Wildhaus-Alt St. Johann ist eine beschauliche 2600-Seelen-Gemeinde im Schweizer Kanton St. Gallen. Am vergangenen Wochenende fand ausgerechnet in diesem Idyll das größte Nazirock-Konzert der vergangenen 20 Jahre statt. Rund 5000 Zuschauer aus ganz Europa, vor allem aber aus Deutschland, feierten im Ortsteil Unterwasser einen ganzen Abend lang unbehelligt von der Polizei gemeinsam mit Größen der Rechtsrockszene. In Internetforen tauchten Fotos auf, die zeigen, wie die Menge vor der Bühne geschlossen die Hand zum Hitlergruß hebt. Trotzdem griff die Polizei nicht ein. Wie konnte es dazu kommen?
Nazi-Konzert war als Nachwuchs-Festival getarnt
Die zuständigen Behörden gaben an, sie seien vom politischen Charakter des Konzertes überrascht worden. Rolf Züllig, Präsident der Gemeinde, sagte gegenüber „Spiegel Online“, im Vorfeld sei lediglich eine Anfrage für ein Konzert mit Schweizer Nachwuchsbands angemeldet worden, zu dem ein paar Hundert Besucher erwartet würden. Die Idee habe „nicht unsympathisch“ geklungen, daher habe man auch eine Ausschankgenehmigung für Alkohol erteilt.
Das böse Erwachen kam dann erst am vergangenen Samstag. Immer mehr „Glatzköpfe“ würden in den Ort kommen, meldete ein Einwohner dem Gemeindepräsidenten. Gegen 19 Uhr, so schätzt Züllig, war diese Zahl auf 5000 bis 6000 Rechtsextreme angewachsen.
Polizei ging von einer Veranstaltung in Süddeutschland aus
Statt der angemeldeten schweizerischen Jungrocker traten dann abends in der Tennis- und Eventhalle gestandene deutsche Rechtsrock-Bands wie Stahlgewitter, Frontalkraft und Exzess sowie die schweizerische Formation Amo“, allesamt Größen in der Nazirock-Szene, vor der Menge auf. Die örtliche Polizei griff nicht ein. Weil keine Straftaten begangen wurden und ein Privatkonzert Sache des Veranstalters sei, wie „Zeit Online“ berichtet. Die Veranstalter aus der Thüringer Rechten-Szene konnten mit der Veranstaltung offenbar rund 150.000 Euro erwirtschaften.
Der Sprecher der zuständigen Kantonspolizei von <a target="_blank" rel="nofollow" title="St. Gallen" href="http://www.stern.de/panorama/wissen/natur/themen/st—gallen-4142724.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ target=“_blank“>St. Gallen , Gian Rezzoli, erklärte wiederum, man habe zuvor zwar von Plänen für so ein Konzert gehört, dieses sollte —
Source:: Stern – Politik