Zwei neu entwickelte Handprothesen geben Unterarmamputierten mehr Gefühl beim Greifen. Ein Ansatz zielt darauf ab, dass Patienten nicht nur Form und Härte von Objekten fühlen, sondern auch ihre Handstellung wahrnehmen.
Ein zweites Forschungsprojekt konzentriert sich auf eine künstliche Hand, mit deren Hilfe Patienten spüren können, wenn ihnen ein Objekt aus den Fingern gleitet, um dann kräftiger zuzugreifen. Beide Prothesen wurden im Fachmagazin „Science Robotics» vorgestellt.
Ein Team um Loredana Zollo von der Campus Bio-Medico Universität in Rom implantierte einer jungen Frau, der die linke Hand amputiert worden war, spezielle Elektroden in Armnerven. Die Probandin konnte dadurch viel gefühlvoller mit Objekten umgehen und unter anderem verhindern, dass ihr Gegenstände durch die Finger rutschen. Auf Bildern ist zu sehen, wie sie mit der Prothese Wasser in einen Becher schüttet und sich Lippenstift aufträgt.
Bei der Prothese, die eine Wahrnehmung der Handstellung möglich macht, werden ebenfalls Nerven im Arm stimuliert. Zwei Patienten konnten bei Tests ohne hinzuschauen ähnlich akkurat wie Menschen ohne Amputation angeben, ob und wie weit ihre künstliche Hand geöffnet war, wie Forscher aus Lausanne, Genf, Pisa, Zürich, Rom und Freiburg im Breisgau schreiben. In Videos zu den Experimenten ist zu sehen, wie die Probanden mit einer künstlichen Hand einen Gegenstand umfassen. Aufgrund der Stellung ihrer Finger können sie sagen, ob es sich um ein größeres oder kleineres Objekt handelt. Die Hand war dabei nicht am Armstumpf befestigt, sondern lag auf einem Tisch.
Das neue System hat zwei Vorteile, wie Thomas Stieglitz von der Uni Freiburg, der an der Studie beteiligt war, erläutert: „Wenn der Patient die Handstellung nur durch Hinschauen kennt und dann greifen will, erfordert das hohe Konzentration und dauert viel länger. Zudem nimmt der Patient eine Prothese stärker als eigenes Körperteil wahr, wenn er die Handstellung intuitiv spürt.» Mit herkömmlichen
Source:: Stern - Wissen
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Der bislang kleinste bekannte Mond des Planeten Neptun besteht möglicherweise aus den Trümmern eines großen Kometeneinschlags. Das berichten die Entdecker des Mini-Monds im britischen Fachjournal „Nature».
Das Team um Mark Showalter vom kalifornischen Seti-Institut hatte den Trabanten bereits 2013 mit dem „Hubble»-Weltraumteleskop entdeckt und stellt ihn nun im britischen Fachblatt „Nature» vor. Der 14. Neptunmond hat demnach einen mittleren Durchmesser von nur 34 Kilometern. Er wurde nach einem Pferd-Fisch-Fabelwesen aus der griechischen Mythologie „Hippokamp» genannt.
Der Winzling zieht nur rund 12 000 Kilometer innerhalb des zweitgrößten Neptunmonds Proteus seine Bahn. Auf Proteus gibt es einen ungewöhnlich großen Einschlagkrater namens Pharos, aus dem große Mengen Gestein ins All geschleudert worden sein müssen. Angesichts der Nähe der beiden Monde vermuten die Forscher, dass Hippokamp sich aus diesen Einschlagtrümmern gebildet haben könnte. Das Volumen des kleinen Mondes entspricht demnach rund zwei Prozent der fehlenden Materie aus dem Krater.
Die US-Raumsonde „Voyager 2» hatte 1989 bei ihrem Neptunbesuch sechs innere Monde des Gasplaneten entdeckt, den kleinen Hippokamp als siebten inneren Mond aber offensichtlich übersehen. Erst dank einer speziellen Analysetechnik hatte das Team um Showalter 2013 den Mini-Mond auf „Hubble»-Aufnahmen gesichtet, die bis ins Jahr 2004 zurückreichten. Beobachtungen aus dem Jahr 2016 bestätigten die Entdeckung des Trabanten, der zunächst nur mit der Katalognummer S/2004 N 1 bezeichnet worden war. Weiter außen umkreisen weitere sieben Monde den äußersten Planeten unseres Sonnensystems.
Source:: Stern - Wissen
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Bristol/Wien. Warum haben Zebras Streifen? Diese Frage beschäftigt Wissenschafter seit mittlerweile mehr als 150 Jahren. Viele Theorien ranken sich um das zweifarbige Fellkleid der Tiere aus der afrikanischen Savanne. Die Streifen könnten Raubtiere vom Angriff abhalten, für eine bessere Hitzeregulierung sorgen oder aber auch soziale Funktionen erfüllen. Doch bis dato herrscht keine Einigkeit unter den Experten. Forscher der University of Bristol haben nun eine neue Möglichkeit aufgezeigt…
Source:: Wiener Zeitung - Wissen