Pilz gegen Kogler: Amikale Herrenrunde, überraschend untergriffig

By ida.metzger@kurier.at (Ida Metzger)

Im vierten Duell standen sich Grünen-Chef Werner Kogler und sein ehemaliger Parteikollege Peter Pilz (Liste JETZT) gegenüber.

Wenn zwei ehemalige Freunde im politischen Wettbewerb aufeinandertreffen, bleibt auch das Blut mitunter böse. „Peter“ und „Werner“ standen einander gegenüber – und zeigten zu Beginn aber kaum Abweichendes voneinander. Moderator Martin Thür wollte zuerst über Frauenpolitik sprechen, das Thema wurde richtiggehend amikal diskutiert, und beide sehen diesbezüglich viel Aufholbedarf für die nächste Regierung.

Etwas schwieriger war dann das Kopftuchthema, und es war zu merken, dass Pilz in diesem Wahlkampf zwar keine Chance hat, diese Chance aber versucht zu nutzen – und zwar mit Angriffen. Er, Pilz, sei für ein Kopftuchverbot, mehr noch, für ein Verbot aller religiösen Symbole im öffentlichen Dienst. „Es kann nicht gut gehen, wenn wir die Ängste der Menschen nicht ernst nehmen, Werner“, sagte Pilz. Da kam Kogler ein wenig ins Stottern, er sei vor allem für Religionsfreiheit, außer ein Kopftuch werde einer Frau oder einem Mädchen „aufgezwungen“, dann sei es abzulehnen.

Und: „Das Kopftuch ist ja nicht der Sprengstoffgürtel von Jihadisten.“ Pilz setzte aber immer wieder Nadelstiche gegen Kogler – etwa, als er den Grünen mangelnde Kontrolle unterstellte.
Pilz versuchte geschickt, mit dem Thema Altersarmut bei den Pensionisten zu punkten. Der Erfolg der Rückholaktion von zu den Grünen abgewanderten Pilz-WählerInnen ist aber fraglich“, analysiert Wolfgang Bachmayer. Und Medienprofi Gerald Groß fand: „Eine amikale Herrenrunde, mit subtilen Abwerbungsversuchen von Pilz bei den Grünen.“

Werner Kogler

  • Bester Moment: „Das Kopftuch ist ja nicht der Sprengstoffgürtel von Jihadisten.“
  • Schlechtester Moment: Wirkte anfangs baff, als Pilz den Grünen Probleme mit Kontrolle unterstellte.
  • Fazit des Experten: <span

    Source:: Kurier.at – Politik

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