Ein Containerschiff, finanziert von JP Morgan, wurde von US-Zollbehörden in dieser Woche beschlagnahmt, nachdem fast 18 Tonnen Kokain mit einem geschätzten Straßenwert von 1,3 Milliarden US-Dollar (1,1 Milliarden Euro) an Bord entdeckt wurden. „Diese Menge könnte Millionen Menschen töten“, erklärte der US-Staatsanwalt William McSwain auf Twitter.
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Die schiere Menge an Kokain
Die rund 17,9 Tonnen an Kokain, die an Bord der MSC Gayane gefunden wurden, übersteigen die gesamte Menge an Kokain, die 2013 durch Westafrika transportiert wurde und all das Kokain, das in Afrika zwischen 2013 und 2016 beschlagnahmt wurde, so das Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC).
Die riesige Menge könnte auf ein zu großes Angebot hindeuten. Die weltweite Herstellung von Kokain schwoll 2016 um ein Viertel auf 1.410 Tonnen an, so der Weltdrogenbericht 2018. Der Produktionsboom hat seinen Ursprung in Kolumbien, wo die Anbaufläche der Kokapflanze im Jahr 2017 um 17 Prozent auf 171.000 Hektar stieg, so das UNODC.
Die Verbindung zu JP Morgan
Die Verbindung zwischen der MSC Gayana und JP Morgan ist vielleicht der überraschendste Aspekt der Drogenrazzia.
Die MSC Gayana wird von der schweizerischen Mediterranean Shipping Company betrieben, aber JP Morgan hat bei der Finanzierung des Frachters geholfen. Die Partner haben Berichten zufolge den Kauf so gestaltet, dass das Schiff im Besitz von Kundenvermögen des Transportstrategie-Fonds der JP-Morgan-Vermögensverwaltung steht.
JP Morgan hat bisher noch keine Stellung zu seinen Verbindungen mit dem Schiff genommen und lehnte dies auch gegenüber Markets Insider ab.
Die liberianische Flagge
Die MSC Gayane —
Source:: Business Insider.de