China hält Militärübung mit der Bundeswehr ab — dahinter steckt laut einem Experten ein größerer Plan Pekings

By Ryan Pickrell

49495902303

Die chinesische Armee hat Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge für eine gemeinsame Militärübung mit der Bundeswehr nach Deutschland verlegt. Die Übung mit dem Namen „Combined Aid 2019“ soll Soldaten der medizinischen Abteilungen der beiden Armeen auf den Einsatz während humanitärer Krisen vorbereiten. Das berichtet Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Übung im niederbayerischen Feldkirchen ist Teil der Bemühungen der chinesischen Regierung, militärische Kooperationen in Europa zu etablieren. Zuletzt hatte es 2016 in der chinesischen Stadt Chongqing eine gemeinsame Übung der Volksbefreiungsarmee mit der Bundeswehr gegeben. Damals wurde die Reaktion auf Erdbeben trainiert.

Experte: „China will Sorgen über sein Militär zerstreuen“

„China beteiligt sich immer häufiger an solchen Übungen“, sagt Matthew Funaiole, China-Experte am Center for Strategic and International Studies in Washington, Business Insider. „Es ist ein risikofreier Weg zu demonstrieren, dass China sich globalen Bündnissen verpflichtet sieht und soll dazu dienen, Sorgen über die wachsende Macht des chinesischen Militärs zu zerstreuen.“

Die Volksrepublik profitiere zudem von den Übungen, „weil sie helfen, Logistik- und Koordinationsprozesse zu verbessern und zur Modernisierung des Militärs beizutragen.“

Lest auch: „Beunruhigend“: China bereitet sich im Südchinesischen Meer auf militärischen Ernstfall vor

Chinas „Neue Seidenstraße“ stellt Militär vor Herausforderungen

Doch China könnte es um mehr gehen, als nur um die Krisenvorbereitung, argumentiert Yue Gang, ein pensionierter Oberst der Volksarmee, in der China-nahen Hongkonger Tageszeitung „South China Morning Post“.

„Die Armee wird in Zukunft Chinas Interessen in Übersee entlang der ‚Neuen Seidenstraße‘ beschützen müssen“, sagte Yue der Zeitung. „Ein gegenseitiges Vertrauen und Verständnis mit den Truppen der Nato könnte helfen, das Konfliktrisiko deutlich zu verringern.“ Die „Neue Seidenstraße“ ist eines der größten Infrastruktur-Projekte in der Geschichte Chinas. Es soll bis ins Zentrum Europas reichen und hat Peking schon mehr als eine Billion US-Dollar gekostet.

Wany Yiwei, Europa-Experte an der Renmin-Universität in Peking, sagte der „South China Morning

Source:: Business Insider.de

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.