Rassistisch beleidigter Kicker verließ unter Tränen das Feld

Der Engländer im Dienste des deutschen Bundesligisten Bochum kehrt erst nach Aufmunterung zurück ins Spiel.

Der Rassismus im Fußball ist leider ein alter Hut. Immer wieder werden dunkelhäutige Spieler Opfer der rassistischen „Fans“, immer wieder versprechen die Verbände noch mehr Einsatz im Kampf gegen dieses Problem.

Die gestandenen Profis haben den richtigen Umgang mit den provozierenden Stimmen von den Rängen gelernt – sie versuchen, diese so gut es geht auszublenden. Doch gibt es Jungprofis, die sensibler reagieren, vor allem dann wenn die Provokationen von den Gegenspielern kommen.

So wurde der dunkelhäutige Engländer Jordi Osei-Tutu während des Testspiels seines neuen Klubs VfL Bochum gegen den FC St. Gallen offenbar von einem Gegenspieler rassistisch beleidigt. Die 20-jährige Leihgabe von Arsenal London kam damit überhaupt nicht klar und verließ unter Tränen den Rasen. Erst nach Aufmunterung seines Trainers Robin Dutt und einiger Mitspieler rang sich der junge Verteidiger dazu durch, weiterzumachen.

„Niemand sollte jemals diskriminiert werden“

Am Tag nach dem Spiel bestätigte der deutsche Zweitligist, dass ein entsprechender Vorfall zusammen mit den Schweizern untersucht werde. „Natürlich wollen wir, dass das aufgearbeitet wird. Wir haben dazu Kontakt zu St. Gallen aufgenommen“, sagte Bochum-Manager Sebastian Schindzierlorz. „Jordi sagte mir, dass er wegen seiner Hautfarbe beleidigt worden sei. Wir stehen absolut hinter unserem Spieler“, erklärte Bochum-Trainer Dutt. Laut St. Gallen bestreitet der vermeintliche Übeltäter Slimen Kchouk die Vorwürfe.

Inzwischen meldete sich auch das Opfer in einer gemeinsamen Mitteilung des VfL Bochum und seines Stammklubs Arsenal zu Wort. „Ich bin sehr enttäuscht, dass ich gestern Abend im Spiel rassistisch beleidigt worden bin. Niemand sollte jemals diskriminiert werden,

Source:: Kurier.at – Sport

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