Robert Hartlauer: „Ältere Mitarbeiter sind loyaler“

By simone.hoepke@kurier.at (Simone Hoepke)

Der Unternehmer bildet über 50-Jährige aus und will mit einem Verein den Kaufkraftabfluss ins Ausland stoppen.

Elektronikhändler Robert Hartlauer erklärt im KURIER-Gespräch, warum er über 50-Jährige zu Hörakustikern ausbildet, die demografische Entwicklung für ihn gut ist und weshalb er einen Verein gründen will, dem Betriebe mit Mitarbeitern in Österreich beitreten sollen.

KURIER: Herr Hartlauer, Sie haben 160 Geschäfte in Österreich. Gehen Sie selbst gerne in ein Geschäft einkaufen?

Robert Hartlauer: Kommt drauf an, um was es geht. Im Baumarkt kann ich stundenlang sein.

Was haben Sie zuletzt online gekauft?

Eine aufblasbare Rutsche für meine Kinder. Ich hab‘ sie bei uns in der Gegend in keinem Geschäft bekommen.

Sie kaufen bei Amazon?

Nein, ich kaufe ausschließlich bei Firmen, die eine Wertschöpfung in Österreich haben. Also hier Mitarbeiter beschäftigen und Steuern zahlen. Das ist gar nicht so leicht herauszufinden. Deshalb arbeite ich jetzt an einer eigenen Plattform, auf der solche Firmen angeführt werden sollen.

Es gibt schon ein ähnliches Projekt der Post, das sich Shöpping nennt …

Nein, das ist etwas anderes. Dabei geht es darum, Datensätze zu generieren und Provisionen von Händlern zu kassieren. Mir geht es darum, sichtbar zu machen, wer im Land für Wertschöpfung sorgt.

Haben Sie Mitstreiter?

Ich bin in Gesprächen mit der Wirtschaftskammer, dem Handelsverband und einigen seiner Mitglieder. Ich will einen Verein gründen, dem sich dann bestenfalls ein paar Hundert Firmen anschließen. Von Filialisten im ausländischen Besitz, die hierzulande Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen, bis zu kleineren Betrieben.

Klingt gut, aber kaufen die meisten nicht letztlich dort, wo es am billigsten ist?

Solche wird es immer geben, aber trotzdem steigt die Sensibilität fürs Thema. Als Vater von vier Kindern mache ich mir schon Gedanken über den Kaufkraftabfluss zu ausländischen Onlinehändlern. Damit entgehen dem Staat Einnahmen, die

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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