Planeten, die unser Weltbild ändern

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Wien. Mehr als 3500 Exoplaneten wurden bisher entdeckt, eine zweite Erde unter ihnen aber noch nicht gefunden. Derzeit gilt der 4,2 Lichtjahre entfernte Planet Proxima-b als aussichtsreichster Kandidat, es besteht jedoch der Verdacht, dass er keine Atmosphäre halten kann. Ab morgen, Donnerstag, gibt die Exoplaneten-Forscherin Lisa Kaltenegger ein Seminar beim Forum Alpbach, in dem sie der Frage nachgeht, unter welchen Bedingungen Leben im All entstehen könnte. Der „Wiener Zeitung“ gab sie erste…

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Premiere in Genf: Physiker sehen direkten Hinweis auf Lichtteilchen-Kollision

Physiker haben erstmals direkte Hinweise auf eine Kollision von Lichtteilchen gefunden. Am weltgrößten Teilchenbeschleuniger des europäischen Kernforschungszentrums (Cern) in Genf wurden unter vier Milliarden Kollisionen von Blei-Ionen 13 solche Ereignisse erfasst.

Für die Feststellung, dass die Kollision definitiv beobachtet wurde, fehlen nach den hohen Standards der Physiker noch einige weitere Ereignisse. Die Beteiligten des Atlas-Experiments am Cern rechnen bei den nächsten Experimenten mit Blei-Ionen Ende 2018 damit, wie der stellvertretende Leiter des Experiments, Andreas Hoecker, am Montag sagte.

Die in der Fachzeitschrift „Nature Physics» veröffentlichten Ergebnisse gelten jetzt schon als Meilenstein. Sie resultierten aus Experimenten im Jahr 2015. So lange dauerte es, die ungeheuren Datenmengen auszuwerten und zu verifizieren.

Das klassische Verständnis der 150 Jahre alten Maxwell-Gleichungen zum Verständnis von Elektromagnetismus war, dass Lichtstrahlen sich nicht gegenseitig beeinflussen. Quantenphysiker berechneten allerdings vor rund 80 Jahren, dass Lichtteilchen, die Photonen, unter bestimmten Bedingungen doch eine Wechselwirkung entwickeln können. Solche Wechselwirkungen waren seit den 70er Jahren schon indirekt gemessen worden.

Das Experiment mit den Blei-Ionen im Teilchenbeschleuniger hat eigentlich ein anderes Ziel: Physiker untersuchen damit ein Plasma, wie es zu Anfang des Universums aus stark wechselwirkenden Teilchen vorhanden war, wie Hoecker sagte. Die Suche nach Hinweisen auf Lichtteilchen-Kollisionen war ein Nebenprodukt.

Bei dem Experiment werden Blei-Ionen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit auf Kollisionskurs gebracht. Wenn sie dabei sehr knapp aneinander vorbeirasen, entsteht ein großes elektromagnetisches Feld, das quasi realen hochenergetischen Photonen entspricht. Durch die Erzeugung und sofortige Vernichtung virtueller Paare sogenannter Elektronen und Positronen entsteht die Wechselwirkung der Photonen der beiden aufeinanderzugerasten Blei-Ionen.

Diese Ereignisse seien sehr selten, sagte Hoecker. Dass sich daraus ein praktischer Nutzen etwa für den Quantencomputer ergibt, bezweifelt er. Dennoch: „Es könnte sein, dass nicht nur Elektronen und Positronen, sondern auch schwerere, noch unbekannte Teilchen produziert werden. Das nachzuweisen wäre eine revolutionäre neue Physik»,

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Laborexperiment: Pflanzenschutzmittel lässt weniger Hummeln Eier legen

Bestimmte Pflanzenschutzmittel sind für Hummeln zwar nicht unmittelbar tödlich – langfristig betrachtet aber sehr wohl. In einem Laborexperiment ließ ein Wirkstoff aus der Gruppe der weit verbreiteten Neonicotinoide die Zahl eierlegender Hummelköniginnen um 26 Prozent schrumpfen.

Für das Überleben einer Population habe das dramatische Folgen, berichten britische Forscher im Fachjournal „Nature Ecology & Evolution». Bei verbreitetem Einsatz der Substanz liege ihr errechnetes Aussterberisiko bei etwa 28 Prozent – und das sei noch vorsichtig geschätzt.

Die Wissenschaftler um Gemma Baron von der Royal Holloway University of London in Egham hatten eine sehr sensible Phase im Lebenszyklus der Dunklen Erdhummel (Bombus terrestris) betrachtet: Nach dem Winterschlaf sind die Königinnen auf sich allein gestellt, wenn sie ein Nest bauen. Fressfeinde, Parasiten und Krankheiten oder eben Umweltgifte können ihnen dann schwer zusetzen.

Das Team ließ 319 befruchtete Hummelköniginnen überwintern und variierte dabei drei Faktoren: die Länge des Winterschlafes, den Befall mit einem Parasiten und das Vorhandensein des Neonicotinoids Thiamethoxam. Verwendet wurde über zwei Wochen eine Dosis des Wirkstoffes, wie sie auch durch landwirtschaftlichen Pestizideinsatz in der Natur vorkomme, betonen die Wissenschaftler.

Das Ergebnis: Ein kurzer Winterschlaf verringerte erheblich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Hummelkönigin Eier legte. Einen verstärkenden Effekt des Pestizids fanden die Forscher in diesem Fall nicht, ähnliches galt für den Parasitenbefall.

Mit Thiamethoxam belastete Königinnen legten früher Eier, zudem legten 26 Prozent weniger Königinnen Eier als in der Kontrollgruppe unbelasteter Tiere. Den Zeit-Effekt erklären Baron und Kollegen mit einem Phänomen, das auch von anderen biologischen Arten bekannt ist: Angesichts von Feinden oder anderem Umweltstress beginnen manche Tiere früher als üblich mit ihren Fortpflanzungsaktivitäten.

In Modellrechnungen schlossen die Forscher dann aus den gewonnenen Daten auf das Risiko einer Population, wegen des Thiamethoxam-Einsatzes in einem Gebiet zu verschwinden. „Wenn Königinnen keine Eier produzieren und neue Völker hervorbringen, ist es möglich, dass Hummeln

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Mitten in L.A.: Ausgesetzt und angefahren: Hund kämpft gegen seine Rettung

Selbst mit einer Leine um eine Pfote kämpft Rio noch verbissen. Der kleine Hund war in L.A. ausgesetzt und dann wohl von einem Auto angefahren worden. Doch zum Glück sind seine Retter hartnäckig – und seine Geschichte hat ein Happy End.

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Trainieren für die ISS: Deutschland auf der Suche nach der Astronautin von Morgen

Die Internationale Raumstation (ISS), der Mond, der Mars – Nicola Baumann hat viele Ideen, wohin ihre nächste Reise gehen könnte. Eine davon könnte in einigen Jahren wahr werden. Für die Deutsche ist die ISS rund 400 Kilometer über der Erde nur noch wenige Schritte entfernt.

Zur Zeit trainiert sie nahe Moskau für einen möglichen Einsatz im Jahr 2020. Die 32-jährige Kampfpilotin aus Köln ist eine Kandidatin des Projekts „Die Astronautin». Das Unternehmen HE Space will – privatfinanziert – die erste Deutsche für eine Kurzmission zur Raumstation schicken. Die gesamte Finanzierung ist von Crowdfunding abhängig und bei weitem noch nicht vollständig gesichert.

Rund 400 Wissenschaftlerinnen, Ingenieurinnen und Pilotinnen hatten sich anfangs beworben. Letztlich siegten Baumann und die Meteorologin Insa Thiele-Eich, die Pionierarbeit leisten wollen: Bislang sind elf deutsche Männer im Weltall gewesen – aber noch noch nie eine deutsche Frau.

Ab Mitte August werden die beiden Frauen Parabelflüge, Training in der Zentrifuge und weitere Tests absolvieren: Das Programm für die potenziellen deutschen Astronautinnen in Swjosdny Gorodok, auf deutsch „Sternenstädtchen», nahe Moskau ist hart. Das ist in dem kleinen Vorort der russischen Hauptstadt Routine. Für Baumann ist es ein Geschenk: „Ich freue mich wie ein Kind auf Weihnachten», sagt sie der Deutschen Presse-Agentur in Moskau.

In dem russischen Ausbildungszentrum bereitete sich der Kosmonaut Juri Gagarin, der erste Mann im Weltraum, ebenso auf seinen Einsatz vor wie der Deutsche Alexander Gerst. Und auch die erste Frau im All, die Kosmonautin Walentina Tereschkowa, trainierte vor ihrer Mission im Jahr 1963 hier.

Danach dauerte es lange, bis Frauen wieder von Moskau aus Richtung All starteten. Bislang steckten die Russen nur vier Frauen in Raumanzüge. Der Kosmonaut Pawel Winogradow betonte noch vor wenigen Jahren: „Das Arbeiten im All ist körperlich schwere Arbeit – selbst für starke Männer». Für

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