Geglückter Neustart in Ephesos

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Wien. Es war, als hätte jemand die Zeit angehalten. „Wie im Dornröschenschlaf“ hatten die antiken Gegenstände im Grabungshaus von Ephesos zwei Jahre lang auf die Rückkehr des Archäologenteams gewartet, berichtet Grabungsleiterin Sabine Ladstätter. Nur Staub hatte sich angesetzt. Als sie und ihr Team vom Österreichischen Archäologischen Institut nach einer diplomatiebedingten Zwangspause Ende Juli wieder die Arbeit aufnehmen konnten, ging es daher zuerst ans Abstauben…

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Dramatische Entwicklung: Schweizer Gletscher verlieren im Hitzesommer massiv an Eis

Die Eismasse der Schweizer Gletscher ist im Hitzesommer 2018 massiv geschrumpft. An den etwa 1500 Gletschern schätzen die Experten den Verlust auf 1,4 Milliarden Kubikmeter oder 2,5 Prozent im Vergleich zum September 2017, berichtete die Akademie der Wissenschaften Schweiz am Dienstag.

Nur der sehr schneereiche Winter habe eine noch dramatischere Entwicklung verhindert. Insgesamt hätten die Gletscher in zehn Jahren ein Fünftel ihres Volumes verloren.

„Viele Gletscher sind in den vergangenen Monaten bereits komplett ausgeapert», sagte der Glaziologe Andreas Bauder der Deutschen Presse-Agentur. Das bedeutet, dass der Winterschnee auf der gesamten Gletscherfläche schnell wegtaute. Das sei doppelt problematisch, weil der hellere Winterschnee die Sonne gut reflektiert und die darunter liegenden dunkleren Eisschichten vor Sonneneinstrahlung schützt. Zudem sei Winterschnee nötig, damit die Gletscher Rücklagen bilden könnten. Winterschnee, der den Sommer überdauert, wird über Jahre kompakter und dann zu Gletschereis.

Nach Angaben der Akademie wurden im vergangenen Winter teils Rekord-Schneehöhen gemessen. Im Kanton Wallis hätten die Gletscher etwa zu Beginn der Schmelzperiode bis zu 70 Prozent mehr Schnee gehabt als im Durchschnitt der vorangegangenen Jahre. In manchen Tälern sei so viel Schnee gefallen wie nur alle 70 Jahre zu erwarten sei. Bis Ende März habe oberhalb von 2000 Metern noch bis zu doppelt so viel Schnee gelegen wie in früheren Jahren. Aber: weil April und Mai extrem warm und trocken waren, seien die Schneefelder rasant schnell ausgeapert, nicht später als in anderen Jahren.

Das Sommerhalbjahr von April bis September war das wärmste seit Beginn der Messungen Mitte des 19. Jahrhunderts, schreibt die Akademie. Vor allem habe es wenig Neuschnee gegeben. Auf dem 2540 Meter hohen Weissfluhjoch, wo seit 81 Jahren gemessen werde, sei es an 87 Prozent der Sommertage nicht unter null Grad gewesen. Noch nie habe es dort zwischen dem 17. Mai und 4. September so wenig Neuschnee gegeben wie in diesem

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Popstar der Wissenschaft: Buch von Stephen Hawking erscheint Monate nach seinem Tod

Sieben Monate nach dem Tod von Stephen Hawking erscheint heute ein Buch mit Gedanken des berühmten Physikers erschienen.

In dem Werk mit dem Titel „Kurze Antworten auf große Fragen» beschäftigt sich der Forscher unter anderem mit den Fragen: Gibt es einen Gott? Werden wir auf der Erde überleben? Und wird uns künstliche Intelligenz überholen? Das Buch sei aus Hawkings Archiv mit vielen seiner Reden, Interviews, Essays und anderen Stellungnahmen hervorgegangen, schreibt der Londoner Verlag John Murray.

Hawking nähert sich der Beantwortung vieler Fragen humorvoll - das Buch soll jedoch auch eine Warnung sein. Da die Menschheit die Erde in den nächsten tausend Jahren vermutlich zerstören wird, müsse sie einen Weg finden, außerhalb des Planeten zu überleben, so Hawking. Ob künstliche Intelligenz uns vernichten oder ignorieren wird, könnten wir jetzt noch beeinflussen. Die deutsche Übersetzung ist im Klett-Cotta-Verlag erschienen.

Stephen Hawking war am 14. März im Alter von 76 Jahren in Cambridge gestorben. Er litt an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Seit Jahrzehnten war er fast völlig bewegungsunfähig und saß im Rollstuhl. Er entwickelte Theorien zum Ursprung des Universums und zu Schwarzen Löchern.

Daneben beschäftigte sich Hawking ebenso mit populären Themen wie Zeitreisen und Außerirdischen. Der Forscher galt als Popstar der Wissenschaft, sein Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit» wurde millionenfach verkauft.

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Bereits mehr als 100 Tote: Ebola-Fälle im Kongo: WHO beruft Krisenausschuss ein

<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.stern.de/panorama/wissen/bereits-mehr-als-100-tote-ebola-faelle-im-kongowho-beruft-krisenausschuss-ein-8404116.html?utm_campaign=wissen&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ ><img width="150" src="http://image.stern.de/8404118/3×2-480-320/363a84b1f16aa51ebcd94a057d51a7e3/xt/162009010118101699392230large43jpg-6c62c770e445181b.jpg“>

Wegen der zahlreichen Ebola-Fälle im Kongo hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Mittwoch den Krisenausschuss einberufen. Das teilte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei Twitter mit.

Das Komitee soll demnach entscheiden, ob es sich bei dem Ausbruch der Seuche um eine Notlage von internationaler Tragweite handelt.

Im Osten des Kongos sind bereits 100 Menschen an Ebola gestorben. Weitere 35 Tote galten laut dem kongolesischen Gesundheitsministerium als Ebola-Verdachtsfälle, die Infektion wurde aber nicht eindeutig nachgewiesen. Insgesamt 211 Menschen hätten sich aller Wahrscheinlichkeit nach seit Beginn der Epidemie Ende Juli mit dem hämorrhagischen Fieber angesteckt. 55 Patienten konnten laut dem Ministerium bislang wieder geheilt werden.

Der Ebola-Ausbruch in der Provinz Nord-Kivu ist bereits die zehnte Epidemie im Kongo seit der Entdeckung der Krankheit dort in den 1970er-Jahren. Das zentralafrikanische Land hat daher Erfahrung in der Bekämpfung kleinerer Ausbrüche der nach einem kongolesischen Fluss benannten Krankheit. Die neue Epidemie betrifft allerdings eine Großstadt und ein Gebiet mit problematischer Sicherheitslage.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer Epidemie 2014/2015 starben in Westafrika mehr als 11 000 Menschen. Infizierte Patienten können das Virus leicht übertragen. Forscher vermuten, dass sich Menschen zu Beginn einer Epidemie über den Verzehr von Wildtieren wie Fledermäusen anstecken.

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Hunderttausende Tiere: Gefahr Stromleitung: Nabu-Meldesystem für tote Vögel

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Millionen Vögel sterben nach Schätzungen jedes Jahr an Stromleitungen in Deutschland, dokumentiert sind aber weiter nur Einzelfälle. 87 Kollisionsopfer seien im ersten Jahr seit dem Start eines Meldesystems erfasst worden, teilte der Naturschutzbund (Nabu) mit.

Am häufigsten betroffen waren demnach Schwäne, Kraniche und Gänse. Diese Vögel seien zu schwerfällig zum Ausweichen, ihr Sehvermögen zudem an offene Landschaften angepasst.

Meldungen von Totfunden sollen einen besseren Vogelschutz ermöglichen. Wer an Stromleitungen einen toten Vogel findet, kann seine Angaben dazu online oder telefonisch übermitteln. Dahinter stehen der Nabu und die Organisation Renewables Grid Initiative. Das Ausmaß des Problems gilt als schwer zu erfassen, weil tote Vögel rasch von Beutetieren gefressen werden. Eine Nabu-Studie geht von bundesweit 1,5 bis 2,8 Millionen an Stromtrassen getöteten Vögeln pro Jahr aus.

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