürfen, muss der Rockstar innerhalb von sechs Monaten nach der eigentlichen Verleihung am 10. Dezember noch eine Nobelvorlesung halten. Die Jury geht davon aus, dass er diese später per Video einreicht.

Source:: Stern - Kultur

Bob Dylan holt Literaturnobelpreis in Stockholm ab

Aufatmen bei der Nobel-Jury: US-Rocksänger Bob Dylan nimmt am Wochenende in Stockholm den Literaturnobelpreis entgegen. Der Musiker ist am Samstag und Sonntag für zwei Konzerte in der schwedischen Hauptstadt zu Besuch.

Darüber, ob er bei dieser Gelegenheit auch seine Auszeichnung abholt, hatte er die Schwedische Akademie bis vor wenigen Tagen im Dunkeln gelassen. Erst am Mittwoch war klar: Bei einer kleinen Feier ohne Presse darf die Jury ihm den Nobelpreis überreichen. Auf Dylans Wunsch sind nur Mitglieder der Schwedischen Akademie und der Preisträger selbst dabei.

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Source:: MZ - Kultur

documenta: „Die größte und wichtigste Ausstellung der Welt.”

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Alle fünf Jahre pilgern Hunderttausende zur documenta. 2017 könnte mit der Verdoppelung des Ausstellungsortes - 100 Tage Athen und 100 Tage Kassel - die Millionen-Marke geknackt werden.

Was ist das Geheimnis der Super-Schau? Drei Expertinnen aus Wissenschaft, Kunstmarkt und Museum versuchen sich an einer Erklärung. „Ein wichtiger Punkt ist, dass die documenta nur alle fünf Jahre stattfindet”, sagte die Kunstsoziologin Dagmar Danko kürzlich im dpa-Interview. Für Kunstinteressierte sei die documenta „wie eine Mekka-Fahrt”.

Auch für Galeristen ist die documenta „auf jeden Fall ein Pflichttermin”, sagt Birgit Maria Sturm, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Galerien und Kunsthändler. Für Besucher biete die documenta „ein Insight in die zeitgenössische künstlerische Produktion”. Für Künstler sei die Teilnahme „eine Auszeichnung und Ehre: Eine documenta-Teilnahme bedeutet einen enormen Karriereschub.”

Die Kommunikationsstrategie der documenta, im Vorfeld so wenig Konkretes wie möglich zu sagen, findet Sturm anstrengend. Die Geheimhaltung sei aber auch Strategie: „Sie soll die Erwartungen hochschrauben. Die documenta zielt auf Überwältigung.”

„Alles Gerede im Vorfeld nützt…<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.mz-web.de/kultur/documenta-die-groesste-und-wichtigste-ausstellung-der-welt-26292606″>Lesen Sie den ganzen Artikel bei mz-web

Source:: MZ - Kultur

„Heute Show“: Oli Welke seziert ein Thema, das die meisten Medien ignorierten

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„Jetzt zur Abwechslung mal eine gute Nachricht. Deutschland ist Europameister“, so leitet Oliver Welke in der „Heute Show“ ein Thema ein, über das die meisten Medien kaum berichtet haben. Am Donnerstag verabschiedete die Bundesregierung ein neues Gesetz zu Verpackungen. Darin wurden unter anderem festgelegt, dass für Frucht- und Gemüsenektare bald Pfand gezahlt werden muss. Beim Einkaufen sollen Kunden bald klar angezeigt bekommen, wo Mehrweg-Flaschen stehen. Eine Menge wurde aber auch nicht festgelegt, und genau darum halten Welke und die „Heute Show“ von dem Gesetz nicht viel. Oder besser gesagt: gar nichts.

„Bei der Pro-Kopf-Produktion von Verpackungsmüll“ ist Deutschland Europas Champion, betont Welke in der Einleitung zum neuen Gesetz, „also sehr gute Idee, denn da müsste dringend mal was passieren.“ Dann kommentiert Welke: „Denn der Siegeszug der Einweg-Verpackung müsste dringen mal gestoppt werden“. Welke zeigt einen Einspieler und fragt: „Einweg, Mehrweg - ist klar, ne?“ Einer sagt: „Ja, Einweg ist besser - oder umgekehrt?“. Ein anderer: „Mehrweg ist, wenn mehrere Flaschen zurückgegeben werden.“ Ach so, klar. „Richtig“, kommentiert Welke.

Oli Welke: „Das wird also belohnt“

Und dann seziert er das Gesetz: „Jetzt die schlechte Nachricht - Der Staat hat den Kampf gegen die Einwegflasche komplett aufgegeben. Keine Maßnahme im neuen Gesetz. Da steht noch etwas von einer angestrebten 70 Prozent Mehrweg-Quote. Aber ohne jede Sanktion, wenn es nicht klappt. Obendrein“, kommentiert Welke weiter, „ist die Herstellung von Plastik-Einwegflaschen bei uns auch noch von der EEG-Umlage befreit, weil sie so viel Energie verbraucht. Das wird also belohnt.“

„Donnerstagnacht um kurz vor 23 Uhr hat der Bundestag das neue Gesetz beschlossen. Vor brechend vollen Rängen“, wie Welke sagt - und zeigt ein Bild des Bundestags mit Minimal-Besetzung.

<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.stern.de/kultur/tv/7394570.html?utm_campaign=kultur&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Heute Show Bundestag

Welke ist mit seiner Tirade noch nicht am Ende: „Nur eines hat Umweltministerin Barbara Hendricks

Source:: Stern - Kultur

Sie redet und redet, er stirbt

By Peter Pisa

Mario Schlembach und seine „Dichtersgattin“

Hubert, Hubert. Jetzt stirbt er einfach so, während seine Frau redet und redet.

In Rage redet sie sich, während sie im Österreich-Pavillon der Biennale in Venedig steht, entsetzt darüber, dass hier „Nichts“ ausgestellt wird.

Entsetzt, aber nicht verwundert, weil die Kultur ihrer Meinung ja längst verkommen ist.

„Typisch Österreich, Hubert“, sagt sie. „Nichts da, und selbst was da ist, wird verschandelt.“

Der Ton

Mario Schlembach – Bauernsohn aus Niederösterreich, Totengräber, Literaturwissenschaftler – trifft den Ton, den die österreichische Seele von sich geben würde.

Wie gern hätte diese Frau aus ihrem Hubert – Ex-Beamter der Bestattung, 85 Jahre alt – einen Dichter gemacht: Denn dann hätten alle Leut‘ genickt, jaja, da spürt man den Einfluss der … „Dichtersgattin“ (so auch der Buchtitel).

Hubert verstummt (und stirbt) neben ihr, das ist sehr verständlich. Etwas seltsam ist nur, dass sie ihm sein Leben erzählt, inklusive Großvater mütterlicherseits, der mit der Geburt der dritten Tochter Witwer wurde.

Er weiß das ja eh, und sonst interessiert es nicht gar so sehr.

Mario Schlembach:
„Dichtersgattin“
Otto Müller Verlag.
230 Seiten. 20 Euro.

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern

Source:: Kurier.at - Kultur

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