Hofer gegen Pilz: Zwei Politiker, in tiefer Abneigung verbunden

By ida.metzger@kurier.at (Ida Metzger)

Im zweiten Duell standen sich FPÖ-Chef Norbert Hofer und Peter Pilz von der Liste JETZT gegenüber.

Hofer, gewohnt adrett im Nadelstreif-Anzug, saß bei dem Duell. Pilz, lässig mit offenem Hemd, stand. Hofer geriet gleich zu Beginn in die Defensive. Meldungen, wonach ein Kandidat der FPÖ Mitglied der rechtsextremen Identitären sei, seien falsch gewesen, stellte Hofer klar. „Der Einstieg mit dem Identitären-Thema ist für Hofer zum Problem geworden“, findet Experte Groß.

Dann ging es um eine der wenigen Gemeinsamkeiten: den Kampf gegen den radikalen Islam und die Frage, warum türkische Vereine wie Millî Görüs noch nicht verboten sind. Beide waren hier grundsätzlich einer Meinung. Pilz griff Hofer aber gleich an, die FPÖ würde „gut integrierte Lehrlinge“ abschieben, die Hassprediger in den Moscheen aber im Land lassen. „Ein interessanter Vorwurf, dass wir zu sanft wären“, konterte Hofer. Dennoch: Die Identitären, obschon auch Radikale, könne man als Verein nicht verbieten, „da bin ich einer Meinung mit dem Bundespräsidenten“, sagt Hofer.

Zuletzt ein kurzes Geplänkel rund um die Steuern: Pilz will mehr davon, weil Österreich „die falschen Steuern hat“. Hofer stellte klar, dass eine Steuerreform geplant gewesen wäre – aber dann kam Ibiza dazwischen …

Pilz zieht seine inzwischen bekannte und auch ein wenig ermüdende Show ab“, findet Mediencoach Gerald Groß. „Denn die Details zum Thema Verfassungsschutz gehen am durchschnittlichen Zuschauer vorbei. Übrig bleibt dann nur mehr: Es gibt eine Bedrohung … So gesehen macht Pilz das, was er der FPÖ immer vorwirft: er schürt Ängste.“

Norbert Hofer

  • Bester Moment: Zu Pilz: „Wenn ma ein Fan von

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