Ex-SPD-Vorsitzender Müntefering behauptet: 600 Euro Rente reichen zum Leben

By Huffington Post

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  • Franz Müntefering hat in einem Interview über eine angemessene Rente gesprochen

  • Mit 600 Euro Rente sei man noch nicht arm

  • Als Beispiel nannte der ehemalige SPD-Vorsitzende seine eigene Mutter, die sich mit 600 Euro im Monat gut auskomme

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering sorgt in einem Interview mit der Tageszeitung „Süddeutsche Zeitung“ mit einer Aussage über die Rente in Deutschland für Aufsehen.

In welcher Höhe eine Rente angemessen sei, darüber hatte Müntefering seine eigene Meinung: „Nur weil jemand auf nur 600 Euro Altersrente kommt, muss er ja nicht arm sein.“

Mit der eigenen Mutter als Beispiel

Als Beispiel führte der ehemalige Bundesarbeitsminister und SPD-Chef seine eigenen Eltern an. „Meine Mutter hatte keine Rentenansprüche, mein Vater ja. Meine Mutter hatte nicht das Gefühl, arm zu sein“, sagte er der „SZ“.

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Müntefering selbst ist seit 2013 in Pension. In die Rentenkasse habe er immer fleißig eingezahlt, sagte er der Zeitung. „Man weiß ja nie, was noch wird. Ich war 59,5 Jahre berufstätig. Mit 14 habe ich angefangen, mit 73 aufgehört.“

Auseinanderklaffen der Löhne sei ein Riesenproblem

Den Bezug zur Realität hat der 76-Jähriger aber noch nicht verloren – auch wenn solche Äußerungen das Gegenteil vermuten lassen.

Das größte Problem sieht Müntefering nicht in dem Rentenniveau, das sei mit 48 Prozent des Durchschnittslohns noch in Ordnung. Vielmehr seien die Löhne in manchen Arbeitsfeldern einfach zu niedrig, um eine gute Rente zu garantiert.

„Dieses Auseinanderklaffen der Löhne ist ein Riesenproblem für die Rentenversicherung. Die braucht keine Minijobber, sondern Betragszahler, die ordentlich arbeiten und ordentliche Löhne“, sagte er in dem Interview.

Müntefering war von 2005 bis 2007 Arbeitsminister und hatte in dieser Zeit die Verschiebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre durchgesetzt.

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Source:: The Huffington Post – Germany

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