Wenn der Computer macht, was er will

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Wien. Denkwürdige Szenen aus Stanley Kubricks Film „2001: Odyssee im Weltraum“: Der Bordcomputer HAL handelt plötzlich eigenmächtig. Er tötet Besatzungsmitglieder und zeigt Angst, weil die Mannschaft ihn nach und nach abschaltet. In der Realität ist die Künstliche Intelligenz noch nicht so weit. Doch Experten stoßen immer wieder auf Effekte, die auf die technische Plattform und nicht die Nutzer zurückzuführen sind. Über das Forschungsfeld „Machine Behaviour“ sprach der US-Experte für…

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Kampf gegen Übergewicht: Foodwatch: Kaum Zuckerreduzierung bei Erfrischungsgetränken

<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.stern.de/panorama/wissen/kampf-gegen-uebergewicht-foodwatchkaum-zuckerreduzierung-bei-erfrischungsgetraenken-8369624.html?utm_campaign=wissen&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ ><img width="150" src="http://image.stern.de/8369626/3×2-480-320/3bb9ea23d9e16bb96d5c33ff30a27a18/bn/21200901011809219959521large43jpg-38065f22e726c9f2.jpg“>

Viele Erfrischungsgetränke aus Supermärkten wie Cola und Brause haben laut der Verbraucherorganisation Foodwatch immer noch einen erhöhten Zuckergehalt.

Von 600 ausgewerteten Getränken enthielten 58 Prozent mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter, wie Foodwatch am Freitag in Berlin mitteilte. Bei einer Analyse von 463 Produkten 2016 waren es 59 Prozent. Für eine gesündere Ernährung müsse daher eine „Limo-Steuer» nach Vorbild Großbritanniens kommen, forderte Foodwatch. Dort wird ab der Marke von fünf Gramm Zucker seit April eine Sonderabgabe fällig. Hersteller in Deutschland hätten dagegen bisher kaum Anreize, den Zuckergehalt zu senken.

Der „Kuschelkurs» von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU), die Lebensmittelindustrie freiwillig zu einer Zuckerreduktion zu bewegen, sei zum Scheitern verurteilt, erklärte Foodwatch. Der Direktor der Abteilung Diabetes und Ernährungsmedizin der Charité Berlin, Andreas Pfeiffer, erläuterte, Kinder nähmen mit Limonaden relativ zum Körpergewicht noch mehr Zucker auf als Erwachsene. Zuckerreduktion sei nach weltweiter Erfahrung nur durch gesetzliche Maßnahmen erfolgreich. Auch die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin forderte erneut eine erhöhte Mehrwertsteuer für stark zuckerhaltige Getränke.

Klöckner hat eine Zuckersteuer mehrfach abgelehnt und argumentiert, man solle nicht einzelne Rohstoffe zum „Sündenbock für Fehlernährung» machen. Sie setzt auf eine Gesamtstrategie zum Kalorien-Reduzieren.

Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke kritisierte, die Foodwatch-Auswertung sei weder vollständig noch nach Marktanteilen gewichtet. Bei alkoholfreien Getränken stelle Wasser weiterhin die verbrauchsstärkste Kategorie dar. Dagegen sei der Konsum zuckerhaltiger Limonaden einschließlich Cola-Getränken zurückgegangen. Insgesamt werde Verbrauchern eine breite Produktauswahl angeboten, darunter auch kalorienfreie oder kalorienreduzierte Getränke.

Laut Foodwatch hatten nun 220 der 600 untersuchten Getränke einen stark erhöhten Zuckergehalt von mehr als acht Gramm je 100 Milliliter – am höchsten war er mit durchschnittlich 8,3 Gramm bei Energy-Drinks. Süßstoffe zugesetzt waren 195 Erfrischungsgetränken. Weder Zucker noch Süßstoffe enthielten 13 Produkte, nachdem es 2016 sechs

Source:: Stern – Wissen

Alle zweieinhalb Minuten: Jagdverband: App soll Wildunfälle vermeiden helfen

<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.stern.de/panorama/wissen/alle-zweieinhalb-minuten-jagdverbandapp-soll-wildunfaelle-vermeiden-helfen-8369614.html?utm_campaign=wissen&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ ><img width="150" src="http://image.stern.de/8369616/3×2-480-320/a7f442f067f16eb15117787d7dab3877/Bh/21200901011809219956766large43jpg-3c07c9bd76151f61.jpg“>

Wildunfälle werden nicht nur durch Zusammenstöße mit Rehen oder Wildschweinen verursacht. Auch für kleine Wildtiere wie Feldhase, Fuchs, Dachs, Fischotter oder Marder ist der Straßenverkehr eine tödliche Gefahr.

„Kleine Tiere sind deutlich häufiger betroffen als bislang angenommen», sagte Torsten Reinwald, Sprecher des Deutschen Jagdverbandes. Sie sind an jedem fünften Unfall beteiligt. Das habe die Auswertung von 40.000 Daten aus dem Tierfund-Kataster des Verbandes ergeben.

Entlang der Autobahnen, Bundes- oder Landstraßen sind oft Kadaver von Wildtieren zu entdecken – sie bleiben aber bislang von der Statistik größtenteils unbeachtet. Wildunfälle erfasst das Statistische Bundesamt nur dann, wenn Personen zu Schaden kommen, das passiert in etwa einem Prozent der Fälle. Jäger zählen systematisch umgekommene große Tiere: alle zweieinhalb Minuten kollidiert laut Jagdstatistik ein Reh, ein Wildschwein oder ein Hirsch mit einem Fahrzeug.

Das seit Ende 2016 bundesweit bestehende Tierfund-Kataster soll dabei helfen, Wildunfälle und andere Totfunde systematisch zu erfassen. Dazu ist eine App verfügbar, mit der tote Tiere gemeldet werden können. Rund 8000 Nutzer seien derzeit registriert, sagte Reinwald. Über die App werden verschiedene Informationen, wie Fundort, Tierart und Todesursache abgefragt. „Jeder kann mithelfen, Straßen für Mensch und Tier sicher zu machen», sagte Wolfgang Heins, DJV-Präsidiumsmitglied .

Ziel des Katasters ist es auch, langfristig Unfälle zu vermeiden. „Verkehrsschilder, die vor Wildwechsel warnen, reichen schon lange nicht mehr aus», sagt Reinwald. Gefahren würden dadurch nicht verringert. Beim Autofahrer trete lediglich ein Gewöhnungseffekt ein. Nach Angaben des Jagdverbandes gibt es pro Jahr dutzende Tote, mehr als 3000 Verletzte und eine halbe Milliarde Euro Sachschäden durch Wildunfälle. Durch das Kataster werden erstmals bundesweit nach einheitlich Kriterien die Fundtiere erfasst, unter anderem der genaue Ort, die Tierart und die Todesursache. Zum Teil werden auch Fotos hochgeladen.

Wissenschaftler der Universität Kiel werten die Daten aus und ermitteln Unfallschwerpunkte. „Wir erhoffen uns, Gefahren für Mensch und

Source:: Stern – Wissen

Fossil: Über 550 Millionen Jahre: Das ist das älteste Tier der Welt

<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.stern.de/panorama/wissen/550-millionen-jahre-altes-fossildas-ist-das-aelteste-tier-der-welt-8368500.html?utm_campaign=wissen&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ >

Jahrzehntelang hat eine bizarre Kreatur die Wissenschaft genarrt: Viele Forscher haben die Gattung der „Dickinsonia“ für eine Pflanze gehalten. Tatsächlich handelt es die bei den ovalen Lebewesen aber um ein Tier. Das älteste bislang bekannte, um genau zu sein. Der Nachweis war mithilfe eines gut konservierten Fossils aus dem Norden Russlands möglich.

An diesem Exemplar war noch organische Materie enthalten, in der die Forscher Cholesterin-Moleküle nachweisen konnten. Dieses Fett ist für Tiere charakteristisch, nicht aber für Pflanzen. „Forscher haben mehr als 75 Jahre über das genaue Wesen dieser bizarren Kreaturen gestritten“, sagte Studienautor Jochen Brocks von der Australischen Nationaluniversität. „Wir haben jetzt ein Jahrzehnte altes Rätsel gelöst, das der Heilige Gral der Paläontologie war“, sagte Brocks. „Das fossile Fett beweist, dass die ‚Dickinsonia‘ das älteste bekannte Tier ist.“ Es lebte vor mehr als 550 Millionen Jahren.

„Dickinsonia“ war weit verbreitet

<a target="_blank" rel="nofollow" title="Seltener Fund: Neunjähriger stolpert – und entdeckt Millionen Jahre altes Fossil" href="https://www.stern.de/panorama/wissen/natur/fossilfundneunjaehriger-stolpert-und-entdeckt-millionen-jahre-alten-schaedel-7546252.html?utm_campaign=wissen&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Neunjähriger entdeckt Fossil 16.15Veröffentlicht wurde die Studie am Donnerstag im Magazin „Science“. Der Geobiologe David Gold von der Universität Kalifornien sagte zu AFP, von der „Dickinsonia“ könnten „viele Formen tierischen Lebens“ abstammen, die es noch heute auf der Erde gibt – etwa Würmer und Insekten.

Die „Dickinsonia“ konnte einen Durchmesser von bis zu 1,40 Metern erreichen. Rippenartige Segmente durchziehen den rundlichen Körper. An vielen Stellen der Welt wurden solche Fossilien gefunden. Ihr Zustand war jedoch zu schlecht, um die Kreatur eindeutig klassifizieren zu können.

Die Entschlüsselung gelang nun mit einem Exemplar, das im arktischen Nordosten Russlands an einem Kliff am Weißen Meer gefunden wurde. Ein Forscher seilte sich an dem Abhang hinab und schlug das Tier mit viel Mühe aus einem Block Sandstein, wie es in dem „Science“-Bericht hieß.<a target="_blank" rel="nofollow" title="Fossil entdeckt: Riesenpinguin in Neuseeland soll 1,70 Meter groß gewesen sein" href="https://www.stern.de/panorama/wissen/natur/riesenpinguin-in-neuseelandforscher-entdecken-fossilien-7786170.html?utm_campaign=wissen&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Riesenpinguin

Source:: Stern – Wissen

Vor 558 Millionen Jahren: Eines der ältesten Tiere überhaupt identifiziert

Es waren seltsame Kreaturen, die vor 558 Millionen Jahren unsere Erde bevölkerten. Sie hatten ovale Körper, die von oben bis unten in rippenähnliche Segmente unterteilt waren.

Bis zu 1,40 Meter konnten Dickinsonia groß werden. All das wissen Forscher von Fossilien, die in vielen Regionen weltweit gefunden wurden. Doch eine Frage konnten sie bisher nicht eindeutig beantworten: Was sind das für Wesen? Ein internationales Forscherteam liefert nun eine Antwort – nach der Analyse von uraltem Fett.

Demnach gehören Dickinsonia zu den ältesten bekannten Tieren überhaupt, berichten die Forscher aus Australien, Russland und Deutschland im Fachmagazin „Science». Ein seltener Glücksfall spielte ihnen bei der Klärung der Frage in die Hände: Der Biogeochemiker Ilya Bobrovskiy von der Australian National University in Canberra konnte am Weißen Meer in Russland Fossilien von Dickinsonia sammeln, die noch Reste von organischem Material enthielten.

„Das ist das erste Mal, dass so etwas in einem so alten Fossil gefunden wurde», sagte Mitautor Benjamin Nettersheim vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena und der Universität Bremen. Den dünnen Biofilm auf den Fossilien analysierten Bobrovskiy und seine Kollegen im Labor. Darin entdeckten sie fossile Fettmoleküle – und zwar Cholesterin, das typisch für höhere Tierarten und Menschen ist. Damit war klar: Dickinsonia sind keine Pilze, keine Pflanzen, Flechten oder Algen.

„Diese haben eine andere Lipidsignatur», sagte Mitautor Christian Hallmann. Dass es sich bei den Ur-Wesen um gigantische Einzeller handelt, wie einige Forscher vermuteten, konnten er und Nettersheim mit einer weiteren Untersuchung an der Universität Bremen ebenfalls ausschließen. Sie extrahierten Lipide von mehreren Exemplaren, die noch heute in der Tiefsee der Antarktis oder im Mittelmeer leben. Im Labor simulierten sie die geologischen Veränderungen, denen die Fettmoleküle über Jahrmillionen ausgesetzt gewesen wären. Auch hier ergab sich eine andere Zusammensetzung der Fette.

Doch wie blieb das Cholesterin in den

Source:: Stern – Wissen

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