Eine Studie zeigt, welch ungewöhnliche Orte unsere Vorfahren besiedelten

By Amira Ehrhardt

Besiedlung Äthiopisches Hochland

Archäologen haben im heutigen Äthiopien die weltweit älteste Hochgebirgssiedlung entdeckt. Unsere Vorfahren haben dort vor rund 40.000 Jahren auf fast 3.500 Meter als Jäger und Sammler gelebt. Das konnte eine Studie einer internationalen Forschungsgruppe jetzt zeigen. Veröffentlicht wurde sie im Fachmagazin „Science“.

In den Bergen des Bale-Mountains-Nationalpark, die bis zu 4.300 Meter in die Höhe ragen, sind die Wissenschaftler auf Spuren steinzeitlichen Lebens gestoßen. Dass unsere Vorfahren dort gelebt haben, ist besonders hinsichtlich der dort herrschenden Bedingungen beachtlich. Denn in diesen Höhen ist die Sauerstoffkonzentration geringer, die UV-Strahlung intensiver und die Temperaturen können stark abfallen.

Archäologen entdecken Hinterlassenschaften unserer Vorfahren

Unter Leitung von Wissenschaftlern der Universität Köln, untersuchten die Archäologen vor Ort in Äthiopien, wann und warum dort im Hochgebirge Menschen zu siedeln begonnen haben und welche Strategien sie nutzten, um dort überleben zu können.

Bei Ausgrabungen im Felsüberhang „Fincha Habera“, etwa 700 Meter unterhalb des Gletschers, stießen die Forscher auf diverse archäologische Hinterlassenschaften unserer Vorfahren, wie steinzeitliche Knochen- und Holzkohlereste oder Werkzeug aus Vulkanglas, sogenanntem Obsidian. Dieses vulkanische Gesteinsglas nutzten unsere steinzeitlichen Vorfahren, um daraus scharfkantiges Werkzeug für die Jagd herzustellen.

„Basierend auf den radiometrischen Datierungen verschiedenster archäologischer Materialien handelt es sich bei dieser Fundstelle um die früheste längerfristig genutzte Wohnstätte einer Hochgebirgsregion, die uns bisher weltweit bekannt ist“, sagt der Archäologe und Erstautor der Studien, Götz Ossendorf, in einer Mitteilung der Universität Köln.

Hinweise auf das Anpassungspotenzial des Menschen

Den Untersuchungen zufolge haben sich die Siedler in dem Hochgebirge von großen Ratten, sogenannten Riesenmaulwurfsratten, ernährt. Den Felsüberhang nutzten sie vermutlich als Basislager für die Jagd der Ratten. Um an Schmelzwasser und Vulkanglas zu gelangen, sind die Menschen damals vermutlich in Höhen von bis zu 4.300 Metern Höhe auf die Suche gegangen – unter extrem harten Bedingungen.

Denn das äthiopische Hochland war während der letzten Eiszeit intensiv vergletschert, erklären die

Source:: Business Insider.de

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